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Gesundheit 03/2019
Junges Paar beim Zaehneputzen
© PeopleImages / Getty Images

Wie beeinflussen die Zähne unsere Gesundheit?

Kopfschmerzen, Tinnitus und sogar Erkrankungen von Organen wie Herz oder Lunge können im Zusammenhang mit Zahnproblemen stehen. Die Zahnärztin Dr. Annette Jasper hat uns erklärt, welchen Einfluss unsere Zähne auf die Gesundheit haben.

Wie unangenehm Zahnschmerzen sind, haben die meisten von uns in ihrem Leben schon mehr als einmal erlebt. Dass Erkrankungen der Zähne jedoch auch zu Beschwerden an ganz anderen Stellen im Körper führen können, ist nur wenigen bekannt. Die ganzheitlich arbeitende Zahnärztin Dr. Annette Jasper beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Auswirkungen von Zahnerkrankungen auf den gesamten Organismus. In ihrem Buch „Verzahnt“ deckt sie erstaunliche Zusammenhänge auf und gibt Tipps, wie sich mit der richtigen Zahnpflege vielen Krankheiten vorbeugen lässt. Im Interview hat sie uns mehr darüber verraten.

Mobil-e: Frau Dr. Jasper, auf welche Weise sind unsere Zähne und unsere Organe miteinander verbunden?

Dr. Annette Jasper: Die Verbindungen existieren auf verschiedenen Ebenen. Eine davon ist die Psyche: Haben wir beispielsweise Stress, den wir bewusst oder unbewusst verarbeiten, knirschen wir häufig mit den Zähnen. In der Folge kommt es oft zu Verspannungen der Kau-, Nacken- und Rückenmuskulatur sowie zu Zahnschmerzen durch Überbeanspruchung.

Aber die Zähne sind auch in unseren Blutkreislauf integriert. Sie haben in ihrem Innern eine Nervhöhle, in der sich Blutgefäße, Nervenbahnen, Bindegewebe und Lymphgefäße befinden. Zusätzlich sind sie in ihrem Knochenfach über Kollagenfasern verankert. Sowohl das Knochenfach als auch das Bindegewebe und das Zahnfleisch sind durchblutet. Bei Karies können Bakterien durch den Zahn hindurch bis zur Nervhöhle und dann in den Blutkreislauf vordringen. Auch bei einer Zahnfleischentzündung ist diese Verbreitung von Bakterien über Zahnfleischtaschen möglich.

Mobil-e: Welche Auswirkungen können solche Zahnerkrankungen dann auf den Organismus haben?

Dr. Annette Jasper: Die Auswirkungen sind enorm! Eine Erkrankung der Zähne kann dafür sorgen, dass sich der gesamte Mensch schlapp fühlt und nicht widerstandsfähig ist. Nehmen wir zum Beispiel einen vereiterten Zahn: Er stellt einen massiven Entzündungsherd dar, mit dem der Körper ununterbrochen beschäftigt ist. Dieser Dauerstress führt dazu, dass der Körper auf andere Probleme schlechter reagieren kann. Ist die Kompensationsfähigkeit des Körpers überschritten, treten Beschwerden in anderen Bereichen des Körpers auf. Eine scheinbar symptomlose Entzündung im Mund kann dann in weit entfernten Regionen Beschwerden auslösen. So wird möglicherweise aus einer unerkannten Entzündung im Zahnnerv eine Blasenentzündung und aus einer Kieferentzündung eine Blutvergiftung. Ebenso können Krankheitsherde im Mund dazu führen, dass eine Ausheilung an anderer Stelle – häufig sind es Gelenke – nicht stattfindet.

Eine Funktionsstörung des Kausystems wiederum kann ursächlich sein für Tinnitus, Kopfschmerzen, Nackenbeschwerden, Rücken- und Darmprobleme sowie eine erhöhte Verletzungsgefahr – und das sind nur einige Beispiele. Ob ein kranker Zahn, ein entzündeter Kieferknochen oder ein betroffenes Zahnbett eine chronische Entzündung hervorruft, ist individuell unterschiedlich. Aber wichtig ist: Es kann sein.

Mobil-e: Haben Sie ein paar Tipps für uns, worauf es bei einer ganzheitlichen Zahnpflege ankommt?

Dr. Annette Jasper: Leider habe ich in meiner Praxis die Erfahrung gemacht, dass sich viele Menschen ihre Zahnprobleme und Zahnempfindlichkeiten regelrecht herbeiputzen, indem sie viel zu scharfe Mittel verwenden. Idealerweise sollten sich sowohl Zahnpasten als auch Mundwasser im basischen oder neutralen Milieu befinden, was bei den gängigen Produkten aus dem Drogeriemarkt jedoch selten der Fall ist. Bei der Wahl der Zahnpflegeprodukte sollte man deshalb darauf achten, dass darin möglichst wenig Chemie enthalten ist – sie sollten frei von Konservierungsstoffen, Tensiden, Schaumbildnern, künstlichen Aromastoffen, Farbstoffen und Abriebmitteln sein. Solche Produkte sind zwar oft etwas teurer als die herkömmlichen Zahnpasten, doch die Zähne werden es einem danken. Unabhängig von den Produkten ist es entscheidend für die Zahngesundheit, die Zahnzwischenräume gründlich mit Zahnseide und Zwischenraumbürstchen zu reinigen. Zahnseide allein reicht nicht aus, denn die Zahnzwischenräume sind nicht geometrisch gerade, sondern gewölbt. Diese Bereiche kann nur eine Bürste erreichen. Und last but not least: Vergessen Sie bei der Mundreinigung nicht Ihre Zunge! Eine gute Möglichkeit der Zungenreinigung und Entgiftung ist das aus dem Ayurveda kommende Ölziehen mit anschließendem Abschaben der Zunge.

Monate der Zahngesundheit: Zahnreinigung zum Vorzugspreis über 2te-ZahnarztMeinung.de

September und Oktober sind die Monate der Zahngesundheit – in dieser Zeit bieten wir unseren Versicherten die Möglichkeit, bei den Zahnärzten unseres Kooperationspartners 2te-ZahnarztMeinung.de eine professionelle Zahnreinigung zum Vorzugspreis von 49,00 Euro in Anspruch zu nehmen. So funktioniert es:

  1. Gehen Sie auf www.2te-ZahnarztMeinung.de und registrieren Sie sich dort.
  2. Wählen Sie den Behandlungswunsch professionelle Zahnreinigung „Monate der Zahngesundheit“.
  3. Suchen Sie sich einen der nun angezeigten Zahnärzte aus.
  4. Kontaktieren Sie den Zahnarzt zur Terminvereinbarung.

Wichtig ist, dass Sie sich im September oder Oktober beim Zahnarzt melden, um Ihren Termin zu vereinbaren. Die professionelle Zahnreinigung selbst kann bis zum Ende des Jahres durchgeführt werden. Übrigens: Ein Partner Ihrer Wahl erhält die professionelle Zahnreinigung ebenfalls zum Vorzugspreis von 49,00 Euro – bei der Terminvergabe muss dieser einfach Ihren Namen, die BKK Mobil Oil und die Sonderaktion „Monate der Zahngesundheit“ nennen.

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