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Young 01/2017
Freunde nehmen sich zur Entschuldigung in den Arm
© NicolasMcComber / Getty Images

Richtig entschuldigen – so geht's

Wer sich der Freundin oder dem Kumpel gegenüber unfair verhalten hat, sollte schleunigst um Verzeihung bitten – aber wie stellt man das an? Wir geben Tipps, was eine richtig gute Entschuldigung ausmacht.

Es gibt Tage, an denen ist man ohne Grund so richtig mies gelaunt. Wer einem dann über den Weg läuft, wird heruntergeputzt. Meistens tut einem das schon unmittelbar danach leid. Manchmal denkt man sich jedoch auch nichts Böses und merkt erst viel später, dass man mit seinem Verhalten einen lieben Menschen verletzt hat. So oder so ist klar, dass eine Entschuldigung ansteht. Und doch fällt es uns oft nicht leicht, um Verzeihung zu bitten.

Warum entschuldigen so schwer ist

Wichtig ist, sich klarzumachen, dass niemand perfekt ist.

Haben wir etwas vermasselt und können uns dennoch nicht zu einem ehrlichen „Tut mir leid“ überwinden, steht uns oft die Scham über das eigene Verhalten im Weg. Wir möchten uns selbst nicht eingestehen, dass wir uns so „blöd“ verhalten haben. Auch Stolz spielt oft eine Rolle, wenn wir uns nicht zu einer Entschuldigung durchringen können – wer gibt schon gern Fehler zu? Wichtig ist in beiden Fällen, sich klarzumachen, dass niemand perfekt ist. Keiner schafft es, sich immer vorbildlich zu verhalten – das gilt für uns selbst ebenso wie für unsere Mitmenschen. Deswegen sollte man mit sich und anderen gnädig sein, wenn mal wieder etwas dumm gelaufen ist.

Man muss nicht immer um Verzeihung bitten

Es gibt aber auch Situationen, in denen man sich nicht zu entschuldigen braucht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man bei einer Unstimmigkeit lediglich seine Meinung vertreten hat. Ist jemand deswegen sauer, kann man sich fragen, ob man vielleicht zu ruppig war. Dann ist es angebracht, für den Ton um Verzeihung zu bitten. Es kann aber auch passieren, dass uns jemand etwas verübelt, was wir gar nicht schlimm finden – zum Beispiel, wenn die Freundin etwas dagegen hat, dass wir uns mit jemandem verabreden, den sie nicht mag. Eine solche Situationen sollten zwar besprochen werden, ein „Tut mir leid“ wäre aber fehl am Platz.

Komponenten einer guten Entschuldigung

Wie verhält man sich jedoch, wenn man weiß, dass man wirklich Mist gebaut hat? Klar ist, dass ein lapidares „Sorry“ meistens nicht ausreicht, damit alles wieder okay ist. Doch was macht eine Entschuldigung aus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit akzeptiert wird? Forscher haben herausgefunden, dass es dabei auf sechs Komponenten ankommt.¹ Neben dem Wort „Entschuldigung“ ist es wichtig zu erklären, was genau schiefgelaufen ist, sich dafür uneingeschränkt verantwortlich zu erklären, seine Reue zu bekunden und anzubieten, den Schaden wieder gut zu machen. Als letzter Punkt gehört dazu, um Vergebung zu bitten.

Richtig entschuldigen in fünf Schritten

Nicht alle sechs Punkte müssen in einer guten Entschuldigung enthalten sein. Als besonders wichtig hat sich herausgestellt, dass man die Verantwortung für das Geschehene übernimmt und Wiedergutmachung anbietet. Wir haben die wichtigsten Schritte zusammengefasst:

  1. Erst denken, dann sprechen
    Auch wenn einem das „Sorry“ noch so sehr unter den Nägeln brennt, sollte man das Geschehen zunächst noch einmal allein durchgehen und sich fragen: Was genau ist schiefgelaufen? Was hat mich zu meinem Verhalten veranlasst? Warum war das für die andere Person ein Problem? Kann ich es wiedergutmachen, indem ich zum Beispiel vor Dritten etwas richtigstelle oder zukünftig mein Verhalten ändere?
     
  2. Keine Ausflüchte suchen
    Als nächstes geht es daran, die Person von Angesicht zu Angesicht um Verzeihung zu bitten. Dabei bloß nicht lange herumdrucksen, sondern direkt auf den Punkt kommen.
     
  3. Die Situation abchecken
    Es kann sein, dass das Gegenüber die Entschuldigung nicht sofort annimmt. Wer nun wieder anfängt zu schimpfen, macht aber alles nur noch schlimmer. Stattdessen ist es klüger, den anderen für eine Weile allein zu lassen und zu fragen, ob man ihn ein paar Tage später anrufen darf.
     
  4. Verantwortung übernehmen
    Bestenfalls kommt es – sofort oder später – zum Gespräch. Wer Schritt 1 beherzigt hat, kann nun erklären, wie es zum Fehltritt kam, und sollte ohne Wenn und Aber die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
     
  5. Wiedergutmachung anbieten
    Am besten zeigt man nun, dass man hinzugelernt hat, indem man direkt eine Lösung oder Wiedergutmachung anbietet. Auch hierbei sollte man möglichst konkret sein, sonst könnte der Vorschlag als Ablenkungsmanöver interpretiert werden.
     

Die Freundin oder der Kumpel hat die Entschuldigung angenommen? Super, aber nun gilt es auch, zu seinem Wort zu stehen. Denn wenn man sich immer wieder für die gleiche Sache entschuldigen muss, verzeiht einem irgendwann niemand mehr.

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