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Fitness 02/2016
Auswahl verschiedener Laufschuhe
© Halfpoint / Thinkstock

Augen auf beim Laufschuhkauf

Beim Laufen entscheidet der passende Schuh nicht nur über den Laufspaß, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Verletzungsprävention. Experte Nils Goerke verrät, worauf es beim Laufschuhkauf ankommt.

Laufen hat sich in Deutschland zum Volkssport entwickelt – sicherlich auch, weil man nicht viel dafür braucht. Unverzichtbar sind allerdings optimal passende Laufschuhe – sie tragen wesentlich zum verletzungsfreien und angenehmen Laufen bei. Was muss man beachten, um auch längere Strecken frohen Fußes zu meistern? Wir haben den ehemaligen Triathlonprofi Nils Goerke befragt.

Mobil-e: Nils, was gehört beim Laufschuhkauf zu einer guten Beratung?

Nils Goerke: Ein guter Berater fragt den Kunden nach seinem Trainingsverhalten, also zum Beispiel wie oft er läuft, wie viele Kilometer und was sein Trainingsziel ist. Außerdem gehört in jedem Fall eine Laufstilanalyse dazu.

Mobil-e: Bringt es etwas, alte Laufschuhe zum Neukauf mitzunehmen?

Nils Goerke: Ja, das ist durchaus sehr sinnvoll. Zum einen kann der Berater daran erkennen, welches Modell bereits präferiert wurde. Außerdem sieht er, wie der alte Laufschuh abgelaufen wurde. Das lässt Rückschlüsse auf das Abrollverhalten und gegebenenfalls auf Fehlstellungen zu.

Mobil-e: Sollten Anfänger andere Laufschuhe tragen als Fortgeschrittene?

Nils Goerke: Nicht zwingend. Anfänger sollten allerdings lieber die Finger von reinen, leichten Wettkampfschuhen lassen – es sei denn, bei der Person handelt sich um ein absolutes Naturtalent.

Mobil-e: Wieso gibt es extra Laufschuhe für Damen?

Nils Goerke: Ganz einfach: Normalerweise haben Frauen kleinere und schmalere Füße. Und sie sind in der Regel leichter, das heißt, die Schuhe müssen weniger gedämpft sein. Außerdem achten die Damen meistens doch ein bisschen mehr auf die Optik der Laufschuhe, auch wenn wir Männer immer eitler werden (schmunzelt).

Mobil-e: Was unterscheidet Wettkampfschuhe von normalen Laufschuhen?

Nils Goerke: Das Gewicht: Je leichter ein Laufschuh ist, desto schneller ist er. Allerdings ist er dann auch weniger gedämpft und hat weniger Führung. Der Läufer sollte also relativ leicht und schnell sein, was sehr stark miteinander korreliert. Man kann sagen: Brauche ich mehr als 40 Minuten für 10 Kilometer, sollte ich einen etwas schwereren, aber besser geführten Schuh bevorzugen, beispielsweise einen sogenannten Lightweight-Trainer.

Mobil-e: Überall sieht man heute sogenannte Natural Running Schuhe – für wen sind sie geeignet?

Nils Goerke: Diese modernen Laufschuhe sind recht weich und haben wenig Führung – sie sehen halt cool aus. Für kurze Laufstrecken sind sie okay, es sei denn, man ist eher etwas schwerer. Dann sollte man diese Modelle nicht zum Training nutzen. Und lange Läufe würde ich damit auch lieber bleiben lassen.

Darauf sollten Sie beim Laufschuhkauf achten

Folgende Tipps erleichtern die Auswahl der passenden Laufschuhe:

  • Wenn Sie häufiger als zweimal pro Woche laufen, benutzen Sie am besten abwechselnd zwei unterschiedliche Paar Laufschuhe. Ansonsten wird die Muskulatur zu 100 % gleich belastet – dies kann zu Überlastungen und Mikroverletzungen führen.
  • Versuchen Sie, beim Laufschuhkauf die Optik zu ignorieren. Hier stehen klar die Funktion und die Passform im Vordergrund. Besonders die ultraleichten Wettkampfschuhe sollten nur von Läufern verwendet werden, die auf 10 Kilometer im Bereich von 40 Minuten liegen.
  • Kaufen Sie Ihre Laufschuhe am besten am Ende des Tages. Der Fuß ist abends meist eine halbe Nummer größer als morgens. Das kann einen erheblichen Unterschied machen. Generell sollte der Laufschuh immer eine halbe bis eine ganze Nummer größer sein als andere Schuhe, die man kauft.
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