Rubrik Navigation

Vorheriger Rubrik
Gesundheit
Nächste Rubrik
Gesundheit 02/2016
Stethoskop und Herzkurve zur Diagnose eines Herzinfarkts
© winnond / Thinkstock

Herzinfarkt: Anzeichen erkennen und rechtzeitig vorbeugen

Herzerkrankungen sind in Deutschland noch immer Todesursache Nummer eins, denn viele ignorieren zu lange die ersten Anzeichen. Karl-Heinz Föste hat einen Herzinfarkt überlebt und seine Geschichte in einem fesselnden und lehrreichen Buch verarbeitet.

Zu hohe Blutfettwerte, erhöhter Blutdruck, ungesunde Essgewohnheiten, wenig Bewegung, Übergewicht und Dauerstress – im Leben von Karl-Heinz Föste gab es etliche Faktoren, die ihn zu einem Risikopatienten für eine Herzerkrankung machten. Dennoch sträubte er sich lange Zeit, erste Symptome wahrzunehmen und rechtzeitig gegenzusteuern. Die Folgen: ein Herzinfarkt, vier Stents und eine Bypass-OP. In seinem Buch „Wenn das Herz nicht mehr Schritt hält – Herzinfarkt: Der Sturz aus dem Leben und mein Weg zurück“ beschreibt Föste seinen Krankheitsverlauf und die hart erkämpfte Rückkehr in den Alltag.

Mobil-e: Herr Föste, worum geht es in Ihrem Buch?

Karl-Heinz Föste: Es geht um Prävention für Menschen, die noch nicht an einer Herzerkrankung leiden, und um Lebenshilfe für Herzpatienten. Das Buch schildert meine eigenen Erfahrungen mit der Entstehung und dem Verlauf der koronaren Herzkrankheit, die bei mir zu Herzinfarkten geführt hat. Fachliche Kommentare der Co-Autoren, eines Kardiologen und eines Psychologen, vermitteln an den passenden Stellen hilfreiches Fachwissen in laienverständlicher Form. Das Buch ermöglicht dem Leser einen Abgleich mit dem eigenen Leben. Risikofaktoren sollten dadurch möglichst früh erkannt werden, bevor lebensgefährliche Folgen, wie Herzinfarkt und andere Herzkrankheiten, das Leben aus der Bahn werfen. Lesern, die bereits erkrankt sind, werden Perspektiven aufgezeigt, wie es weitergehen kann, wenn Alltag und Beruf durch eine Herzkrankheit erschwert werden. Nebenbei wird praktisch verwertbares Fachwissen eingestreut.

Mobil-e: Was hat Sie bewegt, Ihre Geschichte als Buch zu veröffentlichen?

Karl-Heinz Föste: Mir war nach der Bypass-Operation klar geworden, dass mein Leben nicht mehr in den bisherigen Bahnen weitergehen konnte. Das Hauptproblem war und ist Stress, der unmittelbarer Auslöser von Herzbeschwerden sein kann. In meinem Fall hat er den frühen Ausbruch der Krankheit und immer wieder erneut auftretende Engstellen an den Herzkranzgefäßen mitverursacht. Ich musste entweder mit den bisherigen Belastungen klarkommen oder sie ausschalten. Die psychologische Komponente der Entstehung der Krankheit und deren Bedeutung für die Bewältigung dieser Ausnahmesituation waren nicht mehr auszublenden. Das gilt für die psychosomatischen Zusammenhänge, aber auch für Hilfen, „wieder in die Spur“ zu finden.

Mobil-e: Was möchten Sie mit dem Buch vermitteln?

Karl-Heinz Föste: Es sind eine Handvoll zentrale Anliegen, die ich mit dem Buch habe. Es ist der Weckruf, frühzeitig gegen die Entstehung dieser Krankheit anzusteuern, gesünder zu leben und Stress zu vermeiden. Die Schilderung des Infarktes und des Krankheitsverlaufs soll dabei helfen, diesen Weckruf nicht gleich wieder zu vergessen. Gleichzeitig soll es Erkrankten Hoffnung geben, soll deutlich machen, dass es in jedem Stadium des Krankheitsverlaufes Wege gibt, besser damit umzugehen. Letztlich ist das Thema Psychosomatik der koronaren Herzkrankheit zum Verständnis der Krankheitsentstehung wie auch ihrer Bewältigung wichtig. Das gilt insbesondere für Ärzte und den medizinischen Apparat insgesamt, der hocheffizient arbeitet, aber überwiegend nur die somatische Seite im Blick hat, den Menschen nur repariert und weder bei der Bewältigung noch bei dem Verständnis der Gründe für die Krankheit hilft.

Mobil-e: Haben Sie Rückmeldungen von Lesern erhalten?

Karl-Heinz Föste: Es haben sich überwiegend Erkrankte gemeldet, die mir schilderten, dass und in welcher Lebenssituation Ihnen meine Erlebnisse und Wege zurück in ein fast normales Leben geholfen haben. Da waren zum Teil sehr anrührende Rückmeldungen dabei, die mir zeigten, dass dieses Buch ganz konkret Hilfen geben kann. Es fehlen – bis auf wenige Ausnahmen – Rückmeldungen von Menschen, die noch nicht erkrankt sind. Da spielt wahrscheinlich Verdrängung eine Rolle und – daraus resultierend – Berührungsangst mit dem Thema.

info image

Tipp

Um Sie bei der Gesundheitsvorsorge zu unterstützen, bezuschussen wir zahlreiche Gesundheitskurse in den Bereichen Stressmanagement, Bewegung und Ernährung.

Frau mit schmerzendem Handgelenk durch Mausarm
Vorheriger artikel
Vorsicht, Mausarm: Fehlbelastungen am Arbeitsplatz vermeiden
Schlagfertiges Kind streckt die Zunge heraus
Nächster artikel
Schlagfertigkeit: Erste Hilfe gegen blöde Sprüche

Newsletter bestellen und informiert bleiben

Aktiv-Prämie, erweiterte Früherkennungs- und Vorsorgeangebote, Fitnessstudio-Rabatte oder Ernährungskurse: In vollem Umfang von unseren zahlreichen Zusatzleistungen und Angeboten profitieren kann nur, wer informiert bleibt. Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Newsletter und lassen Sie sich bis zu 4 x jährlich über Leistungs- und Serviceangebote sowie rund um die Themen Sport, Familie oder Gesundheit im Job informieren.

Mitglieder werben Mitglieder

Sie sind zufrieden mit der BKK Mobil Oil? Dann empfehlen Sie uns doch einfach weiter. Als Dankeschön erhalten Sie für jedes geworbene Mitglied von uns 20,00 Euro.