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Gesundheit 04/2019
Frau pflegt ihre Haut im Winter Aktuelle Ausgabe
© PeopleImages / Getty Images

Hautpflege im Winter: Die besten Tipps gegen trockene Haut

Im Winter ist die Haut bei vielen Menschen besonders trocken. Warum setzt die kalte Jahreszeit unserer schützenden Hülle so zu – und worauf sollten wir bei der Pflege von Gesicht, Lippen und Köper jetzt besonders achten?

Für die Haut bringt der Winter gleich mehrere Herausforderungen mit sich. So sorgt Kälte dafür, dass unsere Talgdrüsen ihre Produktion verlangsamen. Die Folge: Die natürliche Hautschutzbarriere wird brüchig, es kann vermehrt Feuchtigkeit entweichen – die Haut wird trocken und spannt. Hinzu kommt, dass sich bei niedrigen Temperaturen die Blutgefäße zusammenziehen, um den Körper länger warm zu halten. Das führt dazu, dass die Haut weniger mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Nun könnte man denken, dass die Wärme in beheizten Räumen für Besserung sorgt, doch das Gegenteil ist der Fall: Da die Heizungsluft sehr trocken ist, versucht der Körper hier, die fehlende Luftfeuchtigkeit auszugleichen, indem er Feuchtigkeit von innen an die Hautoberfläche transportiert. Diese verdunstet dort aber wieder und trocknet die Haut weiter aus. Kein Wunder, dass der permanente Wechsel zwischen den Temperaturen draußen und drinnen die Haut zusätzlich strapaziert. Früher oder später wird sie spröde und rissig, spannt und juckt – es sei denn, wir ergreifen ein paar einfache, aber effektive Gegenmaßnahmen.

Gesicht: Die Nacht zum Tag machen

Wer jetzt Tagescreme und Nachtcreme tauscht, tut schon viel für die Haut.

Ebenso wie im Sommer sollte die Pflege auch im Winter vor allem zum individuellen Hauttyp passen. Generell kann man aber sagen, dass die Haut an kalten Tagen mehr Fett und Feuchtigkeit benötigt, während wir im Sommer meist mit einer leichteren Pflege auskommen. Wer jetzt einfach Tagescreme und Nachtcreme tauscht, tut schon viel für die Haut. Denn: Nachtcremes sind in der Regel reichhaltiger als die leichten Tagescremes, die sich wiederum im Winter gut für die Nacht eignen – zumindest, sofern sie keinen UV-Filter enthalten.

Wer sich für die kalten Monate eine neue Tagescreme zulegen möchte, sollte zu einem Produkt auf „Wasser in Öl“-Basis greifen. Diese Emulsionen enthalten mehr Fett als Wasser. Das ist wichtig, da das Wasser bei niedrigen Temperaturen auf der Haut frieren und dies zu Kälteschäden führen kann. Aber: Die Haut braucht nicht ausschließlich Fett, sondern auch Feuchtigkeit. Bewährt hat sich der Wirkstoff Urea – synthetisch hergestellter Harnstoff, der die Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht bindet und ihr hilft, den Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren. Ein No-go bei der winterlichen Pflege ist der Inhaltsstoff Alkohol, denn er trocknet die Haut weiter aus.

Besonders zart ist die Haut an den Lippen – um sie zu schützen und zu pflegen, sollte man im Winter morgens und abends eine Lippenpflege mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Kakaobutter, Sheabutter, Kokosöl oder Jojobaöl verwenden. Die Lippen mit der Zunge zu befeuchten ist keine gute Idee, da die Haut dadurch langfristig nur noch trockener wird.

Körper: Beim Duschen mag’s die Haut jetzt kühler

So verlockend es ist, wenn man durchgefroren nach Hause kommt: Duschen oder Baden sollte man im Winter nicht allzu lange und am besten nur warm statt heiß, da Wasser über 35 °C der Haut natürliche Fette entzieht. Statt sich danach mit dem Handtuch abzurubbeln, ist jetzt sanftes Trockentupfen ratsamer. Die Haut ist noch leicht feucht? Umso besser, denn feuchte Haut nimmt die anschließende Pflege besser auf. Auch bei der Wahl der Bodylotion empfehlen sich Produkte mit einem hohen Anteil an Feuchtigkeitsbindern wie Urea. Eine Extraportion sollten wir den Schienbeinen gönnen, denn hier sitzen kaum Talgdrüsen, was sich bei vielen mit juckender und schuppender Haut bemerkbar macht.

Hand und Fuß: Wo „mehr“ tatsächlich „mehr“ ist

Hände und Füße brauchen jetzt eine besonders liebevolle Behandlung.

Die Hände sind im Winter ebenfalls dem ständigen Wechsel von kalter Außenluft und trockener Heizungsluft ausgesetzt, sodass viele Menschen mit spröden, rissigen Händen zu kämpfen haben. Hinzu kommt: Wir waschen uns jetzt noch häufiger und sorgfältiger als sonst die Hände, um das Erkältungsrisiko zu senken – und das ist auch ratsam, selbst wenn wir damit zugleich wertvolles Fett wegspülen. Deshalb gilt die Devise: Nach jedem Händewaschen und Abtrocknen eine pflegende Handcreme gut einmassieren. Angst vor „Fettfingern“ braucht trotzdem niemand zu haben, denn inzwischen gibt es reichhaltige Produkte, die in Sekundenschnelle einziehen.

Und auch unsere Füße brauchen jetzt eine besonders liebevolle Behandlung. Spezielle Fußcremes unterstützen die natürliche Talgproduktion und legen sich wie ein Schutzfilm um die Füße. Am besten lässt man die Pflege über Nacht einwirken: Einfach die Füße großzügig eincremen und dann in dicke Socken stecken – dank der Wärme kann die Haut die Feuchtigkeit noch besser aufnehmen.

Gutes Raumklima: Hautpflege ganz ohne Eincremen

Auch jenseits der Gesichts- und Körperpflege können wir im Winter einiges für unsere Haut tun – zum Beispiel, indem wir dafür sorgen, dass die Heizungsluft nicht mehr ganz so trocken ist. Als optimal gilt eine Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 60 %. Um dies zu erreichen, gibt es spezielle Luftbefeuchter – man kann aber auch einfach eine Schale mit Wasser auf den Heizkörper stellen. Pflanzen geben ebenfalls Feuchtigkeit an die Umwelt ab und fungieren so als natürliche Luftbefeuchter. Besonders gut eignen sich Zimmerpflanzen mit großen Blättern, die viel verdunsten. Allgemein gilt: je mehr Pflanzen, desto größer der Effekt.

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