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Familie 04/2016
Familie beim Fruehstuecksritual
© monkeybusinessimages / Thinkstock

Warum Rituale für Kinder so wichtig sind

Ob das vorweihnachtliche Plätzchenbacken oder das Vorlesen am Abend: Fast jede Familie pflegt liebgewordene Gewohnheiten. Welche Bedeutung haben Rituale in der Erziehung und warum sind sie gerade für Kinder so wichtig?

Vor Feiertagen wie Weihnachten wird besonders deutlich, wie viele Rituale es in unserem Leben gibt: Wir stellen zum Beispiel den Nikolausstiefel vor die Tür, basteln mit der Familie Geschenke oder schmücken zusammen den Tannenbaum. Zu Ostern werden vielleicht Schokoladeneier gesucht oder es gibt einen großen Brunch. Aber nicht nur Feiertage werden in den meisten Familien durch Rituale strukturiert, sondern auch der Alltag. Vor allem wenn Kinder im Haus sind, spielt Gewohntes eine große Rolle.

Gewohntes gibt Kindern Sicherheit und Orientierung

Rituale stärken das Wirgefühl.

Rituale erfüllen im familiären Miteinander gleich mehrere Funktionen. So stärken wiederkehrende gemeinsame Aktivitäten das Wirgefühl. Wenn sich die ganze Familie am Abendbrottisch trifft oder jeden Sonntag zusammen etwas unternimmt, spüren Eltern wie Kindern unmittelbar: Wir gehören zusammen! Rituale machen den familiären Zusammenhalt erlebbar und vermitteln dadurch auch Geborgenheit. Gleichzeitig dokumentieren Rituale eine klare Struktur des familiären Lebens und geben insbesondere Kindern ein Gefühl von Sicherheit. Sie bilden eine feste Basis, auf deren Grundstock sie neue Erfahrungen und Erlebnisse leichter verarbeiten können. Selbst in Krisensituationen – zum Beispiel bei einer Scheidung – können Rituale ihnen helfen, den äußeren Veränderungen etwas Sicheres und Beständiges entgegenzusetzen. Schließlich geben Rituale Kindern auch Orientierung. Wiederkehrende Ereignisse, Feste und Bräuche helfen ihnen, die Welt für sich zu ordnen. Mithilfe von Ritualen entwickeln sie automatisch ein Verständnis für Zeiträume und Jahreszeiten, für Vergangenheit und Zukunft.

Kann man Rituale bewusst einführen?

Einige Rituale waren scheinbar schon immer da und werden einfach fortgeführt, so wie das Tannenbaumschmücken oder Ostereiersuchen. Oft entwickeln sich neue Rituale auch ganz von allein aus dem Familienleben heraus: Jeden Sonntag wird mit Mama und Papa im Bett gekuschelt und vor dem Schlafengehen gibt es ein Glas heiße Milch mit Honig. Aber man kann Rituale auch bewusst schaffen. Dazu sollte man sich Gedanken machen, was wem Spaß macht und klein anfangen. Vielleicht gibt es auch nur Teile der Familie, die zusammen ein Ritual entwickeln. Wichtig ist, dass das Ritual lebendig bleibt und sich den Bedürfnissen anpassen kann – auf keinen Fall sollte es zum Zwang werden. Eine gemeinsame Mahlzeit ist zum Beispiel etwas, das sich besonders gut als gemeinsames Ritual mit Kindern anbietet. Wenn jeder dabei die Gelegenheit hat, von seinem Tag zu berichten, Lustiges zum Besten zu geben, aber auch Sorgen auf den Tisch zu packen, wird mit einem solchen Familienessen ein gemeinsamer Fixpunkt im Trubel des Alltags geschaffen. Und das ist die beste Voraussetzung, um ein neues Ritual ins Leben zu rufen.

Rituale brauchen Veränderung, um zu bestehen

Starre Rituale können auch zur Last für das Zusammenleben werden.

Auch wenn Rituale von Wiederholung und Gewohnheit leben, so sollten sie nicht starr sein. Familien verändern sich und mit ihnen ändern sich die Bedürfnisse der Familienmitglieder. Rituale, die man beibehält, obwohl ein Teil der Familie sie nicht mehr schätzt, können zur Last für das Zusammenleben werden. So lehnen Kinder in der Pubertät fast grundsätzlich genau das heftig ab, was der Familie über viele Jahre lieb und teuer war. Das sollten Eltern weder übel noch persönlich nehmen. Wenn die Kinder älter werden, gilt es deshalb, die Familienrituale den neuen Bedürfnissen anzupassen. Das kann bedeuten, dass es zwar keine Gutenachtgeschichte beim Zubettgehen gibt, dafür aber eine gemeinsame Tasse Tee nach Schulschluss, bei der es Gelegenheit für Gespräche gibt. Ein solches Ritual kann auch für Jugendliche noch durchaus reizvoll sein. Rituale zu pflegen kann aber auch einmal heißen, sie eine Zeit lang ruhen zu lassen. Ihr Ende bedeutet das nämlich noch lange nicht: Spätestens, wenn die ersten Enkel zur Welt kommen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das gemeinsame Keksebacken aus der eigenen Kindheit wieder angesagt.

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