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Young 01/2017
Jugendliche Frau am Praktikumsplatz
© sturti / Getty Images

Praktikum: Worauf man achten sollte

Ein Praktikum bietet die Chance, in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern und Erfahrungen zu sammeln. Um keine böse Überraschung zu erleben, sollte man jedoch seine Rechte und Pflichten kennen und schon vor Antritt auf einiges achten.

Als Schüler oder Student hat man durch ein Praktikum die Möglichkeit, die Vorstellungen von seinem Traumjob mit der Realität abzugleichen, die Arbeitswelt kennenzulernen und Kontakte in die Branche zu knüpfen. Aus Unternehmenssicht sind Praktika sogar in der Regel Pflicht: So erwarten 81 % der Firmen, dass Absolventen einschlägige Praktika vor ihrem Berufseinstieg gemacht haben.¹ Gleichzeitig gibt es immer wieder Arbeitgeber, die Praktikanten lediglich unliebsame Hilfsarbeiten wie das Sortieren der Ablage übertragen. Der Lerneffekt ist dann natürlich gleich null, das Ziel verfehlt. Um solche Erfahrungen zu vermeiden, sollte man schon vor Beginn des Praktikums seine Rechte und Pflichten kennen.

Ein Vertrag ist kein Muss, aber sinnvoll

Entspricht das Praktikum nicht den Vorstellungen, kann man auf den Vertrag verweisen.

Macht man ein Schülerpraktikum oder ein Pflichtpraktikum während des Studiums, sind die Rechte und Pflichten durch die Ausbildungs- und Studienordnungen klar geregelt. Anders sieht es bei einem freiwilligen Praktikum aus, das man beispielsweise in den Ferien und vor oder nach dem Studium absolvieren kann: Hier werden die Höhe des Gehalts, Arbeitszeiten und weitere Rahmendaten individuell verhandelt. Ein schriftlicher Praktikumsvertrag ist für den Arbeitgeber zwar kein Muss, aber für beide Seiten empfehlenswert, da er Klarheit über Aufgaben, Rechte und Pflichten schafft. Idealerweise findet ein Vorgespräch statt, in dem man sich über die Inhalte verständigt. Auch die Tätigkeiten können darin eingegrenzt werden. Stellt sich später heraus, dass das Praktikum so gar nicht den Vorstellungen entspricht, kann man auf den Vertrag verweisen. Darüber hinaus gibt es einige gesetzliche Vorgaben, die je nach Art des Praktikums stark voneinander abweichen.

Gehalt
Schüler- und Pflichtpraktika müssen nicht vergütet werden. Beim freiwilligen Praktikum ist die Bezahlung seit Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro hingegen sogar vorgeschrieben. Das gilt allerdings nicht für Praktikanten unter 18 Jahren, die noch keinen Berufsabschluss erworben haben. Ebenfalls nicht vergütet werden müssen freiwillige Praktika, die kürzer als drei Monate dauern, sowie Praxisphasen, zum Beispiel während eines dualen Studiums. Erhält man bei einem freiwilligen Praktikum ein Einkommen, ist es von der Einkommensteuer befreit, solange der Grundfreibetrag von aktuell 8.652,00 Euro jährlich nicht überschritten wird.

Arbeitszeiten
Grundsätzlich darf die Arbeitszeit während des Praktikums acht Stunden am Tag nicht überschreiten – das regelt das Arbeitszeitgesetz. Bei Praktikanten unter 15 Jahren liegt die Grenze bei sieben Stunden am Tag. Ausnahmeregelungen gelten für Bereiche wie Gastronomie, Bau und Landwirtschaft.

Urlaub
Wer ein Pflichtpraktikum absolviert, hat keinen Anspruch auf Urlaub. Bei einem freiwilligen Praktikum gelten die gleichen Rechte wie bei Angestellten, man hat also ein Anrecht auf 24 Urlaubsage im Jahr beziehungsweise 2 Urlaubstage im Monat.

Zeugnis
Nach Ende des Praktikums steht jedem ein Zeugnis zu. Bei einem Pflichtpraktikum gibt es meist lediglich eine Bescheinigung, dass man beim Unternehmen beschäftigt war. Wer ein freiwilliges Praktikum absolviert, hat jedoch das Recht auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis mit Tätigkeitsbeschreibung und Beurteilung.

Verhalten am Praktikumsplatz

Neben den Rechten und Pflichten, die gesetzlich oder im Vertrag festgehalten sind, sollte jeder Praktikant einiges berücksichtigen, um das Vertrauen der Kollegen und Vorgesetzten zu erlangen und das Beste aus dem Praktikum herauszuholen.

Die Dos im Praktikum

  • Privates im Büro erledigen: Am Firmencomputer sollte man nie durch Shoppingportale surfen oder sein soziales Netzwerk bei Facebook & Co. pflegen. Dazu kann man in der Pause sein Smartphone nutzen oder es am besten gleich auf den Abend verschieben.
  • Hinter dem Rücken anderer tratschen: Über Kollegen oder den Arbeitgeber zu lästern, kommt niemals gut an. Erstens ist es kein feiner Zug und zweitens ist die Zeit viel zu kurz, um einschätzen zu können, welche Lager es gibt und wer mit wem verbandelt ist.
  • Andere Praktikanten schlechtmachen: Ein wenig Konkurrenz motiviert natürlich, sein Bestes zu geben, aber man sollte es nicht übertreiben – das Unternehmen bekommt ein viel besseres Bild von einem, wenn man zeigt, dass man teamfähig ist.
  • Kritik persönlich nehmen: Im Praktikum macht man auch mal Fehler – das ist ganz klar. Wenn ein Kollege die Arbeit korrigiert, sollte man sich nicht angegriffen fühlen, sondern für das Feedback bedanken und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.
  • Vertrauliches ausplaudern: Betriebsgeheimnisse darf man – wie der Name schon sagt – zu Hause nicht weitererzählen. Wer sich unsicher ist, fragt lieber nach, ob eine Sache vertraulich ist oder nicht.

     

Die Don'ts im Praktikum

  • Privates im Büro erledigen: Am Firmencomputer sollte man nie durch Shoppingportale surfen oder sein soziales Netzwerk bei Facebook & Co. pflegen. Dazu kann man in der Pause sein Smartphone nutzen oder es am besten gleich auf den Abend verschieben.
  • Hinter dem Rücken anderer tratschen: Über Kollegen oder den Arbeitgeber zu lästern, kommt niemals gut an. Erstens ist es kein feiner Zug und zweitens ist die Zeit viel zu kurz, um einschätzen zu können, welche Lager es gibt und wer mit wem verbandelt ist.
  • Andere Praktikanten schlechtmachen: Ein wenig Konkurrenz motiviert natürlich, sein Bestes zu geben, aber man sollte es nicht übertreiben – das Unternehmen bekommt ein viel besseres Bild von einem, wenn man zeigt, dass man teamfähig ist.
  • Kritik persönlich nehmen: Im Praktikum macht man auch mal Fehler – das ist ganz klar. Wenn ein Kollege die Arbeit korrigiert, sollte man sich nicht angegriffen fühlen, sondern für das Feedback bedanken und versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen.
  • Vertrauliches ausplaudern: Betriebsgeheimnisse darf man – wie der Name schon sagt – zu Hause nicht weitererzählen. Wer sich unsicher ist, fragt lieber nach, ob eine Sache vertraulich ist oder nicht.

Wie findet man den passenden Praktikumsplatz?

Für alle, die noch nicht wissen, welches Unternehmen sie gern besser kennenlernen würden, gibt es im Internet zahlreiche Suchportale für Praktikumsplätze, zum Beispiel von der Arbeitsagentur und den Industrie- und Handelskammern. Auch die Handwerkskammern vieler Städte bieten Praktikumsbörsen für ihre Region an – man findet sie leicht über die Suchmaschine im Internet.

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