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Work & Life 02/2016
Frau mit schmerzendem Handgelenk durch Mausarm
© Central IT Alliance / Thinkstock

Vorsicht, Mausarm: Fehlbelastungen am Arbeitsplatz vermeiden

Kein Büro kommt heute ohne Tastatur und Maus aus. Die kleinen Helfer erleichtern vieles, doch ist der Arbeitsplatz falsch eingerichtet, sind Schmerzen in Arm und Nacken vorprogrammiert. Wie lässt sich der sogenannte Mausarm vermeiden?

Jeder Beruf hat seine Tücken und ganz eigenen Risikofaktoren. Wer körperlich anstrengende Tätigkeiten ausübt oder in einem gefährlichen Umfeld arbeitet, der hat ganz klar ein höheres Risiko, gesundheitliche Schäden davonzutragen. Was viele aber unterschätzen: Menschen, die geistige Arbeiten ausführen und fast nur am PC aktiv sind, können durch das ständige stundenlange Sitzen ebenfalls körperliche Beeinträchtigungen erfahren. Ein leichtes Ziehen im Unterarm, Nackenschmerzen aber auch Taubheitsgefühle in den Fingern gehören dabei zu den häufigen Symptomen, die dem RSI-Syndrom, im Volksmund „Mausarm“ genannt, zuzuschreiben sind. „RSI“ steht dabei für „Repetitive Strain Injury“, zu Deutsch: „eine Verletzung durch wiederholte Belastung“. In den USA und in Dänemark gilt das RSI-Syndrom bereits seit Jahren als anerkannter Grund für Berufsunfähigkeit.

Wie äußert sich das RSI-Syndrom?

Mikroverletzungen in Gewebe, Muskeln, Sehnen und Nerven können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Das RSI-Syndrom bezeichnet die Beschwerden, die das lange Arbeiten am Bildschirm mit sich bringt. Dabei sind die Auslöser nicht immer eindeutig zu zuordnen. Eine falsche Körperhaltung und Bewegungsarmut können ebenso dazu beitragen wie das tägliche Arbeiten mit Computermäusen und Tastaturen. Tausendfach ausgeführte Bewegungsmuster beim Tippen, Klicken und Bewegen der Maus rächen sich schließlich gesundheitlich am Betroffenen. Die Folge sind Mikroverletzungen im Gewebe, den Muskeln, Sehnen und Nerven, die langfristig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Um das RSI-Syndrom diagnostizieren zu können, ist es wichtig, dass der Arzt bei der Anamnese erfährt, mit welchen Tätigkeiten die Schmerzen in Zusammenhang stehen. Empfehlenswert für Patienten ist es, ein Schmerztagebuch zu führen, in dem sie die verursachenden Bewegungen festhalten.

Drei einfache Tipps gegen den Mausarm und Fehlhaltungen am Schreibtisch

Von der richtigen Sitzhaltung über genügend Bewegung bis hin zum richtigen, ergonomischen Büroequipment gibt es viele Faktoren, die sich positiv auf die Gesundheit am Arbeitsplatz auswirken und dem Mausarm sowie einseitigen Belastungen vorbeugen können.

Tipp 1: Richtig sitzen
Prävention beginnt mit einer gesunden Körperhaltung. Dazu gehört die aufrechte Sitzposition. Genügend Beinfreiheit ermöglicht zudem, die Beine richtig zu positionieren, sodass Ober- und Unterschenkel möglichst im 90°-Winkel stehen. Die Rückenlehne des Bürostuhls dient zur Stabilisierung der Wirbelsäule und sollte entsprechend zur Entlastung genutzt werden. Fachleute raten darüber hinaus zum „aktiven Sitzen“: Um einseitiger Belastung vorzubeugen, sollte die Sitzposition also immer mal wieder verändert werden. Zu guter Letzt dienen die Armlehnen zur Unterstützung von Armen und Schultern und beugen somit frühzeitig Beschwerden vor. Aktives Sitzen sorgt dafür, dass der Organismus ordentlich durchblutet wird und sich keine Verkrampfungen in Schulter-, Nacken- und Armmuskulatur einschleichen. So gelingt es letztlich auch, dem Mausarm aktiv vorzubeugen.

Tipp 2: Ergonomisches PC-Zubehör
Ein weiterer Aspekt ist das Arbeitsgerät rund um den PC. Für das gesunde Arbeiten am Rechner gibt es speziell angefertigtes ergonomisches Zubehör. Ergonomische Tastaturen haben meist eine Handauflage vor den Tasten, die hilft, Verletzungen vorzubeugen. Bei neueren Geräten ist sie oftmals bereits in die Tastatur integriert. Besonders hochwertige ergonomische Tastaturen haben zudem ein v-förmig getrenntes Tastaturlayout. Das ermöglicht dem Nutzer eine weitestgehend natürliche und entspannte Haltung der Arme und Handgelenke. Ein von der Tastatur getrenntes Nummernfeld sorgt zudem dafür, dass die Gelenke nicht unnötig strapaziert werden. So erlaubt zum Beispiel das Microsoft Sculpt Ergonomic Desktop, das auf Basis medizinischer Erkenntnisse entwickelt wurde, ein schonendes Arbeiten sowohl mit der Tastatur als auch mit der Maus. Wichtig bei ergonomischem Zubehör: Probieren Sie es am besten vorher aus, da die Form der Hand bei jedem Menschen individuell unterschiedlich ist.

Tipp 3: Bewegen statt Telefonieren
Zu guter Letzt spielt natürlich Bewegung am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle. Wer acht Stunden im Bürostuhl sitzt, tut sich und seinem Körper keinen Gefallen. Statt den Kollegen aus dem Nachbarbüro anzurufen, kann man gut und gern eine kurze Stippvisite machen. Auch die Mittagspause sollte genutzt werden, um sich zwischendurch ein wenig die Beine zu vertreten. Das entlastet den Körper und sorgt dafür, dass der Bewegungsapparat in Schwung bleibt.

Sie wollen mehr Bewegung in Ihren Arbeitsalltag bringen und Ihre Pausen aktiv gestalten? Dann probieren Sie die Übungen aus, die wir Ihnen auf diesem Poster zusammengestellt haben. Weiterführende Informationen zum RSI-Syndrom finden Sie in diesem Artikel.

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