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Familie 01/2019
Kind faehrt auf Kinderfahrrad
© Geber86 / Getty Images

So finden Sie das richtige Kinderfahrrad

Ob im Alter von drei Jahren oder erst mit sechs: Irgendwann wünscht sich jedes Kind ein eigenes Fahrrad. Eltern stehen dann vor vielen Fragen: Welche Größe passt? Worauf kommt es bei der Ausstattung an? Wir geben Tipps für den Fahrradkauf.

Alles, was rollt, übt auf die meisten Kinder schon früh eine große Anziehungskraft aus. Bereits im Alter von einem Jahr starten einige ihre ersten Fahrversuche – zunächst mit dem Bobbycar, später dann mit Dreirad, Roller und/oder Laufrad. Doch in welchem Alter ist es Zeit für das erste „richtige“ Kinderfahrrad? Die schlichte Antwort lautet: Sobald das Kind es will. Das ist häufig mit drei oder vier Jahren, kann aber auch deutlich später sein. Wichtig ist zudem, dass das Kind auf bereits vorhandenen Gefährten sicher unterwegs ist. Beim Kauf des ersten eigenen Fahrrads sollte allerdings in mancher Hinsicht etwas genauer hingeschaut werden als bei den Spielzeugflitzern. Worauf genau zu achten ist? Wir haben die wichtigsten Anhaltspunkte zusammengestellt.

Die passende Größe: Bloß nicht „reinwachsen“ lassen

Beim ersten Fahrrad sollte das Kind am besten mit beiden Füßen gleichzeitig und dem kompletten Fuß am Boden ankommen.

Es stimmt, Kinder wachsen noch – und das ziemlich schnell. Dennoch sollte man beim Kauf eines Fahrrads immer jene Größe wählen, die zum aktuellen Zeitpunkt optimal zum Kind passt. Wer ein zu großes Rad wählt, damit der Nachwuchs möglichst lange etwas davon hat, verdirbt ihm damit nämlich nicht nur die Freude am Fahren, sondern gefährdet auch seine Sicherheit.

Doch woher wissen wir, welche Größe die richtige ist? Der sicherste Anhaltspunkt ist die Innenbeinlänge des Kindes. Mit ihr lässt sich sofort erkennen, ob das Kind bei einer vernünftig eingestellten Sattelhöhe den Boden erreichen kann. Beim ersten Fahrrad sollte das Kind am besten mit beiden Füßen gleichzeitig und dem kompletten Fuß am Boden ankommen. Wer die Innenbeinlänge des Kindes nicht kennt, kann auch die Körpergröße heranziehen. Denn: Kinder gleicher Größe haben in der Regel ähnliche Körperproportionen, sodass von der Körpergröße ziemlich genau auf die Innenbeinlänge geschlossen werden kann. Sich an der Laufradgröße in Zoll zu orientieren, ist übrigens nicht sinnvoll, denn Rahmengrößen und Sattelhöhen variieren auch bei identischer Radgröße enorm. Und auch auf Altersangaben sollte man sich beim Fahrradkauf nicht verlassen, denn Kinder gleichen Alters können bekanntermaßen völlig unterschiedlich groß sein. Um sicherzugehen, dass das Fahrrad weder zu klein noch zu groß ist, empfiehlt sich eine Probefahrt im Geschäft. Wertvolle Hinweise zur richtigen Größe liefert auch die Internetseite Kinderfahrradfinder.

Ausstattung: Sicherheit ist das A und O

Das allererste Fahrrad ist meist ein Spielfahrrad – es ist nicht für die Teilnahme am Straßenverkehr ausgestattet und darf nur auf dem Fußweg, Spielplätzen und ähnlichen Flächen benutzt werden. Dennoch wichtig sind funktionierende Bremsen. Ein geschlossener Kettenschutz sorgt dafür, dass sich keine Kleidung verheddern und das Kind zu Fall bringen kann. Sollte es doch mal zum Sturz kommen – und das lässt sich gerade zu Beginn kaum vermeiden –, sorgen ein gepolsterter Lenker und dicke Gummiknäufe an den Lenkerenden dafür, dass es keine ernsten Verletzungen gibt.

Ab acht Jahren dürfen und ab zehn Jahren müssen Kinder auf der Straße fahren. Spätestens jetzt muss das Rad über eine Lichtanlage mit Scheinwerfer und Frontreflektor, Rücklicht und Rückstrahler sowie Reflektoren an den Pedalen und in den Speichen verfügen. Auch eine gut hörbare und mit den Fingern leicht erreichbare Klingel ist nun ein Muss. Weitere Extras wie ein Gepäckträger sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, können aber nützlich sein – zum Beispiel für den Schulweg mit Schultasche. Eine Gangschaltung ist in diesem Alter meist noch überflüssig, sie empfiehlt sich erst für größere Kinder, die längere Strecken zurücklegen. Grundsätzlich sollten Eltern immer im Blick behalten, dass jedes Extra auch zusätzliches Gewicht bedeutet, und deshalb auf Überflüssiges eher verzichten.

Gewicht: Leichte Räder sind schwer zu finden

Idealerweise wiegt ein Kinderfahrrad nicht mehr als ein Drittel des Kindes.

Bei Kindern verhält es sich nicht anders als bei Erwachsenen: Mit jedem Kilo weniger bringt ihnen das Radfahren mehr Spaß. Vor allem Kinder, die noch nicht so geübt im Radeln sind, profitieren von einem leichten Fahrrad. Idealerweise wiegt ein Kinderfahrrad nicht mehr als ein Drittel des Kindes. Das heißt: Kinder mit einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm sollten ein Fahrrad mit weit unter zehn Kilogramm Gewicht erhalten. Solche Räder sind jedoch eher rar gesät und zudem recht teuer. Dennoch sollten Eltern das Gewicht beim Kauf des Kinderfahrrads nicht außer Acht lassen und daran denken, dass sich ein hochwertiges Kinderfahrrad oft zu einem guten Preis gebraucht wieder verkaufen lässt, wenn es für das eigene Kind zu klein geworden ist.

Stützräder: Einst üblich, inzwischen überholt

In der eigenen Kindheit waren sie noch gang und gäbe, doch heute raten Experten dringend von Stützrädern ab: Zum einen erreichen Kinder auf einem Fahrrad mit Stützrädern viel eher eine Geschwindigkeit, in der sie die Kontrolle über das Rad verlieren und schwer stürzen können. Und zum anderen verhindern Stützräder das nötige Ausbalancieren in den Kurven, sodass es später viel schwieriger wird, auf ein Fahrrad ohne sie umzusteigen. Hinzu kommt: Im Grunde sind Stützräder überflüssig, wenn das Kind genügend Gleichgewichtserfahrung mit Roller oder Laufrad gesammelt hat. Was neu dazukommt, ist das Treten in die Pedale. Stören sie das Kind zu Beginn noch, können Eltern sie zunächst noch abschrauben und den Sattel niedriger stellen. Dann kann das Kind sich auf das Rollen konzentrieren. Wenn das klappt, können die Pedale einfach wieder angeschraubt werden.

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Fahrradhelm, Warnweste & Co.: Von Anfang an Pflicht

Von Anfang an unverzichtbar bei jedem Meter auf dem Rad ist das Tragen eines Fahrradhelms. Eltern sollten darauf bestehen, dass das Kind seinen Helm von Anfang an immer trägt und er so zur Gewohnheit wird. Ratsam ist auch, das Kind mit weiterer Schutzkleidung auszustatten, wie zum Beispiel mit Ellenbogen- und Knieschonern – so lässt sich schwereren Blessuren bei etwaigen Stürzen vorbeugen. Ebenfalls wichtig in Sachen Sicherheit sind Warnwesten und reflektierende Kleidungsstücke. Hilfreiche Tipps zur Sichtbarkeit im Straßenverkehr und vielen anderen Themen rund ums gesunde Großwerden haben wir Ihnen auf unserer Themenseite Kinderwelt zusammengestellt.

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