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Service 03/2019
Rosa Schleife für Brustkrebspraevention
© Kritchanut / Getty Images

Brust- und Eierstockkrebs: Erhöhtes Risiko per Gentest frühzeitig erkennen

Fünf bis zehn Fälle von Brust- und Eierstockkrebs sind erblich bedingt. Mit einem Gentest ist es möglich, die Veranlagung frühzeitig festzustellen und mit präventiven Maßnahmen darauf zu reagieren. Wir übernehmen die Kosten für Risikopatientinnen.

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 70.000 Frauen an Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs.¹ Bei beiden Krebsarten gibt es Betroffene, deren Erkrankung aufgrund ihrer genetischen Disposition erblich bedingt ist. Versicherten, bei denen der Verdacht besteht, dass sie ein erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs zu erkranken, bieten wir eine umfassende qualitätsgesicherte Beratung in speziellen bundesweiten Zentren sowie die Teilnahme an einem Gentest an.

Familiärer Krebs kann erblich bedingt sein

Frauen mit einer Genveränderung haben ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs oder Eierstockkrebs zu erkranken.

In einigen Familien häufen sich Erkrankungen an Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs und treten oft auch schon in jungen Jahren auf. Eine solche familiäre Häufung oder ein sehr junges Erkrankungsalter ist bei etwa 30 von 100 aller Menschen, die an Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind, zu beobachten. Wenn in solchen Familien mithilfe spezieller Tests eine genetische Veranlagung zur Erkrankung nachgewiesen wird, spricht man von Hochrisikofamilien mit einer erblichen Belastung für Brustkrebs beziehungsweise Eierstockkrebs. Für diese Personen mit einer Veränderung in den Genen ist das Risiko, im Laufe des Lebens an Brustkrebs oder Eierstockkrebs zu erkranken, im Vergleich zu Personen ohne eine familiäre Belastung erhöht.

Ein Gentest ermöglicht Risikopatientinnen, Vorsorgemaßnahmen zu treffen

Für Frauen, in deren Familie es mehrere Fälle von Brustkrebs und/oder Eierstockkrebs oder auch Fälle einer Erkrankung in sehr jungen Jahren gibt, übernehmen wir seit dem 01.07.2019 die Kosten für eine genetische Beratung und einen molekulargenetischen Test, um mögliche Genveränderungen in den Erbanlagen aufzudecken. Versicherte, die den Verdacht haben, erblich vorbelastet zu sein, können zunächst telefonisch mit einem unserer Vertragspartner klären, ob eine genetische Beratung oder gegebenenfalls sogar eine genetische Diagnostik sinnvoll ist. Im Zuge einer umfangreichen Beratung ermittelt ein Humangenetiker/Gynäkologe das Vorkommen der beiden Krebsarten in der Verwandtschaft über drei Generationen. Vielfach stellt sich bei der Beratung heraus, dass die Sorge um eine besondere erbliche Belastung unbegründet ist. Ergibt sich jedoch ein erhöhtes Risiko, bespricht der beratende Arzt mit der Patientin, ob eine molekulargenetische Untersuchung für sie in Frage kommt, um das persönliche Risiko für das Auftreten von Brust- oder Eierstockkrebs abzuklären. Je nach Risikoprofil und dem Ergebnis der Genanalyse können im Anschluss an den Test engmaschigere Früherkennungsmaßnahmen eingeleitet werden.

So nehmen Sie die Leistung in Anspruch

Nur bei bestimmten Familienkonstellationen wird ein Gentest auf Genveränderungen in den Risikogenen empfohlen. Das Deutsche Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs hat hierfür eine Reihe von Einschlusskriterien festgelegt. Versicherte der BKK Mobil Oil, auf die mindestens eines der Kriterien zutrifft, können sich direkt bei einer der teilnehmenden Kliniken einschreiben. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt direkt zwischen der BKK Mobil Oil und den Kliniken.

Bei folgenden Kliniken, sogenannten FBREK-Zentren (Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs), können Versicherte der BKK Mobil Oil derzeit die Gendiagnostik in Anspruch nehmen:

  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Universitätsklinikum Köln
  • Universitätsklinikum Münster
  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • Universitätsklinikum Würzburg
  • Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • Universitätsklinikum Regensburg
  • Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
  • Klinikum der Universität München
  • Universitätsmedizin Greifswald
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Universitätsklinikum Leipzig
  • Universitätsklinikum Göttingen
  • Universitätsklinikum Erlangen
  • Universitätsklinikum Halle (Saale)
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