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Ausgabe 03/2018
Service 03/2018
Junge Frau leidet unter starker Regelblutung
© Nattakorn Maneerat / Getty Images

Ursachen für starke Regelblutungen schonend bekämpfen

Starke Menstruationsblutungen bedeuten für die Betroffenen eine große Belastung: Zur körperlichen Schwächung durch den hohen Blutverlust kommen viele Einschränkungen im Alltag. Wir gehen Ursachen und Behandlung auf den Grund.

Viele Frauen leiden unter außergewöhnlich starken oder lang anhaltenden Regelblutungen. Wenn die Blutung länger als sieben Tage andauert und/oder der Blutverlust mehr als 80 Milliliter pro Periode beträgt (der durchschnittliche Blutverlust liegt bei 30 bis 40 Milliliter pro Periode), spricht der Arzt von einer Menorrhagie. Und auch, wenn es sich dabei nicht um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt, können die lang anhaltenden und oft schmerzhaften Menstruationsblutungen großen Einfluss auf das Leben der Betroffenen haben. Starker Blutverlust hat körperliche Folgen wie Müdigkeit und Blutarmut durch Eisenmangel, also geringere Widerstandskräfte. Aber die Auswirkungen auf das seelische Wohlbefinden wiegen oftmals noch stärker: Viele betroffene Frauen sind nicht in der Lage zu arbeiten, müssen Verabredungen und sportliche Aktivitäten absagen und leiden unter der ständigen Angst, dass der Schutz durch Tampons und Binden nicht ausreicht.

Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten starker Menstruationsblutungen

Für die Behandlung ist wichtig, mögliche Ursachen durch den Gynäkologen klären zu lassen.

Unverhältnismäßig lang anhaltende und starke Regelblutungen können vielfältige Ursachen haben. Manche Frauen leiden schon in jungen Jahren darunter, bei anderen beginnen sie erst nach dem 35. Geburtstag – zum Beispiel, nachdem sie die Pille abgesetzt haben. Auch Infektionen, Blutgerinnungsstörungen sowie gutartige Erkrankungen der Gebärmutter wie Myome und Polypen kommen als Auslöser infrage. In seltenen Fällen können auch bösartige Erkrankungen wie zum Beispiel eine Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut der Grund für starke Menstruationsblutungen sein. Nicht allein deswegen ist es so wichtig, mit dem Gynäkologen zu sprechen und die Ursachen zu klären – eine gynäkologische Untersuchung ist auch notwendig, um die passende Behandlungsmethode zu wählen. So können Myome, Polypen oder andere gutartige Gewebewucherungen in der Gebärmutter zum Beispiel durch eine Operation entfernt werden. Viele Frauen probieren es jedoch im ersten Schritt mit Medikamenten, die die Blutungsneigung verringern oder bestimmten Schmerzmitteln, die gleichzeitig die Blutung reduzieren. Eine andere Option ist die Anwendung von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Antibabypille oder der Hormonspirale. Beide schwächen die Regelblutung ab, indem sie das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut hemmen.

NovaSure-Methode: Innovative Behandlungsform als Alternative zur Gebärmutterentfernung

Ist die Familienplanung abgeschlossen, raten Ärzte bei sehr starken Regelblutungen und massiven Beschwerden oftmals zu einer aufwendigen Gebärmutterentfernung. Eine solche Operation ist allerdings mit einem längeren Krankenhausaufenthalt und einer mehrwöchigen Genesungszeit sowie möglichen Spätfolgen wie Beckenbodensenkungen und Inkontinenz verbunden. Manchmal werden zugleich die Eierstöcke entfernt, um das Krebsrisiko zu senken. In diesem Fall kommt die Patientin sofort in die Wechseljahre und sieht sich auch mit den entsprechenden Symptomen konfrontiert. Heute kann vielen betroffenen Frauen mit einer alternativen Behandlungsmethode, der NovaSure-Methode, jedoch deutlich schonender geholfen werden. Bei diesem minimalinvasiven Verfahren wird die Gebärmutterschleimhaut durch Hochfrequenzstrom in wenigen Sekunden verödet. Es handelt sich also um eine Form der Endometriumablation (Endometrium = Gebärmutterschleimhaut und Ablation = Entfernung). Die Vorteile der NovaSure-Methode sind, dass diese nur ein Mal durchgeführt werden muss, sie schnell geht und die Behandlung zu jedem Zeitpunkt während des Menstruationszyklus durchgeführt werden kann. Meistens können die Patientinnen schon am nächsten Tag ihre gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen. Da nur die Gebärmutterschleimhaut und nicht die Gebärmutter entfernt wird, bleibt der Hormonhaushalt intakt. Mehr als 2 Millionen Frauen wurden bereits erfolgreich mit NovaSure behandelt. Eine klinische Studie hat ergeben, dass sich bei rund 9 von 10 Frauen nach der NovaSure-Behandlung die Blutungen während der Menstruation normalisiert oder ganz aufgehört haben.1

Die BKK Mobil Oil übernimmt für ihre Versicherten als Alternative zur Gebärmutterentfernung die Kosten der Behandlung nach der NovaSure-Methode bei teilnehmenden Leistungserbringern – einen entsprechenden Kontakt vermitteln wir Ihnen gern. Bitte beachten Sie, dass sich die Behandlung nur für Frauen ohne Kinderwunsch oder mit abgeschlossener Familienplanung anbietet. Alle Informationen rund um die innovative Methode finden Sie auf unserer Website unter www.bkk-mobil-oil.de/novasure.

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Erst informieren - dann therapieren

Sie überlegen eine Behandlung Ihrer starken Monatsblutungen zu beginnen? Informieren Sie sich genau über die Vor- und Nachteile von Medikamenten und Operationsverfahren und beziehen Sie Ihren Gynäkologen oder Ihre Gynäkologin in Ihre Überlegungen ein. Welche Therapie für Sie infrage kommt, hängt ganz entscheidend auch davon ab, ob Sie sich (noch) ein Kind wünschen. Denn die wirksamsten Behandlungen schränken die Möglichkeit ein, schwanger zu werden – entweder zeitweise wie etwa die Pille oder dauerhaft wie eine Behandlung nach der NovaSure-Methode.

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