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Ausgabe 04/2016
Young 04/2016
Reiseplanung fuer Schueleraustausch mit Weltkarte
© Fly_dragonfly / Thinkstock

Schüleraustausch: Hallo Welt!

Es gibt viele Gründe für Schüler, sich ein Auslandsjahr zu wünschen – und zahlreiche Wege der Umsetzung. Doch welche Organisation ist die richtige? Und wie hoch sind die Kosten für einen Schüleraustausch? Wir geben Tipps für die Planung.

Ob England, USA oder Australien: viele Jugendliche können es kaum erwarten, den Duft der großen, weiten Welt zu schnuppern. Dazu kommt, dass in zahlreichen Studiengängen und Berufen heute sehr gute Fremdsprachenkenntnisse erwartet werden. Für Schüler, die eine längere Zeit im Ausland verbringen möchten, bietet sich vor allem ein Schüleraustausch an – andere Möglichkeiten wie Au-pair oder Work and Travel richten sich an Ältere, die schon den Schulabschluss in der Tasche haben. Übrigens: Der Begriff Schüleraustausch bedeutet heute nicht mehr, dass ein tatsächlicher Austausch von Gastschülern stattfindet. Er besagt nur, dass man in einer Gastfamilie lebt und auf eine Gastschule geht. Wer ein Auslandsjahr plant, sollte mindestens sechs Monate vorher mit der Planung beginnen. Das gilt vor allem, wenn man ein Stipendium in Anspruch nehmen möchte, da es oft Beantragungsfristen gibt.

Welcher Zeitpunkt eignet sich für ein Auslandsjahr?

Ganz zu Beginn steht in den meisten Familien die Überlegung, in welchem Schuljahr ein Schüleraustausch infrage kommt. In der Regel bietet sich ein Auslandsjahr nach Abschluss der Mittelstufe und vor dem Eintritt in die Oberstufe an. Achtung: Zuallererst sollten die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes studiert werden, da sich die Richtlinien von Land zu Land unterscheiden. Ob man dann tatsächlich für ein Jahr beurlaubt wird, entscheidet die Schule. Bei guten Noten ist das in der Regel kein Problem, dennoch sollte man mit der Schulleitung sprechen und die Optionen abklären, bevor man tiefer in die Gesamtplanung einsteigt.

Schüleraustausch: Wo soll es hingehen?

Austauschschülern steht fast die ganze Welt offen – das bedeutet viel Freiheit, aber auch eine schwere Entscheidung. Wichtig ist es, sich zunächst über seine ganz persönlichen Wünsche, Vorlieben und Ziele klar zu werden. Auf dieser Basis sollte man sich umfassend über die potenziellen Zielländer informieren. Fragen, die man sich stellen sollte, sind zum Beispiel: Welche Sprache möchte ich erlernen oder vertiefen? Will ich weit weg von zu Hause sein oder lieber in der Nähe bleiben? Komme ich mit einer völlig fremden Kultur klar oder wünsche ich mir eine vertraute Lebensweise? Ist so die Vorentscheidung getroffen, kann man je nach Zielland und Austauschorganisation entweder ausschließlich das Land oder einen Schulbezirk im Wunschland oder sogar die Gastschule auswählen.

Welche Organisation ist die richtige für mich?

In Deutschland gibt es etwa 80 verschiedene Austauschorganisationen. Diese übernehmen neben der Auswahl der Gastfamilie und der Betreuung der Schüler viele weitere Aufgaben – von der Beschaffung des Visums über die Versicherung bis zur Buchung der Flüge. Hat man sich für ein Land entschieden, ergibt sich daraus oft eine Vorauswahl, da nicht alle Anbieter alle Länder im Programm haben. Ein weiteres Entscheidungskriterium kann sein, wie lange es die Organisation schon gibt. Von den Anbietern, die jetzt noch im Rennen sind, lässt man sich am besten Vertragsunterlagen zusenden und liest sie sorgfältig durch. Ist der Vertrag mit allen Bedingungen verständlich? Wie reagiert die Organisation bei Nachfragen? Weiterhin sollte man sich genau ansehen, ob die eigenen Ziele mit den Zielen und dem Angebot des Programmanbieters übereinstimmen.

Last, but not least: Was kostet der Spaß?

Klar ist: Ein Auslandsjahr ist kein Schnäppchen. Wie teuer ein Schüleraustausch tatsächlich ist, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel der Entfernung, der Aufenthaltsdauer, der Art des Schüleraustauschs und dem Leistungspaket. Je nach Land beträgt der Programmpreis für ein Schüleraustauschjahr im Schnitt zwischen 5.000,00 Euro und 10.000,00 Euro, bei Privatschulen liegt er noch höher. Hinzu kommen Gebühren, Versicherungen und das Taschengeld. Wer angesichts der Kosten schlucken muss, sollte nicht vergessen, dass auch das Jahr zu Hause nicht kostenlos ist. Außerdem hilft es, die Kosten als Investition zu sehen und sich klar zu machen, dass sie sich über den langen Zeitraum verteilen. Ist das Geld knapp, bieten Stipendien wie die des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestags und des US-Kongresses eine gute Finanzierungsmöglichkeit. Auch verschiedene Unternehmen, Stiftungen und Einzelförderer stellen Stipendien bereit, unter anderem in Kooperation mit den Austauschorganisationen YFU und AFS. Schließlich können Austauschschüler auch durch das Auslands-BAföG gefördert werden.

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Tipp

Weitere Infos rund um das Thema Schüleraustausch gibt es bei der Aktion Bildungsinformation e.V. Entscheidungshilfen und einen umfassenden Überblick über Organisationen, Programme und Stipendien bietet zum Beispiel die Plattform Ausgetauscht.de.

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