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Gesundheit 02/2019
Mann lässt sich vom Arzt zur Darmkrebsvorsorge beraten
© wutwhanfoto /Getty Images

Darmkrebsvorsorge: Früherkennung kann Leben retten

Darmkrebs ist die zweithäufigste Todesursache durch Krebs – und das, obwohl die Überlebensrate extrem hoch ist. Um den Krebs erfolgreich zu behandeln, muss man ihn jedoch früh erkennen. Deshalb startet jetzt ein neues Programm zur Vorsorge.

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 60.000 Menschen an Darmkrebs, ungefähr 30.000 sterben an dieser Krankheit. Dabei gilt Darmkrebs nicht nur als sehr gut heilbar, sondern auch als vermeidbar – allerdings nur, wenn man seine Vorstufen früh erkennt und rechtzeitig entfernt. Diese Vorstufen, die sogenannten Darmpolypen, sind nämlich lange gutartig, bevor sie zu Krebs entarten. Experten gehen davon aus, dass dieser Prozess rund zehn Jahre dauert – viel Zeit, um die Krebserkrankung zu verhindern. Die Früherkennung ist deshalb eine der wichtigsten Waffen gegen den Krebs.

Symptome treten erst spät auf: Darum ist Vorsorge so wichtig

Versicherte ab 50 Jahren können kostenlos an der Darmkrebs-Früherkennung teilnehmen.

Darmkrebs wird auch als eine „stille“ Krankheit bezeichnet, denn in den meisten Fällen gibt es keine Warnzeichen. Das ist besonders fatal, weil viele Menschen nur deshalb nicht zur Vorsorge gehen, weil sie keine Beschwerden haben. Es gibt aber auch andere Gründe: Manche fürchten, die Untersuchung sei aufwendig und unangenehm, sodass sie sie immer wieder verschieben. Und leider sind die Themen Darm und Verdauung trotz Bestsellern wie „Darm mit Charme“ für viele noch immer mit Scham behaftet. Dabei ist es so wichtig, dieses komplexe Organ nicht zu ignorieren, denn je früher Darmkrebs entdeckt und behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Aus diesem Grund bietet die BKK Mobil Oil allen Versicherten ab 50 Jahren die kostenlose Möglichkeit, an der Darmkrebs-Früherkennung teilzunehmen. Es gibt zwei Untersuchungen:

  • Stuhltest
    Männer und Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren können jährlich einen Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl durchführen lassen, nach dem 55. Geburtstag alle zwei Jahre. Blut im Stuhl kann auf Darmpolypen oder Krebs hinweisen, es gibt aber auch andere Ursachen. Wer einen Stuhltest machen möchte, vereinbart am besten einen Termin beim Arzt, um das Vorgehen und offene Fragen zu besprechen. Der Stuhltest kann in der Regel von Fachärzten für Allgemeinmedizin, für innere Medizin, für Urologie und für Gynäkologie ausgegeben werden. Den Test nimmt man mit nach Hause und gibt die Probe wieder in der Arztpraxis ab, von wo aus sie zur Auswertung an ein Labor gesendet wird. Falls Blutspuren gefunden werden, meldet sich die Arztpraxis und es besteht ein Anspruch auf Abklärung durch eine Darmspiegelung. Der Nachteil des Stuhltests: Nicht jeder Darmkrebs oder Polyp hinterlässt Blutspuren im Stuhl, sodass ein einzelner Stuhltest etwa 30 % der Tumore und viele Polypen unerkannt lässt. Deshalb eignet sich der Stuhltest nicht dazu, Darmkrebs oder Polypen sicher festzustellen.
     
  • Darmspiegelung
    Männer haben seit April dieses Jahres ab dem Alter von 50 Jahren einen Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie), Frauen ab 55 Jahren. Das unterschiedliche Alter liegt daran, dass Männer ein höheres Risiko als Frauen haben, an Darmkrebs zu erkranken. Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Dabei wird der gesamte Dickdarm mit einem Koloskop untersucht. Da zuvor ein Beruhigungsmittel verabreicht wird, verläuft eine Darmspiegelung völlig stress- und schmerzfrei. Während einer Darmspiegelung erkennt der Arzt Krebsvorstufen oder Polypen und entfernt diese, bevor der Krebs überhaupt entsteht. Bei unauffälligem Befund besteht Anspruch auf eine erneute Koloskopie nach zehn Jahren. Für Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko liegen abweichende Empfehlungen vor. Darmspiegelungen dürfen nur durch hierfür ausgebildete Ärzte durchgeführt werden. In der Regel handelt es sich dabei um Fachärzte für innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie.

Risikofaktoren: Darmkrebs mit einem gesunden Lebensstil vorbeugen

Auch wenn man nicht mit Sicherheit dafür sorgen kann, niemals an Darmkrebs zu erkranken, lässt sich einiges tun, um das Risiko einer Erkrankung erheblich zu verringern. Am stärksten wirken sich Tabakkonsum und Übergewicht aus, es folgen Bewegungsmangel und ballaststoffarme Ernährung. Auch wer regelmäßig Alkohol trinkt oder viel rotes Fleisch beziehungsweise Wurstwaren aus rotem Fleisch isst, erkrankt häufiger. Es ist deshalb ratsam, sich regelmäßig zu bewegen – egal ob schwimmen, laufen, tanzen oder einfach konsequent Treppen steigen, anstatt Fahrstuhl zu fahren. Hilfreich ist es zudem, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Unterstützung bieten die Online-Kurse myHEALTHcoach und myWEIGHTcoach, die für Versicherte der BKK Mobil Oil kostenlos sind. Rauchen gilt als gesicherter Risikofaktor für viele Krebsarten, aber auch Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, findet hilfreiche Tipps in der mobil-e-Ausgabe 01/2019.

Darmkrebsvorsorge nutzen – so geht’s

Sie sind bei der BKK Mobil Oil versichert und 50 Jahre alt oder älter? Dann erhalten Sie zukünftig einen Brief von uns, mit dem wir Sie zu einem Beratungsgespräch zum Thema Darmkrebs-Früherkennung beim Arzt einladen. Ob Sie tatsächlich eine Untersuchung wahrnehmen möchten oder nicht, ist Ihre persönliche Entscheidung. Um sie zu treffen, ist es hilfreich, einschätzen zu können, was Sie von den einzelnen Untersuchungsangeboten erwarten dürfen. Alle Informationen zur Darmkrebsvorsorge haben wir Ihnen auch auf unserer Website zusammengestellt. Weiteres Hintergrundmaterial rund um das Thema Darmkrebs finden Sie darüber hinaus auf der Website der Felix Burda Stiftung.

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