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Ausgabe 04/2019
Gesundheit 04/2019
Frau macht Yoga draussen im Winter Aktuelle Ausgabe
© julief514 / Getty Images

Mehr als nur Sport: So wirkt Yoga auf Körper und Geist

Yoga liegt im Trend – und das zu Recht, denn die jahrtausendealte indische Lehre hält uns fit und hilft im stressigen Alltag, innere Ruhe zu finden. Doch nicht nur das: Studien zeigen, dass sich Yoga nachweislich positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Mit Yoga verbinden wir in der westlichen Welt oft durchtrainierte Menschen, die scheinbar mühelos ihren Körper in alle Richtungen verbiegen. Tatsächlich sind die körperlichen Übungen – die sogenannten Asanas – aber nur ein Teil dessen, was wirklich hinter Yoga steckt. Erst die Kombination aus Asanas, bewusstem Atmen und Atemübungen (Pranayama) sowie Meditation macht Yoga aus. Zahlreiche Studien belegen inzwischen die positive Wirkung von Yoga auf Körper und Geist. Und so verwundert es nicht, dass ganzheitliche Behandlungsansätze auch in der modernen Medizin wieder stärker in den Blickwinkel rücken. Natürlich lassen sich mit Asanas keine Knochenbrüche heilen und eine Meditation ersetzt keinen Arztbesuch. Dennoch kann Yoga uns dabei unterstützen, Krankheiten vorzubeugen, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Yoga gegen Stress und stressbedingte Erkrankungen

Dass Yoga bei der Stressbewältigung so effektiv ist, hängt mit unserem vegetativen Nervensystem zusammen.

Viele Krankheiten resultieren aus Stress – von Alltagsbeschwerden wie Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie Burn-out, Diabetes und Herzinfarkt.¹ Entspannung ist deshalb eine der wichtigsten Wirkungen des Yoga. Dass die verschiedenen Übungen bei der Stressbewältigung so effektiv sind, hängt mit unserem vegetativen Nervensystem zusammen, das viele Prozesse im Körper steuert und nicht unserer bewussten Kontrolle unterliegt. Es gliedert sich in zwei Teile: Der Sympathikus sorgt für Anspannung, der Parasympathikus für Entspannung. Wenn wir gestresst sind, wird der Sympathikus aktiviert, was zu Symptomen wie Schweißausbrüchen oder Herzrasen führen kann. Yoga wiederum stimuliert den Parasympathikus und bringt so das vegetative Nervensystem mithilfe bewusst ausgeführter Asanas, Atemübungen und Meditation wieder in Balance. Inzwischen belegen Studien unter anderem, dass Yoga-Übungen und Meditation bei Typ-2-Diabetes den Blutzuckerspiegel senken können und dass insbesondere Atem- und Meditationstechniken einen positiven Effekt bei der Behandlung von Bluthochdruck haben.²

Yoga gegen Schmerzen

Die meisten von uns sitzen im Arbeitsalltag zu viel und bewegen sich zu wenig – das führt häufig zu Spannungskopfschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenproblemen. Yoga kann dazu beitragen, Fehlhaltungen aus dem Alltag wieder auszugleichen. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule wird gefördert, Verspannungen und Blockaden werden gelöst. Die Gelenke, Bänder und Muskeln werden durch regelmäßige Dehnung stärker und flexibler. Langfristig sorgt Yoga so für eine gesündere Körperhaltung und führt dadurch zu weniger Schmerzen. Studien zeigen unter anderem, dass Yoga Nackenschmerzen erheblich mildern kann.3 Auch bei Kopfschmerzen und Migräne wurde die Wirkung von Yoga bereits nachgewiesen.4 Wichtig zu beachten ist jedoch: Bei akuten Erkrankungen wie einem Bandscheibenvorfall ist sportliche Betätigung erst mal tabu – dazu gehört auch Yoga. Deshalb sollte man keinesfalls versuchen, Beschwerden auf eigene Faust mit Yoga zu heilen, sondern zunächst einen Arzt konsultieren.

Yoga zur Unterstützung bei Krebsbehandlungen

Insbesondere bei einer Chemotherapie haben sich Entspannungsübungen bewährt, um Nebenwirkungen zu vermindern.

Bei einer so schweren Krankheit wie Krebs kann Yoga nicht zur Heilung selbst beitragen und ersetzt auf keinen Fall eine konventionelle Krebstherapie – dennoch können verschiedene Übungen Patienten während der Behandlung unterstützen. Insbesondere bei einer Chemotherapie haben sich Entspannungsübungen bewährt, um Nebenwirkungen wie Übelkeit, Angst und anhaltende Erschöpfungszustände (Fatigue) zu vermindern.5 Viele Ärzte und Psychotherapeuten arbeiten bei der Betreuung von Krebspatienten mit meditativen Visualisierungsübungen. Auch nach einer erfolgreich überstandenen Behandlung kann Yoga unterstützend genutzt werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Auswirkungen der Operation wie schmerzendes Narbengewebe oder Bewegungseinschränkungen können durch gezielte Asanas verbessert werden. Spezielle Atemübungen können dabei helfen, wieder Kraft und Zuversicht zu tanken.

Kostenlose Gesundheitskurse: Yoga, Meditation und Achtsamkeit erlernen

Wer Yoga üben möchte, sollte sich zunächst bei der korrekten Ausführung der Übungen unterstützen lassen. Die BKK Mobil Oil bezuschusst zahlreiche Gesundheitskurse im Bereich Entspannung und Stressmanagement, darunter auch Yoga und Meditation. Suchen Sie sich einfach aus unserer Datenbank einen zertifizierten Kurs in Ihrer Nähe heraus – wir erstatten unseren Versicherten die komplette Kursgebühr, sofern 80 % des Kurses absolviert werden und das Kontingent für Gesundheitskurse von maximal 200,00 Euro pro Jahr noch nicht anderweitig verwendet wurde.

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Buch- und Webtipp: „Yoga sei Dank“

Die ganzheitlich arbeitende Zahnärztin und Ayurvedaexpertin Dr. Annette Jasper ist seit über 20 Jahren in ihrer eigenen Praxis in München tätig. Sie praktiziert seit vielen Jahren Yoga, sah es früher allerdings eher als sportliche Betätigung an. Seit ihrer schweren Krebserkrankung weiß sie, dass Yoga auch im Kopf einiges ändert. Im Laufe der Therapie stellte sie fest, wie sehr ihr Yoga dabei half, mit ihrer Krankheit fertigzuwerden. Sie lernte viele weitere Menschen kennen, die mit Yoga eine Lebenskrise überwunden haben, sammelte deren Geschichten und veröffentlichte sie in ihrem Buch „Yoga sei Dank“. Auf der gleichnamigen Website teilt sie darüber hinaus Inspirationen und beschreibt Yoga-Übungen, die in verschiedenen Lebenssituationen hilfreich sein können.

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