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Ernährung 01/2017
Vitaminreiches Gemuese und Obst
© carlosgaw / Getty Images

Vitamine: Alles über die wichtigen Vitalstoffe

Vitamine sind für unsere Gesundheit unverzichtbar. Doch wozu braucht unser Körper die Vitalstoffe eigentlich und mit welchen Lebensmitteln erreichen wir eine optimale Vitaminversorgung? Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Sibylle Adam klärt auf.

Schon Kinder lernen, dass Obst und Gemüse wichtig für die Gesundheit sind, denn Vitamine gehören zu den zentralen Bausteinen unseres Lebens. Aber auch pflanzliche Öle, Fisch, Fleisch, Nüsse, Milch- und Vollkornprodukte sind wichtige Quellen für die lebensnotwendigen Stoffe. Worauf muss man achten, um eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen sicherzustellen? Und wann sollte man zu Vitaminpräparaten greifen? Diese und weitere Fragen haben wir Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Sibylle Adam im Interview gestellt.

Mobil-e: Frau Prof. Adam, was sind eigentlich Vitamine?

Prof. Dr. Sibylle Adam: Vitamine sind organische Verbindungen, die zusammen mit den Mineralstoffen auch als Mikronährstoffe bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den Makronährstoffen – Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße – liefern Mikronährstoffe dem Körper keine Energie. Dafür übernehmen sie aber viele lebensnotwendige Funktionen im Organismus. So ist Vitamin A zum Beispiel für die Fortpflanzung und das Sehen wichtig, Vitamin B1 für den Energiestoffwechsel, Folsäure und Vitamin B12 für die Blutbildung, Vitamin C für das Immunsystem, Vitamin D für die Knochengesundheit und Vitamin K für die Blutgerinnung.

Mobil-e: Kann der Körper selbst Vitamine bilden?

Prof. Dr. Sibylle Adam: Vitamine sind bis auf wenige Ausnahmen essenzielle Nährstoffe, das heißt, sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Man unterscheidet zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E, und K können im Körper gespeichert werden. Das Vitamin D kann der Organismus selbst bilden, benötigt dafür aber Sonnenstrahlen einer bestimmten Wellenlänge. Zu den wasserlöslichen Vitaminen gehören Vitamin C, die B-Vitamine – also B1, B2, B6 und B12 – sowie Niacin, Pantothensäure, Folsäure und Biotin. Mit Ausnahme von Vitamin B12 werden sie nicht gespeichert – ein Zuviel scheidet der Organismus in der Regel wieder aus.

Mobil-e: Und was passiert bei Vitaminmangel?

Prof. Dr. Sibylle Adam: Ein leichter Vitaminmangel kann unspezifische Symptome wie beispielsweise Müdigkeit oder Leistungsminderung hervorrufen. Bei einem schwereren Mangel sind die Symptome dann gemäß der Funktionalität der Vitamine spezifischer.

Mobil-e: An welchen Vitaminen mangelt es uns hierzulande am häufigsten?

Prof. Dr. Sibylle Adam: In Deutschland kommt es am häufigsten zu einer Unterversorgung bei Folsäure und Vitamin D. Mit den übrigen Vitaminen sind wir bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung hierzulande in der Regel gut versorgt.

Mobil-e: Wer sollte Folsäure als Ergänzungsmittel zu sich nehmen?

Prof. Dr. Sibylle Adam: Bei guter Lebensmittelkenntnis ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure möglich. Allerdings sollten laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung insbesondere Frauen mit Kinderwunsch Folsäure supplementieren, da diese vor allem im ersten Trimester für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig ist.

Mobil-e: Und wie ist es beim Vitamin D?

Prof. Dr. Sibylle Adam: Da der Körper zur Bildung von Vitamin D ausreichend Sonnenlicht benötigt, kann unsere Versorgung mit Vitamin D vor allem im Winter unzureichend sein. Zwar ist der Organismus in der Lage, Vitamin D für zwei bis vier Monate zu speichern, aber das reicht oft nicht. Allerdings merken Betroffene von einem Vitamin-D-Mangel oft nichts oder nur wenig, da die Symptome unspezifisch sind. Wer das Gefühl hat, in den Sommermonaten nicht genügend draußen gewesen zu sein, sollte deshalb eine Blutuntersuchung zur Statusbestimmung des Vitamin-D-Spiegels machen. Diese wird bei gesunden Menschen jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Mobil-e: Was halten Sie davon, vorbeugend Vitaminpräparate zu sich zu nehmen?

Prof. Dr. Sibylle Adam: Bei einem gesunden Erwachsenen ist das bei einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung nicht notwendig. In bestimmten Lebenssituationen, also wie gesagt vor Beginn einer Schwangerschaft, nach oder während einer schweren Krankheit oder zum Beispiel auch bei Leistungssportlern, kann die Einnahme von Ergänzungsmitteln sinnvoll sein. Bei Personen, die sich wenig im Freien aufhalten, eine stark pigmentierte Haut haben oder bei Seniorinnen und Senioren ist eine mögliche Supplementierung mit Vitamin D abzuklären, da bei diesem Personenkreis die Eigensynthese über die Haut durch die Sonnenstrahlung unzureichend sein kann.

Übersicht der wichtigsten Vitamine

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Angaben um Richtwerte für Erwachsene (19 bis 65 Jahre) handelt. In der Regel bezieht sich der höhere Wert auf die Angabe für Männer, der niedrigere auf die Angabe für Frauen. Für Schwangere, Stillende, jüngere und ältere Menschen gelten bei manchen Vitaminen andere Referenzwerte. Alle genauen Angaben finden Sie auf der Website der DGE.

Fettlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine

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