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Work & Life 04/2018
Frau faltet dankbar die Haende vor dem Gesicht Aktuelle Ausgabe
© ozgurdonmaz / Getty Images

Dankbarkeit lernen – glücklicher leben

Weihnachten ist die Zeit der Dankbarkeit – doch kaum ist das Fest vorbei, bestimmen wieder alltägliche Sorgen unser Leben. Dabei wirkt es sich positiv auf Wohlbefinden und Gesundheit aus, öfter mal dankbar zu sein. Das Gute ist: Man kann es lernen.

Zeit mit seinen Liebsten verbringen, den geschmückten Tannenbaum bestaunen und gutes Essen genießen: Weihnachten verspüren wir oft ein besonderes Gefühl von Dankbarkeit. Meist verfliegt es jedoch ebenso schnell, wie es gekommen ist – bei einigen noch während der Feiertage, bei anderen kurz darauf bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Das ist schade, denn Dankbarkeit ist ein wesentlicher Schlüssel zu einem gesunden und erfüllten Leben.

Dankbarkeit als Gesundmacher

Dass Dankbarkeit zu mehr Glück führt, ist sogar wissenschaftlich erwiesen.

Wer dankbar ist, nimmt ganz bewusst wahr, dass ihm jemand oder etwas ein positives Gefühl geschenkt hat – zum Beispiel, wenn der Kollege einem bei einer schwierigen Aufgabe hilft oder die Sonne scheint, obwohl Regen vorhergesagt war. Dass Dankbarkeit zu mehr Glück führt, ist sogar wissenschaftlich erwiesen: Die Forschung hat gezeigt, dass dankbare Menschen glücklicher, optimistischer, belastbarer und gesünder sind als andere. Studien konnten unter anderem belegen, dass Dankbarkeit resistenter gegen Stress macht, bei Schlafstörungen hilft, vor Depressionen, Angststörungen sowie Suchterkrankungen schützt und bei Patienten mit Herzinsuffizienz sogar das Risiko eines Herzinfarkts verringern kann.¹

Bewusst den Fokus verändern

Dass wir uns trotz dieser positiven Effekte oft schwer damit tun, dankbar zu sein, liegt vor allem an unserer angeborenen Negativitätstendenz. Sie sorgt dafür, dass wir Gefahren und Mängel stärker wahrnehmen als Positives. Unseren Vorfahren hat dieser Mechanismus geholfen zu überleben. In unserem heutigen Leben hat er an Bedeutung verloren – und ist doch noch immer tief in uns verankert. Aber: Wir können diese Wahrnehmung ändern, indem wir unseren Fokus neu ausrichten. Senden wir unserem Gehirn immer wieder das Signal „Suche nach Dingen, die bereits da sind und die gut laufen“, bilden sich neue Verknüpfungen und wir nehmen positive Aspekte irgendwann ganz automatisch stärker wahr als zuvor.

Fünf Übungen für mehr Dankbarkeit im Leben

Dankbarkeit kann man also ähnlich trainieren wie einen Muskel. Das bedeutet auch: Ebenso wie beim Sport darf man nicht erwarten, dass dieser Muskel von heute auf morgen wächst, sondern muss ihm Zeit geben. Folgende Übungen helfen dabei, häufiger dankbar zu sein.

  1. Ein Dankbarkeitstagebuch führen
    Als besonders wirksam hat es sich erwiesen, vor dem Schlafengehen den Tag Revue passieren zu lassen und in einem Notizbuch aufzuschreiben, wofür man dankbar war. Das können kleine Dinge wie erholsamer Schlaf oder ein guter Kaffee sein, aber auch besondere wie ein tolles Konzert. Um den Fokus nachhaltig zu verändern, ist es wichtig, diese Übung jeden Abend zu machen – auch an Tagen, an denen so gar nichts nach Plan gelaufen ist.
  2. Erbsen zählen
    Die eben beschriebene Übung lässt sich abwandeln, indem man jeden Morgen eine Handvoll Erbsen in die rechte Hosentasche steckt und im Tagesverlauf in jedem Moment, der einem wertvoll erscheint, eine Erbse aus der rechten in die linke Tasche wandern lässt. Abends holt man sie heraus und erinnert sich Erbse für Erbse daran, warum sie die Tasche gewechselt haben. Auch diese Übung sollte man konsequent ein paar Wochen hintereinander durchführen.
  3. Die Perspektive wechseln
    Manchmal hadern wir mit Kleinigkeiten wie dem Regen, der uns die Laufrunde vermiest, oder dem Smartphone-Akku, der viel zu schnell schlappmacht. An solchen Tagen kann es helfen, sich zu fragen: Was ist gerade mein größtes Problem? Wie schlimm ist es wirklich? Wie viele Menschen auf der Welt würden ohne Zögern ihre Probleme mit meinen tauschen? Diese Übung macht uns ziemlich schnell bewusst, wie gut es uns eigentlich geht.
  4. Den Spieß umdrehen
    Oft malen wir uns aus, wie toll unser Leben wäre, wenn wir eine bestimmte Sache endlich hätten. Bei dieser Übung stellen wir uns stattdessen vor, wie unser Leben aussähe, wenn uns etwas Vorhandenes fehlen würde. Wie wäre es beispielsweise ohne den Partner, einen bestimmten Freund, den Job, die Wohnung oder Trinkwasser aus dem Wasserhahn? Oft erkennen wir den Wert von Personen oder Dingen erst, wenn sie nicht mehr verfügbar sind.
  5. Sich selbst wertschätzen
    Dass unser Körper funktioniert, dass wir bestimmte Fähigkeiten haben und dass wir schon viele tolle Dinge erlebt haben, ist nicht selbstverständlich. Mit einigen Fragen können wir uns das immer wieder bewusst machen: Wofür danke ich meinem Körper? Welche Stärken haben mir schon in schwierigen Momenten geholfen oder schöne Erfahrungen ermöglicht? Für welche Entscheidungen in der Vergangenheit bin ich mir dankbar? Sich hin und wieder einen Moment der Ruhe zu nehmen und die Antworten aufzuschreiben ist wichtig. Denn: Wenn es um Dankbarkeit geht, denken wir oft an andere Menschen und vergessen dabei den Blick in den Spiegel. Warum das fatal sein kann und wie wir den liebevollen und dankbaren Umgang mit uns selbst erlernen können, hat uns die Psychologin Dr. Christine Brähler im Interview in Ausgabe 03/2018  verraten.
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