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Ernährung 01/2018
Mann am Kuehlschrank lagert Lebensmittel
© dima_sidelnikov / Getty Images

Lebensmittel richtig lagern und länger genießen

Ob frische Erdbeeren, Spargel, Milch oder Brot: Lebensmittel am richtigen Ort aufzubewahren, verlängert ihre Haltbarkeit und bewahrt ihre Vitamine. Was gehört in den Kühlschrank, was kann draußen bleiben? Wir verraten es.

Jeder Deutsche wirft pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg.¹  Manchmal kaufen wir zu viel ein, doch oft landen Obst, Gemüse & Co. auch im Abfalleimer, weil sie durch falsche Aufbewahrung ungenießbar geworden sind. Klarer Fall: Auch Lebensmittel haben ihre Vorlieben, wenn es ums Lagern geht – hell oder dunkel, kühl oder doch bei Zimmertemperatur. Einfach den gesamten Einkauf in den Kühlschrank zu verfrachten, reicht deshalb nicht aus. Wir haben die wichtigsten Regeln für eine clevere Vorratshaltung zusammengestellt.

Obst und Gemüse: Auf die Sorte kommt es an

Mit 40 % gehören Obst und Gemüse zu den Lebensmitteln, die am häufigsten weggeworfen werden. Kein Wunder, denn beim Lagern gilt es einiges zu beachten. So bewahren einige Obstsorten ihre Frische und Vitamine nur gut gekühlt, während andere auf Kälte äußerst empfindlich reagieren. Als Faustregel kann man sich merken, dass heimisches Obst am besten im Kühlschrank oder kühlen Keller gelagert wird, Exoten es dagegen warm mögen. Beim Gemüse wiederum bevorzugen es fast alle Sorten kühl. Ausnahmen sind Auberginen, Tomaten, Kartoffeln und Kürbisse. Und man sollte noch ein paar weitere Dinge wissen: So strömen verschiedene Obst- und Gemüsesorten – beispielsweise Äpfel, Avocados, Birnen und Tomaten – das Pflanzenhormon Ethylen aus, das umliegende Früchte schneller reifen lässt. Man sollte sie deshalb nicht in direkter Nähe anderer Sorten aufbewahren. Kniffelig ist auch die Frage, ob Gemüse mit seinem Grün gelagert werden sollte. Hier gilt: Radieschen, Möhren und Kohlrabi halten sich länger, wenn man ihre Blätter entfernt. Beim Blumenkohl ist es genau umgekehrt, denn seine Blätter schützen ihn vorm Austrocknen. Ebenfalls gut zu wissen: Genau wie frischer Spargel bleiben auch Salat und Blattgemüse mehrere Tage frisch, wenn sie in ein feuchtes Tuch eingeschlagen und im Kühlschrank gelagert werden.

Brot und Brötchen: Gut, wenn alles im Kasten ist

Back- und Teigwaren machen 20 % der Lebensmittelabfälle in Deutschland aus, obwohl sie recht einfach aufzubewahren sind. Brot und Brötchen sollte man allerdings nicht in zu großen Mengen kaufen, da sie frisch am besten schmecken. Optimal lagern lassen sie sich in einem Brotkasten. Wichtig ist, dass er aus atmungsaktivem Material ist oder Lüftungsvorrichtungen hat, denn wenn sie luftdicht verpackt sind, werden knusprige Backwaren schnell weich. Knäckebrot und Zwieback wiederum gehören nicht in den Brotkasten – sie sollte man in einer luftdichten Dose lagern, sonst werden sie pappig. Im Kühlschrank hat Brot übrigens nichts zu suchen, es sei denn, es herrscht sehr warme und feuchte Witterung. Generell empfiehlt es sich, Brot im Laib zu kaufen, da Schnittbrot Schimmel mehr Angriffsfläche bietet. Auch Krümel im Brotkasten fördern die Schimmelbildung, deshalb sollte man ihn jede Woche mit Essigwasser auswischen.

Milch und Milchprodukte: Im Kühlschrank länger frisch

Trinkmilch, Käse & Co. werden aus Kuhrohmilch hergestellt. Mithilfe unterschiedlicher Verfahren wird die Haltbarkeit der einzelnen Milcherzeugnisse verlängert. Für fast alle gilt, dass sie empfindlich auf Licht und Wärme reagieren und in den Kühlschrank gehören. Eine bekannte Ausnahme ist H-Milch, die ungeöffnet auch ungekühlt lange im Vorratsschrank hält. Einmal angebrochen, gilt jedoch für alle Sorten, dass sie im Kühlschrank gelagert und spätestens innerhalb von drei Tagen verbraucht werden sollten. Auch Käse gehört separat verpackt in den Kühlschrank, damit sich Gerüche nicht vermischen und Edelschimmel nicht auf Hartkäse übergreift. Ganze Käsestücke lassen sich bis zu drei Wochen lagern, Käsescheiben oder Frischkäse etwa eine Woche. Kurios: Auch Schimmelkäse kann verderben. Man erkennt das daran, dass er muffig riecht und schmeckt. Oft lassen sich rote, grüne oder schwarze Schimmelsporen entdecken. Der Käse ist dann nicht mehr genießbar.

Fleisch und Wurst: Kühl lagern und schnell verbrauchen

Fleisch ist äußerst leicht verderblich und gehört sofort nach dem Einkauf in den Kühlschrank. Hier hält sich Rindfleisch bis zu vier Tage, Kalb und Schwein bis zu drei Tage und rohes Geflügel bis zu zwei Tage. Rohes Hackfleisch bereitet man am besten am Einkaufstag zu, da es äußerst empfindlich ist und Bakterien besonders gute Bedingungen zur Vermehrung bietet. Komplett durchgebraten und gut gekühlt hält sich Hackfleisch bis zu zwei Tage. Nicht ganz so kritisch ist die Aufbewahrung von Wurst. Im Kühlschrank lässt sich Brüh- und Rohwurst aufgeschnitten bis zu drei Tage, im Stück bis zu sechs Tage aufbewahren. Salami und roher Schinken gehören in Scheiben ebenfalls in den Kühlschrank, im Stück kann man sie hingegen bei Zimmertemperatur aufbewahren, um das Aroma besser zu erhalten.

Im Kühlschrank: Geben Sie jedem Lebensmittel seinen Lieblingsplatz

Der Kühlschrank hat verschiedene Kältezonen. Unten ist es am kühlsten, nach oben hin steigt die Temperatur an, und die Tür bekommt beim Öffnen am meisten Wärme ab. So ergibt sich, in welchem Bereich man die verschiedenen Lebensmittel lagern sollte.

  • Oben: zubereitete Speisen, angebrochene Lebensmittel
  • Mitte: Käse und Milchprodukte
  • Unten: Fleisch und Fisch, leicht Verderbliches
  • Gemüsefach: kälteverträgliches Obst und Gemüse
  • Tür: Eier, Butter und Getränke

Richtig lagern – leicht gemacht

  • Sie haben keinen Keller oder dieser ist zu warm oder feucht, um Lebensmittel zu lagern? Ein Schrank in der Küche ist ebenso gut geeignet, um beispielsweise Kartoffeln und Zwiebeln aufzubewahren. Er sollte sich jedoch nicht unter der Spüle befinden, da auch dort die Temperaturen oft zu hoch sind.
  • Neue Vorräte sollten Sie immer weiter hinten einsortieren und die älteren Lebensmittel nach vorn stellen, damit diese als Erste verbraucht werden.
  • Den Inhalt angebrochener Konserven füllen Sie am besten in dicht schließende Behälter aus Glas oder Kunststoff um. Das schützt die Lebensmittel vor Austrocknung und Geschmacksveränderungen.
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