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Gesundheit 04/2016
Hand schuetzt Hirn vor Schaganfall
© llhedgehogll / Thinkstock

Schlaganfall: Risikofaktoren aktiv beseitigen

Der Schlaganfall ist nach Krebs- und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Was sind Risikofaktoren, wie erkennt man Symptome? Und vor allem: Wie lässt sich vorbeugen?

Unser Gehirn steuert nahezu alle lebenswichtigen Körperfunktionen: Es ermöglicht das Denken, das emotionale Erleben und viele weitere Abläufe. Bei einem Schlaganfall wird die Durchblutung einzelner Hirnbereiche plötzlich unterbrochen. Ursache hierfür ist meistens ein Gefäßverschluss, seltener eine Blutung im Gehirn. Knapp 270.000 Schlaganfälle ereignen sich jedes Jahr in Deutschland. Bei rund zwei Drittel der Betroffenen zieht ein Schlaganfall Langzeitfolgen nach sich, die ihr Leben teils massiv einschränken. Selbst bei schneller Behandlung können die Hirnnerven irreparabel geschädigt werden. Deswegen ist Prävention so wichtig. Doch was kann man tun, um einem Schlaganfall vorzubeugen?

Ursachen bekämpfen – einen Schlaganfall vermeiden

Bluthochdruck ist mit Abstand der bedeutsamste Risikofaktor für einen Schlaganfall.

Tatsache ist: Es gibt Risikofaktoren für einen Schlaganfall, die man nicht beeinflussen kann – hierzu zählen Alter und Vererbung. Bei zahlreichen weiteren Faktoren kann aber jeder selbst aktiv werden. So zeigte eine große weltweite Studie1 kürzlich, dass Bluthochdruck mit Abstand der bedeutsamste Risikofaktor für einen Schlaganfall ist: Fast die Hälfte aller Schlaganfälle resultiert aus über Jahre zu hohem Blutdruck. An zweiter Stelle folgt Bewegungsmangel. Die Wissenschaftler fanden heraus: Wer vier Stunden in der Woche Sport treibt oder anderweitig körperlich aktiv ist, kann sein Schlaganfallrisiko um bis zu 40 % senken. Auch Übergewicht mit bauchbetontem Fett und ungesunde Ernährung gehören laut der Studie zu den zentralen, vermeidbaren Risikofaktoren. Und nicht zuletzt hilft der Verzicht auf das Rauchen und einen übermäßigen Alkoholkonsum dabei, einen Schlaganfall zu vermeiden. Doch warum erhöhen diese Faktoren eigentlich das Schlaganfallrisiko? Sie alle fördern die sogenannte Arteriosklerose, bei der sich Stoffe wie Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalksalze innen an den Blutgefäßen ablagern, sodass diese sich immer mehr verengen. Kleine Bestandteile aus dem Blut bleiben hängen und verklumpen. Es bilden sich Blutgerinnsel. Wenn diese sich lösen, können sie in kleinere Hirnarterien geschwemmt werden und sie verschließen.

Symptome: So erkennt man einen Schlaganfall

Je nachdem, welche Gehirnareale betroffen sind, können ganz unterschiedliche Symptome auf einen Schlaganfall hindeuten. Häufig kommt es zu einseitigen Lähmungserscheinungen und einem gestörten Berührungsempfinden. Auch unvermittelt auftretende Sehstörungen wie eine Einschränkung des Gesichtsfeldes, Störungen des räumlichen Sehens oder Doppelbilder sind oft Folge eines Schlaganfalls. Weitere Alarmsignale sind Sprach- oder Sprachverständnisstörungen wie das Verdrehen von Silben, das Verwenden von falschen Buchstaben oder eine lallende Sprache. Insbesondere bei Frauen macht sich ein Schlaganfall in vielen Fällen durch ungewöhnlich starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Drehschwindel bemerkbar.

Schnelles Handeln kann Leben retten

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss schnell gehandelt werden, denn nur so können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und Komplikationen gemindert werden. Tritt ein Schlaganfall auf, zählt jede Minute. Wählen Sie sofort den Notruf 112 und melden Sie der Rettungsleitstelle Ihren Verdacht. Im Krankenhaus werden dann entsprechende Untersuchungen vorgenommen.

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Tipp

Umfangreiche Informationen zum Thema Schlaganfall, Notfallwissen und vieles mehr finden Sie unter www.schlaganfall-hilfe.de.

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Sie möchten etwas für Ihre Gesundheit tun und Ihr Schlaganfallrisiko aktiv senken? Die BKK Mobil Oil unterstützt Sie dabei mit zahlreichen Präventionsangeboten in den Bereichen Bewegung, Stressmanagement, Ernährung und Suchtmittelkonsum. In unserer Kursdatenbank haben wir alle Angebote für Sie zusammengestellt. Für Ihre Teilnahme an maximal zwei zertifizierten Kursen je Kalenderjahr erhalten Sie von uns einen Zuschuss von bis zu 200,00 Euro.

(1) Quelle: INTERSTROKE-Studie

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