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Ausgabe 04/2018
Gesundheit 04/2018
Frau mit Burn-out sitzt erschoepft am Schreibtsich Aktuelle Ausgabe
© Poike / Getty Images

Mit Stress umgehen lernen dank Selfapy – ein Erfahrungsbericht

Wird die Arbeit zu viel und der Druck zu groß, droht ein Burnout. Helfen kann eine Psychotherapie, doch die Warteliste ist oft lang. Schnelle Hilfe bietet die psychologische Online-Beratung von Selfapy. Eine Nutzerin schildert ihre Erfahrungen.

Zu viel Stress kann krank machen und langfristig in ein Burnout führen. Allein finden Betroffene oft keinen Ausweg aus ihrer belastenden Situation, doch wer sich zu einer Therapie entschließt, muss häufig monatelang auf einen freien Platz warten. Viele fühlen sich in dieser schweren Situation alleingelassen. Das E-Health-Start-up Selfapy möchte das ändern und bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen mit einem zwölfwöchigen Online-Stresspräventionskurs professionelle Hilfe – ganz ohne Wartezeit. Die 37-jährige Simone T. aus Bremen hat das Programm getestet und uns ihre Erfahrungen geschildert.

Mein Alltag vor Selfapy: Meine Energie reicht nicht mehr

Wenn ich meinen Alltag vor Selfapy beschreiben müsste, sähe dieser in etwa so aus:

Morgens um 6:00: Mein Wecker klingelt und ich quäle mich aus dem Bett. Meine Kopfschmerzen vom Vortag sind noch immer da. Das Gedankenkarussell, mit dem ich eingeschlafen bin, beginnt von vorn.

Morgens um 6:05: Ich springe unter die Dusche, schlüpfe schnell in die Klamotten, putze meine Zähne, habe schon die Schuhe an und nehme auf der Türschwelle noch einen kalten Schluck Kaffee – der steht hier noch von gestern. Zeit für Frühstück hab ich nicht. Ich muss zur Arbeit.

Morgens um 6:49: Es ist still im Büro, die Monitore der Kollegen befinden sich wie dieselbigen noch im Tiefschlaf. Die perfekte Zeit, um endlich ein paar Aufträge abzuarbeiten, die sich schon seit Wochen auf meinem Schreibtisch stapeln. Ich komme schon lange nicht mehr hinterher. Neue Aufgaben bleiben liegen, deswegen die Nachtschichten im Büro. Und so geht es Tag für Tag.

Die Erkenntnis: So kann es nicht weitergehen

Eines Tages konnte ich nicht mehr und blieb morgens im Bett liegen.

Simone T.

Wenn ich zurückblicke, dann kann ich nicht glauben, dass das wirklich mal ich war. Zum Glück machte mich mein Bruder damals auf den Selfapy-Stresspräventionskurs aufmerksam, denn eines Tages konnte ich nicht mehr: Ich blieb morgens im Bett liegen, weil ich das Gefühl hatte, mein Kopf würde explodieren. Als ich versuchte aufzustehen, wurde mir schwindelig und ich sah nur verschwommen. Alles, was mir durch den Kopf ging, war die Arbeit: Dass niemand meine Arbeit erledigen könnte, meine E-Mails ungelesen bleiben und meine Kollegen mich für unfähig halten würden. Mein Hausarzt versicherte mir, dass ich körperlich völlig fit wäre – nur den Stress, den müsste ich mit professioneller Hilfe unter Kontrolle bekommen. Schnell wurde mir klar, dass ich bis zu einem halben Jahr auf einen Psychotherapieplatz warten müsste. Anscheinend war ich nicht die Einzige, die professionelle Hilfe benötigte, um mit dem Stress umzugehen. Ich brauchte also eine schnelle und wirksame Alternative. Da erzählte mir mein Bruder von Selfapy.

Mein Entschluss: Die Batterie aufladen mit Selfapy

Was genau es mit einer „psychologischen Online-Beratung“ auf sich hat, war mir zunächst nicht klar. Allerdings wusste ich von Freunden, dass diese Art der Psychotherapie beispielsweise in den USA gang und gäbe ist. Ich informierte mich und fand heraus, dass Online-Prävention so wirksam sein kann wie klassische Psychotherapie. Also gab ich Selfapy eine Chance. In einem Erstgespräch mit einem Psychologen bei Selfapy erfuhr ich mehr über die verschiedenen Kurse und ließ mich beraten, welcher am besten für mich passen würde, da ich mir nicht sicher war, ob ich nicht doch unter einer Depression oder Angstzuständen litt. Im Anschluss entschied ich mich für den psychologisch begleiteten Kurs, denn ich dachte, dass ein Telefongespräch mit einem Psychologen einmal wöchentlich nicht schaden könnte.

Der Prozess: Woche für Woche einen Schritt weiter

Mit Unterstützung der Selfapy-Psychologin gelang es mir, die schwere Zeit durchzustehen.

Simone T.

Der Start des Stresspräventionskurses fiel mir nicht leicht. Ich war etwas skeptisch – und da ich sowieso Schwierigkeiten mit der Konzentration hatte, konnte ich mich nur schwer in die Module einfinden. Meine Zweifel verschwanden aber schon im ersten Gespräch mit meiner Selfapy-Psychologin Pauline. Ich fühlte mich sehr gut bei ihr aufgehoben. Sie verstand meine Sorgen und Probleme und mit ihrer Unterstützung gelang es mir, die schwere Zeit durchzustehen. Die Wochenmodule des Selfapy-Kurses gaben mir neben Struktur im Alltag auch Einsicht in meine psychischen Probleme. So wurde ich nicht nur aufgeklärt, sondern bekam einen Leitfaden, mit dem ich ganz spezifisch an meinen Problemen arbeiten konnte. Jede Woche gibt es dafür neue Aufgaben und ein Arbeitsblatt, das man jederzeit bearbeiten kann. Natürlich gab es auch Wochen, in denen ich den Kurs etwas schleifen ließ, doch die Telefonate mit Pauline motivierten mich immer wieder, an mir selbst zu arbeiten.

Mein Fazit: Es lohnt sich, Veränderungen anzugehen

Der Abschluss des zwölfwöchigen Selfapy-Kurses fiel mir nicht leicht. Da mir der Kurs sehr viel Kraft und eine Tagesstruktur gab, hatte ich ein wenig Angst, dass ich in mein altes Muster verfallen würde. Allerdings war ich durch Übungen und das Bilden von Gewohnheiten gut auf die Zeit danach vorbereitet. Dennoch fehlten mir die Telefongespräche mit Pauline und die Wochenaufgaben am Anfang sehr.

Und heute? Ich kann mit voller Überzeugung sagen, dass ich mehr Ruhe und Gelassenheit entwickelt habe. Diese Ruhe werde ich in Zukunft beibehalten, auch wenn wieder stressige Zeiten kommen. Meine negativen Gedanken kreisen nicht wie früher im Kopf, sondern ich habe gelernt, das Gedankenkarussell zu stoppen. Ich kann wieder mit Freunden unterwegs sein, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, dass ich eigentlich noch Arbeit zu erledigen hätte. Dank des Selfapy-Kurses weiß ich, woran ich arbeiten muss – und dass es sich lohnt, diese Veränderungen anzugehen. Ich nehme Stress jetzt anders wahr und habe gute Strategien, mit ihm umzugehen. Früher habe ich mich vor lauter Arbeit selbst vergessen – bis zum absoluten Ausbrennen. Heute mache ich meinen Job zwar noch immer gern, aber ich habe eine gute Balance zwischen Privatleben und Arbeit gefunden. Meine Freunde sehen mich nun öfter, ich bin offener geworden für die schönen Dinge im Leben und habe endlich wieder alte Hobbys aufgenommen. Der Selfapy-Kurs hat mir gezeigt, dass es immer eine Lösung gibt – man muss nur daran arbeiten.

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Online-Präventionskurs zur Stressbewältigung

Sie fühlen sich gestresst und kraftlos? Selfapy hat einen zwölfwöchigen Kurs zur Stressprävention entwickelt, der Ihnen hilft, mehr Ruhe im Leben und eine bessere Work-Life-Balance zu finden. Die Kosten hierfür werden zu 100 % von der BKK Mobil Oil übernommen. Auch für die wöchentlichen psychologischen Gespräche per Telefon brauchen Sie nichts zu bezahlen. Informieren Sie sich über den Kurs in einem kostenlosen Erstgespräch oder auf der Website von Selfapy.

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