Team 2020 Bühnenbild jubelnd

Aktuelles rund um das BKK Mobil Oil Cycling Team

Hier halten wir Sie mit Geschichten rund um unser Team auf dem Laufenden. Sie lesen hier spannende Hintergrundberichte, Trainingserlebnisse unserer Fahrer oder Neuigkeiten zu den Rennen.

Erzgebirgstour – drei Tage im Rennmodus

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Dieses Jahr ist für viele Hobbyradsportler eine außergewöhnliche Saison. Große Rennen sind in Folge der Pandemie abgesagt, aber das Training boomt. Gut, dass der Kalender einige Höhepunkte behalten hat, die nun noch mehr in den Fokus gelangen. Die Erzgebirgstour ist eines dieser Rennen. Pünktlich zum 15. Jubiläum haben sich in diesem Jahr 30 Mannschaften zur Titeljagd auf den drei Etappen durch Sachsen angesagt. Teilnehmerrekord!

Mittendrin: das BKK Mobil Oil Cycling Team, am Start mit seinem ganzen Erfahrungsschatz. Christian Kreuchler konnte die Rundfahrt vor zwei Jahren für sich entscheiden – in diesem Jahr war sie für Viele der erste ernsthafte Formtest. Routinier Lars Brödner und Neuzugang Rahif Raed machten das Trio in den weißen Trikots perfekt. Und es sollte ein heißer Kampf um den Toursieg werden...

Im Rennprogramm standen drei sommerliche Tage mit ordentlich Höhenmetern. Am ersten Tag gab es einen umkämpften Auftakt: ein Rundstreckenrennen über 20 hügelige Runden, die zusammen 48 Kilometer und 850 Höhenmeter ausmachten. Der zweite Abschnitt war eine wahre Königsetappe, über die sich die Bergfahrer freuen – knapp 90 Kilometer und 1.900 Höhenmeter standen am Ende des Tages im Radcomputer. Zum Finale ging es auf den Sachsenring, wo im vergangenen Jahr die Profis den Deutschen Meister gekürt haben. Hier haben sich noch einmal 1.400 Höhenmeter auf 74 Kilometer verteilt.

Für Christian sprang am Ende der umkämpften Tour ein hervorragender 5. Platz in der Gesamtwertung raus. Die Versuche, am Schlusstag sogar noch Boden im Klassement gut zu machen, wurden vom sehr gut besetzten Feld trotz großartiger Unterstützung der Teamkollegen Lars und Rahif leider nicht zugelassen. Aber das tolle Ergebnis und die sehr aktive Fahrweise unterstreichen die sehr gute Form. Fazit: Leistungstest bestanden!

Safety First – sicheres Radfahren dank Tipps vom Profi

Erik Zabel Sicherheitsworkshop
Sicherheitsworkshop Theorie
Sicherheitsworkshop Praxis
Sicherheitsworkshop Smalltalk
Sicherheitsworkshop Ausfahrt

Ein kleiner Kreis von Hobby-Radfahrer*innen hat sich Ende Juni zum ersten Radsport-Sicherheitsworkshop der BKK Mobil Oil getroffen. Wo lauern die größten Gefahren auf dem Rennrad? Wie gehe ich ihnen aus dem Weg? Gibt es schnelle Übungen, die Sicherheit geben? Wer hat Tipps damit der Spaß am Rad trotz Stresssituationen bleibt?

Diese –und noch viele andere– Fragen haben die Teilnehmer nach Hamburg mitgebracht. Von der Einsteigerin, die vor wenigen Wochen ihre Begeisterung für den Radsport entdeckt hat, bis zum leidenschaftlichen Triathleten war die Gruppe bunt gemischt. Mittendrin waren auch Jessi und Henning vom BKK Mobil Oil Cycling Team. Ein Sicherheitsworkshop für Freizeitsportler mit wahrem Profi-Support: Erik Zabel –mit über 200 Siegen einer der erfolgreichsten Radsportler– wurde begleitet durch die erfahrenen Coaches Michael und Julian, für die das Thema „Sicherheit“ eine Herzensangelegenheit ist.

Grundlagen für sicheres Radfahren

In der Theorieeinheit am Vormittag haben die Coaches die Grundlagen besprochen. Von den Basics des Materials ging es direkt zur Fahrtechnik – dem A und O für Alle, die auf dem Rad sitzen. Radbeherrschung, Kurvenfahren, Bremsen, die richtigen Handzeichen, Gruppenfahren. Die Liste der Stichworte ist lang. Egal, wie groß die Erfahrung ist, jeder Radfahrer kann von brenzligen Situationen berichten oder hat Fragen, wie seine Touren noch sicherer werden. Denn das Motto ist klar: Gesund bleiben und mit Spaß in die nächste Ausfahrt gehen.

Was eben noch Theorie war, konnte wenig später auf einem Parcours live erlebt werden. Optimales Bremsen, Hindernissen ausweichen oder überfahren, Koordination durch langsames Fahren und Slalomkurse trainieren oder ein Ausflug in die Technikkunde mit einem Schlauchwechsel auf Profiniveau. Die drei Coaches sorgten für ein kurzweiliges Training, das auch bei Radsportlern, die einige tausend Kilometer im Jahr zurücklegen, Überraschungen bereithielt.

Praxis pur als Höhepunkt des Tages

Vom Parcours ging es mit den Coaches auf die Straße. Nebenstraßen mit wechselndem Belag und wenig Verkehr, aber auch mit Kurven, kurzen Anstiegen und Abfahrten waren ideal, um das Fahren in einer kleinen Gruppe zu üben. Die Chance, das Erlernte gleich umzusetzen. Die richtigen Handzeichen und vorausschauendes, defensives Fahren sorgen für Sicherheit auf dem Rennrad. Eine Ausfahrt mit dem sechsfachen Gewinner des Grünen Trikots der Tour de France bot trotz ausreichend Abstand auch Gelegenheit für viele Anekdoten und Tipps direkt aus dem Profi-Peloton. Der Anstieg zum Klingberg war Kulisse für die wohlverdiente Verpflegung für alle Teilnehmer. Denn auf dem Rückweg hatten die Coaches noch ein besonderes Sicherheits-Feature eingebaut: ein kurzer Kopfsteinpflaster-Abschnitt. Was bei den großen Klassikern für Gänsehaut sorgt, fordert bei Freizeitsportlern Konzentration. Radbeherrschung ist gefragt, um auch in diesen Situationen gewappnet zu sein.

Prävention – von Radsportlern für Radsportler

Der Sicherheitsworkshop bot einen Tag voller Erlebnisse und vor allem viele Profitipps für Freizeitsportler, die ihre nächste Trainingsausfahrt oder das nächste Jedermannrennen noch sicherer machen. Prävention, die wirkt.

Alternatives Rennprogramm, Teil 2

Rund um Köln 2020 – Alaaf ohne gesperrte Straßen

Auch Rund um Köln musste in diesem Jahr leider abgesagt werden. Die bildschöne Strecke mit Start und Ziel im Kölner Rheinauhafen führt durch das Bergische Land und bietet mit seinem welligen Profil Klassikercharakter. Die Vorfreude auf den rheinischen Klassiker war im BKK Mobil Oil Team groß. Vor allem auch, weil Stammfahrer Christian Kreuchler vor einem Jahr den Altersklassensieg auf der 100-Kilometer-Strecke nur um den Bruchteil einer Sekunde verpasst hat.

Für unsere Teamfahrer stand das Wochenende Mitte Juni in diesem Jahr aber ganz im Zeichen eigener Ausfahrten. Neuzugang Rahif Raed hat sich dafür aus seiner Heimat Plettenberg auf die Strecke von Rund um Köln begeben. Der leidenschaftliche Hobbyradsportler spult pro Jahr 17.000 Kilometer auf seinem Rennrad ab. Und damit war klar, dass er aus dem reservierten Renntermin seinen eigenen abwechslungsreichen Sonntag machte – 200 Kilometer ganz ohne Peloton und gesperrte Straßen.

„Es war ein wunderschöner Tag im Sattel. Direkt nach dem Start wollten wir fast abbrechen, denn wir sind richtig nass geworden. Zum Glück war es aber nur ein kurzer Schauer über Plettenberg. Schnell kam die Sonne wieder raus. Die Strecke hatte ich auf das Garmin gezogen, so dass wir freie Fahrt hatten. Ganze 2400 Höhenmeter und ein 28er Schnitt waren am Ende des Tages in den Beinen. Ich habe jeden Kilometer genossen ­– ein perfekter Tag“, sagt der 37-Jährige nach seiner Tour.

Alternatives Rennprogramm, Teil 1

Frankfurter Saisoneinstieg – in diesem Jahr nur virtuell

Virtuelles Rennen Köln
Virtuelles Rennen Köln

Der 1. Mai ist Fahrradfeiertag. Die ŠKODA Velotour beim WorldTour-Rennen Eschborn-Frankfurt war für unser Team in den letzten Jahren immer ein gutes Pflaster. Gleich bei der Premiere im BKK Mobil Oil-Trikot im Jahr 2018 konnte sich Stammfahrer Christian Kreuchler den 3. Platz über die Langdistanz und den Titel des Bergkönig sichern. Im letzten Jahr wurde er sogar Gesamtzweiter und Bester seiner Altersklasse.

Das Ziel für 2020 war klar gesteckt: die nächste Stufe auf dem Podest wurde angepeilt. Doch die Saison 2020 steht Corona-bedingt auf dem Kopf und das Rennen zum Saisoneinstieg konnte am 1. Mai nicht stattfinden. Trotz enormer Motivation muss der Traum vom Velotour-Sieg für das BKK Mobil Oil Cycling Team noch ein Jahr warten.

Um die Wartezeit bis zum nächsten 1. Mai zu verkürzen, hat der Veranstalter die virtuelle Premiere der Velotour organisiert. Das erste E-Race wurde spontan als Alternative für das BKK Mobil Oil Cycling Team in den Kalender genommen: 40 Kilometer auf der Original-Strecke, aber gefahren im Stile eines Einzelzeitfahren auf der heimischen Rolle. Dass die Form stimmt, hat das Team sowohl bei den Frauen als auch den Männern gezeigt. Neuzugang Carolina Diana Rossi kam bei ihrem Renndebüt als 11. Fahrerin über die Ziellinie im virtuellen Eschborn und hat nur um 30 Sekunden einen Top10-Platz verpasst.

Christian Kreuchler hat mit einem Stundenmittel von mehr als 41 km/h die Runde absolviert. Schnell genug für die achtbeste Zeit unter den deutschen Jedermännern. Im internationalen Starterfeld, bei dem auch einige Profis an den Start gingen, reiht sich der 34-Jährige auf Gesamtrang 20 ein.

„Das war eine Stunde all-out auf der Rolle. Für mein erstes Online-Rennen bin ich zufrieden. Jetzt weiß ich, dass ich mich noch richtig quälen kann und wirklich alles rausgehauen habe. Ich habe in den ersten 20 Minuten zu sehr überzogen und gehofft, die Leistung zu halten. Der Tritt auf dem Smart Trainer war aber ungewohnt und ganz anders als im realen Rennen. Auch wenn natürlich die Atmosphäre des echten Rennens fehlt, war es eine sehr interessante Erfahrung“, kommentiert Christian nach seiner digitalen Premiere.

Rennkalender 2020 gerät durcheinander

Die Coronavirus-Pandemie hat unseren Alltag fest im Griff. Und das betrifft natürlich auch unseren Lieblingssport. Zwar ist das Training nicht ganz eingeschränkt, denn gerade spielt das Wetter mit und Sport im Freien ist in Maßen und mit Abstand sehr empfohlen. Das Training stärkt das Immunsystem und ist für uns eine kleine Auszeit in diesen ungewohnten Tagen. Aber leider sind Gruppenausfahrten derzeit auf der Straße noch nicht möglich. Für das „Zusammensein auf dem Rennrad“ bleiben nur die Rolle und das gemeinsame virtuelle Training.

Auch der Rennkalender des BKK Mobil Oil Cycling Team gerät für 2020 mächtig durcheinander. Der Saisonauftakt, die ŠKODA Velotour im Rahmen des Radklassikers Eschborn-Frankfurt am 1. Mai, wurde bereits vor einigen Wochen abgesagt. Nun hat mit den EuroEyes Cyclassics (16. August) das zweite große deutsche Rennen nachgezogen. Wie in Frankfurt versucht auch der Veranstalter in Hamburg das Event im September/Oktober nachzuholen. Die Daumen sind gedrückt, dass dies gelingt!

Für das Rennen Rund um Köln, das am 14. Juni von der Rheinmetropole durch das Bergische Land geführt hätte, gibt es leider keine Alternative in 2020. Aufgrund der aktuellen Situation musste der Veranstalter des ältesten deutschen Straßenrennens für dieses Jahr absagen.

Während für Rad am Ring (25. Juli) die Entscheidung noch aussteht, gibt es beim Saisonhöhepunkt des Teams bereits Klarheit. Der Ötztaler Radmarathon am 30. August wurde abgesagt. Durch die Ausbreitung des Coronavirus sind in vielen Ländern, darunter auch Deutschland und Österreich, Großveranstaltungen bis Ende August untersagt. Damit wird das 40. Jubiläum des Rennens auf 2021 vertagt.

Es ist schade, aber in der derzeitigen Situation leider unvermeidbar und absolut nachvollziehbar, dass die Veranstalter ihre Rennen verschieben oder ganz absagen müssen. Derzeit ist nicht klar, ob die Jedermann-Saison 2020 im September und Oktober noch ein Restprogramm hat oder die Hobbyathleten erst im kommenden Jahr wieder zu Rennen antreten. Zusammen mit den Partnern des BKK Mobil Oil Cycling Team plant die Teamführung Alternativen. Dabei steht die Team-Philosophie im Vordergrund: Spaß auf dem Rad – für Jedermann und Jederfrau.

Erstes Rennen wird verschoben

Der 1. Mai war im Kalender des BKK Mobil Oil Cycling Team rot angestrichen. Die acht Fahrerinnen und Fahrer wollten sich auf den Weg nach Frankfurt machen. Der Radklassiker Eschborn-Frankfurt sollte der Auftakt für ein aufregendes 2020 werden. Aber die aktuellen Herausforderungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus machen leider einen Strich durch die Planung. Es ist schade aber in der derzeitigen Situation absolut verständlich, dass der Veranstalter frühzeitig den Radklassiker und auch die ŠKODA Velotour am 1. Mai abgesagt hat. Die Verschiebung auf ein späteres Datum im September/Oktober wird geprüft.

Für das Team heißt es nun: weiter trainieren entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und den Anordnungen in den jeweiligen Wohnorten unserer acht Fahrerinnen und Fahrer. Das können Ausfahrten mit geringer Intensität allein oder Rollentraining kombiniert mit einem allgemeinen Fitnessprogramm sein. Die Teamführung verfolgt die aktuelle Entwicklung und plant bereits ein Alternativprogramm für den Auftakt in die Saison.

Saisonauftakt in Ostwestfalen

Die Kulisse für das erste Aufeinandertreffen des diesjährigen BKK Mobil Oil Cycling Team war gut gewählt. Denn die Klosterpforte im ostwestfälischen Harsewinkel sorgte für erstaunliche Kontraste: zwischen mittelalterlichem Kloster und topmodernen Sporthotel, das bereits Ronaldo als Sommermärchen-Quartier diente, trafen die 8 Fahrerinnen und Fahrer zum ersten Mal aufeinander. „Das war sehr aufregend. Alle sind total nett und wir haben uns sofort super verstanden. Wir kannten uns ja bisher nur aus einer WhatsApp-Gruppe“, berichtet Rahif Raed vom Kennenlernen.

Während es draußen beschaulich zuging, war drinnen Spannung wie vor einer Bescherung angesagt.  „Es war wirklich wie Weihnachten. Wir kamen in den Raum und dann hieß es ‘Das sind Deine Sachen‘. Total cool, dass wir gefördert werden in dem was wir so lieben“, freut sich Caro Diana Rossi, eine der neuen Fahrerinnen des BKK Mobil Oil Cycling Team. Mit neuem Outfit, vom Helm bis zur Socke, und Rad auf Profi-Niveau (Ridley Fenix Disc mit Ultegra Di2-Gruppe) war gleich am ersten Abend die Versuchung zu einer Testrunde groß.

Doch zunächst stand das gegenseitige Kennenlernen auf dem Programm. In der Klosterkochschule wurde gemeinsam ein Dreigangmenü gekocht. Mit dabei ein Überraschungsgast: Für Sprintlegende Erik Zabel war es nur ein Katzensprung aus Unna ins Münsterland. „Erik Zabel ist ein Vorbild für Disziplin und Trainingsleistung. Dazu kann er schöne Geschichten erzählen und das motiviert sicher“, sagt Markus Adam, Initiator des BKK Mobil Oil Cycling Team. Entsprechend war zwischen Schneiden, Braten und Radsport-Anekdoten das Eis schnell gebrochen und der erste Abend ging erst spät zu Ende.

Keine Gnade kannte die sportliche Leitung und rief am nächsten Morgen bereits um 7 Uhr zum Sonnengruß. Bei bestem Wetter fiel der Frühstart mit Fitnessprogramm leicht und versprach Vorfreude auf den Tag. Der Vormittag wurde mit einem Workshop und Fotoshootings verbracht. Und am Nachmittag war es dann endlich so weit: Es ging auf’s Rad. Die entspannte Ausfahrt mit Gästen und Sponsoren des Teams in die Ausläufer des Teutoburger Waldes war mehr Caférunde als eine Trainingseinheit zum Saisonziel der glorreichen Acht – dem Ötztaler Radmarathon. Aber bis Ende August ist noch viel Zeit.

Das Fazit nach dem Saisonauftakt von Markus Adam: „Das ist ein tolles Team und ein sehr gutes Miteinander. Die erste Einheit hat auch gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Aber genau deswegen trainieren und arbeiten wir zusammen. Mein Wunsch ist das Alle gesund durch die Saison kommen. Top-Platzierungen sind nicht unser Ziel, sondern ich wünsche mir, dass wir Spaß am Radsport haben und in den Rennen mit einem Lächeln über die Ziellinie kommen.“