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Fitness 01/2017
Frau lernt Klettern fuer Anfaenger
© nullplus / Getty Images

Hoch hinaus: Klettern für Anfänger

Den Rücken stärken, den Körper fordern, vom Alltag abschalten – es gibt viele gute Gründe, sich hoch hinaus zu wagen und klettern zu lernen. Bergführer Martin Warscher verrät, wie und wo man am besten damit anfängt.

Boulderhallen oder Kletterparks sind gute Einstiegsmöglichkeiten, um die Technik des Kletterns zu erlernen. Aber irgendwann will jeder Kletterer raus aus der Halle und rauf auf die Felswand. Das Klettern im Gebirge ohne vorgefertigte Steigbügel sollte zwar den Fortgeschrittenen und Profis vorbehalten sein, doch auch für Anfänger kann es schon am ersten Tag gut 30 Meter hoch gehen.

Klettern eignet sich für jedermann

Sogar Höhenangst lässt sich in den Griff bekommen.

Bergführer Martin Warscher

Wer über eine gewisse Kraft, Kondition und Ausdauer verfügt, hat zwar einen einfacheren Start an der Bergwand, doch man muss nicht topfit sein, um mit dem Klettern zu beginnen: „Jeder kann klettern lernen“, sagt Bergführer Martin Warscher vom Berg- und Skiführerverein Kals am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs. „Wichtig ist jedoch, seine eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen, den passenden Schwierigkeitsgrad zu wählen und sich gut vorzubereiten. Auch Höhenangst ist übrigens ganz natürlich – selbst ich als Profi kenne sie gut. Durch langsame Schritte lässt sie sich aber in den Griff bekommen.“

Gut ausgerüstet in die Berge

Wer sich ins Gebirge aufmachen möchte, benötigt eine moderne, geprüfte Grundausrüstung. Zu dieser gehört ein Klettergurt. Er stellt die Verbindung zwischen Mensch und Seil her, sollte deshalb unbedingt gut sitzen, nicht einschneiden und verstellbar sein. „Es ist ganz entscheidend, den richtigen Anseilpunkt zu bestimmen“, ergänzt Warscher. „Das heißt, das Körpergewicht unterhalb des Punktes muss größer sein als oberhalb, sonst kippt man bei einem Sturz hintenüber.“ Darüber hinaus benötigen angehende Bergsteiger ein Kletterseil mit entsprechendem Sicherungsgerät, einen Helm gegen Steinschlag und Sturzverletzungen sowie Kletterschuhe, die für Anfänger vor allem bequem sein sollten.

Klettern lernen: Tipps vom Profi

Bevor es tatsächlich losgeht, gilt es, die Ausrüstung noch einmal zu überprüfen und Knoten, Griffe sowie die Teamarbeit zu üben. Im Klettergarten sind Kletterwege unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen im Fels vorbereitet. Im Gegensatz zur Kletterhalle gibt es aber keine farbigen Griffe – wo man Hände und Füße hinsetzt, muss man somit selbst entscheiden. Profi Warscher hat einige Tipps für Anfänger parat:

  • Konzentriere dich
    Wenn sich nach anfänglicher Unsicherheit Euphorie breitmacht, fangen viele Teilnehmer an zu blödeln und das Unfallrisiko steigt. Deshalb: Unbedingt fokussiert bleiben.
  • Kommuniziere
    Man sollte nicht nur eine ähnliche Körpergröße wie der Partner haben, sondern sich auch genau mit ihm absprechen. Mitkletterer, die nicht zur „Seilschaft“ gehören, sollten sich dagegen mit Kommentaren zurückhalten – sie sorgen nur für Ablenkung.
  • Bleib locker
    Klettern bedeutet nicht, am Fels zu kleben: Die Kraft kommt aus den Beinen, man drückt sich nach oben, statt zu ziehen.
  • Halte dreifach Kontakt zum Fels
    Wenn nur eine Hand zum Einhängen des Seils weitergreift oder nur ein Fuß weitersteigt, ist es leichter, das Gleichgewicht zu halten.

Für Anfänger empfiehlt sich eine geführte Tour

Wer alle Vorkehrungen getroffen hat und die Ratschläge beherzigt, kann sich auf seine erste Klettertour machen. Anfänger sollten allerdings nicht allein in die Berge gehen. Ratsamer ist es, sich einer geführten Seilschaft anzuschließen oder einen privaten Bergführer zu mieten. Er sorgt für Sicherheit, kennt die beste Route und gibt Tipps, wie man die Herausforderung am besten bewältigt. Martin Warscher begleitet auch Einsteiger über Gletscherfelder bis auf den Großglockner, geht allerdings selbst immer voran und sichert bis zu drei Teilnehmer am Seil: „Bei einer Neigung bis 40 Grad im Eis darf man sich keine Ausrutscher erlauben. Da sind Steigeisen und die professionellen Anweisungen eines Bergführers gefragt.“

Auf Nummer sicher mit dem Sportler-Check-up

Es zieht Sie in die Berge? Um gesundheitliche Risiken nach einer Sportpause oder bei besonderen sportlichen Herausforderungen auszuschließen, sollten Sie vorab einen Sportler-Check-up von einem kassenzugelassenen Sportmediziner machen lassen. Der Basis-Check-up eignet sich für sportliche (Wieder-)Einsteiger ohne Risikofaktoren. Der erweiterte Sportler-Check-up, einschließlich Belastungs-EKG, wird allen ab 35 Jahren, insbesondere leistungsorientierten Sportlern und Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder schwerwiegenden orthopädischen Einschränkungen empfohlen. Die BKK Mobil Oil übernimmt für den Basis-Check-up bis zu 70,00 Euro pro Untersuchung, für den erweiterten Check-up bis zu 130,00 Euro.

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