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Ausgabe 01/2020
Young 01/2020
Stress mit den Eltern
© izusek / gettyimages

Pubertät ist, wenn die Eltern anstrengend werden.

Ständig erzählen eure Eltern allen Leuten, wie anstrengend das mit euch in der Pubertät ist. Aber hat euch schon mal jemand gefragt, wie es euch mit euren Eltern gerade geht?

Denn eines ist jedenfalls schon lange klar: Pubertät ist, wenn die Eltern anstrengend werden! Deshalb haben wir für euch vier typische Eltern-Stress-Situationen aufgeschrieben und geben euch Tipps & Tricks, wie ihr entspannter durch diese nervige Zeit mit euren Eltern kommt.

Problem 1: Meine Eltern wollen ständig was von mir.

Hausaufgaben, Müll rausbringen, Oma anrufen, Zimmer aufräumen, um nur mal die Klassiker zu nennen, können ganz schön nerven. Und obendrein ist alles gleichzeitig ja auch ziemlich viel.

Unser Tipp:

Reden hilft! Sprecht mit euren Eltern darüber, dass alles zusammen nicht geht. Wenn ihr ordentlich die Hausaufgaben machen sollt, könnt ihr nebenbei nicht noch euer Zimmer aufräumen. Aber, ganz ehrlich, Müll rausbringen geht wahrscheinlich schon. Und Oma freut sich auch über eine WhatsApp mit einem coolen Selfie von euch und lieben Grüßen. Der perfekte Mittelweg, wenn sie euch sonst am Telefon endlos lange Geschichten erzählt, ihr sie aber trotzdem gernhabt.

Alles könnt ihr nicht machen und schon gar nicht auf einmal, aber Zugeständnisse auf beiden Seiten (!) sind okay.

Problem 2: Meine Eltern kennen keine Grenzen.

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© Jekaterina Nikitina

Meine Mutter latscht, ohne anzuklopfen, in mein Zimmer, mein Vater kontrolliert meinen Rucksack und beide habe ich schon an meinem Handy erwischt.

Unser Tipp:

Das. Geht. Gar nicht. Und das solltet ihr euren Eltern auch sagen. In einem ruhigen Moment dürft ihr die typische Eltern-Rede-Technik auch einmal für euch verwenden und sagen: „Mir ist aufgefallen, dass ihr in letzter Zeit meine Grenzen nicht richtig respektiert. Ich wünsche mir, dass das in Zukunft anders ist.“ Dann erzählt ihr konkrete Beispiele und weist noch einmal darauf hin, dass ihr keine zehn mehr seid, sondern Jugendliche, die dabei sind, erwachsen zu werden. „Und dafür brauche ich eure Mithilfe. Zum Beispiel, indem ihr mir vertraut und ich euch vertrauen kann.“ In Konflikten mit anderen Menschen, ob erwachsen oder nicht, helfen sogenannte „Ich-Botschaften“. Das sind Sätze in der Ich-Form, zum Beispiel: „Ich möchte nicht, dass du ohne anzuklopfen in mein Zimmer kommst“ statt „Hör auf, ohne anzuklopfen in mein Zimmer zu kommen.“

Problem 3: Für meine Eltern zählt nur Leistung.

Ständig gibt es Ärger, weil ich in der Schule schlechter geworden bin. Die Schule interessiert mich gerade einfach nicht so. Und: Mal ne Vier ist doch echt okay, oder?

Unser Tipp:

Um in Noten zu sprechen, ist eine Vier „ausreichend“ und definitiv kein Drama wert. Ausrutscher sind in eurem Alter völlig normal. Bei dem Hormonchaos, das der Körper eines Jugendlichen durchmacht, ist es unmöglich, regelmäßig Spitzenleistungen zu bringen. Weder schulisch noch sportlich. Das soll natürlich keine Ausrede sein. Aber sprecht mit euren Eltern darüber und erinnert sie an ihre eigene Pubertät. Es ist wahrscheinlich, dass sie in jener Zeit auch nicht pausenlos die besten Noten nach Hause gebracht haben. Und wie haben eure Großeltern darauf reagiert? Vermutlich gab es Ärger. Fragt eure Eltern, wie sie es sich gewünscht hätten, damals. Wichtig ist, dass ihr um Hilfe bittet, wenn ihr wirklich kein Land mehr seht. Ein „Ich merke, dass ich in Mathe nicht mehr mitkomme, könnt ihr mir da irgendwie helfen?“ wirkt total entwaffnend. Eure Eltern werden sich freuen, dass ihr so erwachsen seid, eure Probleme selbst zu erkennen, und gemeinsam mit euch nach einer Lösung suchen. Nachhilfe kann hier z. B. helfen.

Problem 4: Meine Eltern haben mir mein Handy weggenommen.

Einfach so haben mir meine Eltern mein Handy weggenommen. Ich brauch das aber! Dringend!

Unser Tipp:

Das ist echt übel, hat aber vermutlich einen Grund. Und jetzt? Macht das, was eure Eltern früher getan haben, fahrt spontan bei euren Freunden vorbei, um mit ihnen gemeinsam abzuhängen. Das geht auch ohne Handy. Wirklich! So haben eure Eltern in der Steinzeit (1990er Jahre und deine Großeltern hatten ihnen das Festnetztelefon weggenommen) auch kommuniziert. Eure Eltern, besonders eure Mutter, werden übrigens schnell feststellen, dass es gar nicht so praktisch ist, wenn sie euch euer Handy wegnehmen, weil sie euch dann ja gar nicht erreichen können.

Und wenn gar nichts hilft, hier unser ultimativer Tipp bei Stress mit den Eltern:

Kopfhörer auf, Podcast an und einfach mal abschalten.

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