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Ausgabe 03/2018
Young 03/2018
Junges zerstrittenes Paar wendet sich voneinander ab
© dobok / Getty Images

Wie macht man am besten Schluss?

Verlassen zu werden ist hart, eine Beziehung zu beenden jedoch auch. Klar ist: Beim Schlussmachen kann man eine Menge falsch, zum Glück auch vieles richtig machen. Mit diesen Tipps gelingt es, sich zu trennen und dennoch fair zu bleiben.

Einen Schlussstrich unter einer Beziehung zu ziehen, ist nie leicht. Wenn man jedoch keine gemeinsame Perspektive mehr sieht oder merkt, dass man den Partner einfach nicht mehr liebt, führt kein Weg daran vorbei, sich zu trennen. Doch wie macht man am besten Schluss, ohne den anderen mehr als nötig zu verletzen? Wir haben einige Tipps zusammengestellt.

Sich „richtig“ trennen – wie geht das?

Eine Beziehung auszusitzen und darauf zu warten, dass sie sich irgendwann von selbst „erledigt“, ist auf die Dauer belastend und dem Partner gegenüber ziemlich gemein. Deshalb sollte man immer möglichst zeitnah und konkret ansprechen, was einen am Verhalten des anderen oder im Miteinander stört. Das erfordert zwar Mut, doch oft lässt sich so noch eine gemeinsame Lösung finden, statt die Partnerschaft zu beenden. Und: Wenn man sich dann doch zur Trennung entschließt, trifft es den anderen zumindest nicht völlig unerwartet. Jeder verdient es dann, diese Entscheidung persönlich zu erfahren. Das Schlussmachen per SMS oder WhatsApp ist kein feiner Zug und verletzt den zukünftigen Expartner zu Recht.

Sechs Tipps für eine faire Trennung

Gründe, warum die Liebe in die Brüche geht, gibt es viele. Und klar ist auch: Ohne dass es wehtut, wird es nicht gehen. Dennoch gibt es einige Regeln, die man beim Schlussmachen beachten kann, um sich selbst und dem Partner gegenüber fair zu bleiben.

  1. Zur richtigen Zeit am rechten Ort
    Am besten trifft man sich für das entscheidende Gespräch an einem neutralen Ort in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig sollte es ruhig sein und nicht zu viele Ohrenzeugen geben, falls es doch lauter wird oder zu Tränen kommt. Eine gute Möglichkeit ist ein Spaziergang im Park – dabei ist man sich nahe, muss sich aber nicht ständig in die Augen sehen. Außerdem bleibt beiden eine Rückzugsmöglichkeit offen.

     
  2. Klartext reden
    Es ist wichtig, dem anderen seine Beweggründe für die Trennung genau zu erklären, damit er sie nachvollziehen kann. Dennoch sollte man versuchen, rasch zum Punkt zu kommen – deshalb hilft es immer, die Argumente vorab im Vorfeld für sich selbst klar zu formulieren, um später vor lauter Nervosität nicht verbal ins Schlingern zu geraten.

     
  3. Bitte freundlich
    Ein Trennungsgespräch ist nicht der richtige Zeitpunkt für Schuldzuweisungen oder Vorwürfe aufgrund von Ereignissen, die lange zurückliegen. Es geht jetzt allein darum, einen sauberen Schlussstrich zu ziehen – und dabei sind Streit und Rache fehl am Platz. Idealerweise behandelt man den anderen so, wie man selbst gern in einer solchen Situation behandelt werden würde.

     
  4. Aussprechen lassen
    Schlussmachen ist kein Monolog – es gehört sich, auch dem anderen die Chance zu geben, seine Sicht der Dinge darzulegen. Erst wenn einen irgendwann das Gefühl beschleicht, dass sich das Gespräch im Kreis dreht, sollte man es freundlich, aber bestimmt beenden und signalisieren, dass der Entschluss steht und es kein Zurück gibt.

     
  5. Abstand bewahren
    Auch wenn es als Trost gemeint ist: Mit Umarmungen und Streicheleinheiten ist niemandem wirklich geholfen. Meist machen den anderen solche Vertraulichkeiten, die schon bald der Vergangenheit angehören, nur noch unglücklicher. Und schlimmstenfalls führen sie zur irrtümlichen Hoffnung, dass die Trennung doch nicht ernsthaft gewollt ist.

     
  6. Kontaktsperre
    Das Trennungsgespräch ist überstanden? Dann bitte erst mal nicht beim anderen anrufen oder ihm Nachrichten schicken – am besten ist es sogar, sich gegenseitig auf Facebook und Instagram von der Freundesliste zu streichen. Das mag radikal klingen, doch so ist es einfacher, die Trennung zu akzeptieren und zu überwinden. Irgendwann ist vielleicht eine Freundschaft möglich – aber für eine Weile braucht man zumeist Abstand voneinander.

Schlussmachen tut immer weh: Hilfsangebote bei Liebeskummer

Ganz gleich, ob man überlegt, sich zu trennen, bereits Schluss gemacht hat oder verlassen wurde: Das Gefühlschaos in Liebesdingen kann einen ganz schön herunterziehen. Wer Hilfe braucht und sie nicht bei Familie und Freunden findet, kann das kostenlose und anonyme Beratungsangebot „Nummer gegen Kummer“ nutzen. Erreichbar ist das Sorgentelefon montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0800 1110333. Außerdem gibt es unter www.nummergegenkummer.de eine kostenlose E-Mail-Beratung.

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