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Junge Frau denkt über Ihre Plaene nach dem Schulabschluss nach Aktuelle Ausgabe
© gpointstudio / Getty Images

Gap Year: Nach der Schule alle Möglichkeiten abchecken

Sich für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden, fällt vielen Schulabgängern schwer – sie machen deshalb ein Jahr Pause nach dem Abschluss, um sich zu orientieren. Welche Möglichkeiten bietet ein solches Gap Year?

Die Zeit vor dem lang ersehnten Schulabschluss bedeutet für viele Jugendliche gleich doppelt Stress: Einerseits bereitet man sich gerade noch mit Hochdruck auf die Prüfungen vor. Andererseits erwarten die Eltern, dass man schon fixe Pläne für die Zeit danach in der Tasche hat – und man selbst wüsste ja auch ganz gern, wie es weitergeht. Doch während das Lernen zumindest in vorgegebenen Bahnen verläuft, ist die Planung der Zukunft oft ein Feld voller Ungewissheit: Welche Berufe gibt es in meinen Interessengebieten? Welche Ausbildung brauche ich dafür? Oder ist doch ein Studium sinnvoller? Diese Fragen sind schwer zu beantworten. Deshalb kann es sinnvoll sein, nach dem Schulabschluss zunächst ein sogenanntes Gap Year einzulegen und diese Phase zu nutzen, um sich über seine Zukunftspläne klar zu werden.

Ein Lückenjahr, das keine Lücke bildet

In erster Linie ist ein Gap Year dafür gedacht, Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren.

Was genau versteht man eigentlich unter einem Gap Year? Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Begriff Lückenjahr. Er beschreibt die Zeit zwischen zwei wichtigen Lebensabschnitten, zum Beispiel zwischen Schule und Studium oder Schule und Ausbildung. In erster Linie ist ein Gap Year dafür gedacht, Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich zu orientieren. Denn: Viele Schulabgänger fühlen sich noch nicht bereit, eine Entscheidung über ihre Zukunft zu treffen, und brauchen erst einmal Zeit zum Nachdenken und Ausprobieren. Genau diese Chance bietet das Gap Year – und zwar in vielen Varianten. Auch die Erholung vom Lernstress darf dabei natürlich eine Rolle spielen, doch dieser Aspekt sollte nicht überstrapaziert werden. Stattdessen gilt es, die Zeit gezielt zu nutzen, um sich persönlich, fachlich und auch emotional weiterzuentwickeln.

Warum kann ein Gap Year sinnvoll sein?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man sein persönliches Gap Year gestalten kann. Die Planung sollte vor allem davon bestimmt werden, was man sich von dieser Zeit erhofft. Im Vordergrund steht oft der Plan, sich beruflich zu orientieren. Aber ein Gap Year bietet noch mehr Benefits: Wer sich über Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge informiert, vielleicht zum ersten Mal im Leben einen Aushilfsjob übernimmt oder sich ehrenamtlich engagiert, eventuell sogar ins Ausland oder zumindest in eine fremde Stadt geht – der erlangt automatisch mehr Selbstständigkeit, stärkt sein Selbstbewusstsein und knüpft neue Kontakte, aus denen ein wichtiges (internationales) Netzwerk werden kann. Hinzu kommen die fachlichen Kompetenzen, die man quasi im Vorbeigehen entwickelt. Insofern ist es kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen ein Gap Year durchaus als Bereicherung sehen. Wichtig ist nur, dass man später im Lebenslauf genau angibt, was man in dieser Zeit gemacht und gelernt hat – und wie der potenzielle Arbeitgeber davon profitiert.

Rechtzeitige Planung hilft bei der Finanzierung

Nur wenige können die Kosten für ein Gap Year alleine tragen.

Neben den Wünschen und Zielen sollte auch die Frage der Finanzierung möglichst früh bedacht werden. Am besten ist es, sich zunächst einen Überblick über den finanziellen Bedarf während des Gap Year zu verschaffen. Wer in eine andere Stadt geht, muss Kosten für die Miete und Verpflegung einplanen, bei einem Auslandsaufenthalt kommen Flüge und eine Auslandskrankenversicherung hinzu. Während eines Freiwilligendienstes oder eines Au-pair-Aufenthalts bekommt man zumindest ein kleines Taschengeld sowie Kost und Logis umsonst. Dennoch gilt: Nur wenige können die Kosten für ein Gap Year alleine tragen. Möchte man den Eltern nicht länger auf der Tasche liegen, kann man verschiedene Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. Wer für ein Orientierungsstudium zum Beispiel in eine eigene Wohnung ziehen muss, kann sich um ein Stipendium bewerben. Bei einem Freiwilligendienst im Ausland kann man auf Programme wie „weltwärts" zurückgreifen. So oder so ist es sinnvoll, rechtzeitig auf das Gap Year zu sparen und jede Gelegenheit zu nutzen, sich durch Ferien- oder Schülerjobs einen finanziellen Puffer zu schaffen.

Ein Gap Year – viele Möglichkeiten

Wer nach dem Schulabschluss erst mal ein Jahr Pause machen möchte, um neue Erfahrungen zu sammeln, hat bei der Gestaltung die Qual der Wahl. Wir haben einige Vorschläge zusammengestellt.

 

Beratung und Information rund um das Gap Year

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit hilft Schülern bei Fragen zu Berufswahl, Ausbildung und Studium. Außerdem kann man hier einen Orientierungstest machen. Einen guten Überblick über die Möglichkeiten nach dem Schulabschluss geben auch spezielle Infoveranstaltungen und Messen. Hier bekommt man die Infos direkt aus erster Hand und kann schon Kontakte zu eventuellen Arbeitgebern knüpfen. Einen Überblick über aktuelle Termine gibt es zum Beispiel auf der Website von Messen.de.

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