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Ausgabe 04/2016
Gesundheit 04/2016
Mann bei der Krebsvorsorge beim Arzt
© didesign021 / Thinkstock

Antworten zur Männergesundheit: Aktiv gegen Krebs & Co.

Wenn es um die Gesundheit geht, hat das starke Geschlecht eine echte Schwäche: Noch immer sind Männer Vorsorgemuffel. Dabei ist gerade die Krebsfrüherkennung oft lebenswichtig. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Untersuchungen.

Gleichberechtigung hin oder her: Was die Gesundheit angeht, ist es um die Männer oft schlechter bestellt als um Frauen. Laut Männergesundheitsbericht des Robert Koch-Instituts haben Männer im Schnitt noch immer eine geringere Lebenserwartung als Frauen; es sterben mehr Männer vor Erreichen des 65. Lebensjahres.1 Im Alter von 35 bis 65 Jahren sind insbesondere koronare Herzkrankheiten und Lungenkrebs als Todesursachen bei Männern häufiger. Aber warum erkranken sie überhaupt anders als Frauen? Hier spielen zum Beispiel physiologische Unterschiede, etwa in der Verteilung der Geschlechtshormone, eine Rolle. So genießen Frauen beim Herzinfarkt durch die Produktion von Östrogenen einen gewissen Schutz und erkranken bis zu den Wechseljahren seltener daran als Männer. Weitaus mehr Einfluss auf die statistisch kürzere Lebenszeit von Männern hat jedoch ihr Gesundheitsverhalten: Sie gehen in fast allen Lebensbereichen häufig größere Risiken ein als Frauen (zum Beispiel üben sie risikoreichere Sportarten aus und riskieren mehr im Straßenverkehr), besuchen bei Krankheitssymptomen später den Arzt und nutzen Vorsorge- und Früherkennungsangebote seltener. Was also kann „Mann“ tun, um seine Gesundheit möglichst lange zu erhalten?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen

Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zählen in Deutschland generell zu den häufigsten Todesursachen. Dabei sind deutlich mehr Männer betroffen. Zu den Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen Rauchen, Übergewicht, Diabetes Mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Viele dieser Risikofaktoren finden sich bei Männern häufiger als bei Frauen. Die gute Nachricht ist, dass sich selbst kleine Veränderungen positiv auswirken: Eine Studie am Stockholmer Karolinska-Institut zeigt, dass Männer mit einem gesunden Lebensstil ein um 86 % geringeres Herzinfarktrisiko haben als ungesund Lebende.2 Als gesund gilt eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten sowie wenig tierischen Produkten. Ebenfalls positiv sind 40 Minuten körperliche Alltagsaktivitäten wie Gartenarbeit, Autowaschen oder Staubsaugen pro Tag, eine Stunde Sport in der Woche sowie ein Bauchumfang von höchstens 95 Zentimetern. Die Studie belegt außerdem, dass sich schon geringe Verbesserungen einzelner Faktoren vorteilhaft auf die Gesundheit von Männern auswirken.

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Tipp

Ein gründlicher Check-up beim Arzt gibt Aufschluss darüber, ob die Gesundheitswerte im grünen Bereich sind. Empfohlen wird er ab 35 alle drei Jahre, die Kosten übernimmt Ihre BKK Mobil Oil. Wer mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben oder abnehmen möchte, kann sich im Rahmen verschiedener Gesundheitskurse Unterstützung holen – die BKK Mobil Oil unterstützt ihre Versicherten dabei mit bis zu 200,00 Euro im Jahr.

Krebs früh erkennen und erfolgreich behandeln

Auch an Krebs versterben insgesamt mehr Männer als Frauen. Prostata-, Lungen- und Darmkrebs sind bei ihnen die häufigsten Krebsneuerkrankungen. Früherkennungsuntersuchungen auf Prostatakrebs und Darmkrebs gehören zum Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der Tastuntersuchung der Prostata und der Hoden auf mögliche Anzeichen einer Krebserkrankung sind die Teilnahmeraten der Männer gering, vor allem zu Beginn der Anspruchsberechtigung mit 45 Jahren. Das Angebot zur Früherkennung von Darmkrebs beinhaltet ab 50 Jahren eine Untersuchung des Stuhls und ab 55 Jahren auf Wunsch eine Darmspiegelung. Einen Vorsorgeplaner für Männer mit unseren Angeboten zur Krebsvorsorge für alle Altersstufen finden Sie auf unserer Website. Denn: Je früher Krebs entdeckt und behandelt wird, desto schonender ist die Behandlung und desto größer sind die Heilungschancen. Deswegen kommt den Vorsorgeangeboten eine so hohe Bedeutung zu.

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Tipp

Um die Männergesundheit ab 35 Jahren zu fördern, bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.maennergesundheitsportal.de alle wichtigen Antworten und Informationen zu Bewegung, Stressbewältigung und Alkoholkonsum, einzelnen Erkrankungen und zur Vorsorge.

(1) Quelle: Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes „Gesundheitliche Lage der Männer in Deutschland“
(2) Quelle: Studie mit mehr als 20.000 Männern zwischen 45 und 79 Jahren zur gesundheitlichen Auswirkung von Ernährungsweise, körperlicher Aktivität, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Bauchumfang
 

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