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Ausgabe 03/2016
Gesundheit 03/2016
Frau reibt sich die mueden Beine
© nensuria / Thinkstock

Aktiv gegen müde Beine

Viel sitzen, Schlange stehen, ausgiebige Shoppingtouren und Fernreisen: Wir muten unseren Venen eine Menge zu. Da sind schwere, schmerzende Beine keine Seltenheit. Wir verraten, was wir den Venen Gutes tun können.

Nach etlichen Stunden auf dem Bürostuhl oder im Auto fühlen sich die Beine oft an, als wären sie aus Blei. Dieses unangenehme Empfinden wird häufig noch durch angeschwollene Füße, Knöchel und Waden verstärkt und die Schuhe lassen sich nur mit Mühe aus- und anziehen. Aber was sind eigentlich die Ursachen für schwere, schmerzende Beine? Um das zu verstehen, hilft es, sich vor Augen zu führen, welche Schwerstarbeit die Venen in unseren Beinen leisten.

Die Venen brauchen unsere Unterstützung

Jeden Tag fließen 7.000 Liter Blut durch die Venen.

Die zentrale Aufgabe der Venen im Blutkreislauf besteht darin, sauerstoffarmes Blut aus Organen und Extremitäten zum Herzen zurückzutransportieren. Jeden Tag fließen 7.000 Liter Blut durch die Venen – oftmals entgegen der Schwerkraft. Damit das funktioniert, steuern winzige Klappen in den Venen den Blutfluss, die das Blut nur in eine Richtung fließen lassen. Dabei wirken die Muskelbewegungen in Füßen und Beinen unterstützend wie eine Pumpe, die das Blut nach oben befördert. Bewegen wir Füße und Beine hingegen kaum – etwa an einem langen Bürotag oder beim Autofahren –, so kommt es zum Rückstau und zu Ansammlungen von Flüssigkeiten, die den reibungslosen Transport des Blutes unterbrechen. Die Beine fühlen sich dann prall und schwer an, auf Dauer können Besenreiser, Krampfadern und sogar eine Thrombose die Folge sein. Schwaches Bindegewebe, Nikotin und Alkohol verstärken die verminderte Venentätigkeit. Doch Achtung: In einigen Fällen kann auch eine nicht intakte Venenpumpe für geschwollene Beine verantwortlich sein. Sind die Symptome stark ausgeprägt und halten an, sollte man das von einem Arzt ausschließen lassen.

Tipps für leichte Beine

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen wir unsere Venen entlasten und kräftigen können. Einige Kilos zu viel stören nicht nur beim Sport, sondern belasten auch die Gefäße. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten hilft, Übergewicht zu reduzieren. Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und auch zur Behandlung von schweren Beinen ist Sport. Spaziergänge, Wanderungen, Radfahren, Walking und Jogging sind besonders gut geeignet, weil dabei die Wadenmuskelpumpe aktiviert wird. Aber auch ganz nebenbei können wir viel gegen müde Beine tun:

  • Keine Zeit für Sport? Vermeiden Sie einfach im Alltag Rolltreppen und Fahrstühle und nehmen Sie stattdessen die Treppe.
  • Auch Bewegung am Schreibtisch bringt Entlastung: Heben Sie hin und wieder die Beine leicht an und lassen Sie die Füße in beide Richtungen kreisen. Beugen und strecken Sie die Füße mindestens 15-mal.
  • Effektive Übung für die kleine Wartepause am Kopierer: Wippen Sie 20-mal auf die Zehen und rollen Sie zur Ferse wieder ab. Optimal ist es, wenn Sie das einmal pro Stunde machen.
  • Sie haben keinen Anlass, Ihren Bürostuhl zu verlassen?
  • Stehen Sie trotzdem jede Stunde zumindest einmal auf, um ein paar Schritte zu gehen. Vielleicht nutzen Sie Ihren Handywecker als Reminder?
  • Es kostet zwar etwas Überwindung, aber morgens und abends für wenige Minuten die Beine mit kaltem Wasser abzubrausen, regt nicht nur die Venentätigkeit an, es stärkt auch das Immunsystem.
  • Laufen in flachen Schuhen fördert die Muskelpumpe. Ideal ist es, wenn sich die Zehen in den Schuhen krümmen lassen. Gehen Sie so oft wie möglich ohne Schuhe.
  • Legen Sie, wann immer es geht, die Beine hoch – dadurch läuft das angesammelte Wasser im Gewebe einfacher über die Venen und Lymphgefäße ab.

     
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