Rubrik Navigation

Vorheriger Rubrik
Gesundheit
Nächste Rubrik
Gesundheit 01/2017
Frau mit Heuschnupfen
© bluecinema / Getty Images

Heuschnupfen erkennen und behandeln

Ob Weide, Erle oder Haselnuss: Schon seit Wochen sind etliche Pollenarten unterwegs und bringen Allergiker zum Schniefen und Niesen. Woran erkennt man eigentlich Heuschnupfen? Und was lässt sich gegen die lästigen Symptome tun?

Auch wenn die Wissenschaft noch nach den Gründen forscht: Tatsache ist, dass immer mehr Menschen weltweit unter Allergien leiden – und die Pollen sind als Auslöser ganz vorn mit dabei: So wurde in Deutschland bei rund 15 % der Bevölkerung zwischen 18 und 79 Jahren schon einmal Heuschnupfen festgestellt.¹ Neben einer laufenden oder verstopften Nase und Niesanfällen sind juckende, tränende Augen typisch für eine Pollenallergie und ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber einer Erkältung. Wer diese Symptome bei sich feststellt, sollte einen Hautarzt aufsuchen. Er klärt anhand eines Hauttests ab, auf welche Pollen man überempfindlich reagiert. Ein Pollenflugkalender verrät dann, wann und in welchen Regionen man mit Beschwerden zu rechnen hat.

Auch Erwachsene können erstmals erkranken

Die erbliche Veranlagung spielt bei der Heuschnupfenerkrankung eine entscheidende Rolle. Das Risiko ist besonders groß, wenn Vater und Mutter unter allergischen Reaktionen leiden. Aber auch, wenn man längst erwachsen ist, kann plötzlich eine Pollenallergie auftreten. Die Ursachen sind noch unklar, Forscher haben jedoch festgestellt, dass psychischer Stress die Symptome bei Heuschnupfen verstärken kann. Tröstlich ist: Ebenso wie die Pollenallergie unvermittelt beginnt, kann sie sich auch von allein wieder geben.

Eine Allergie kommt selten allein

Wer unter Heuschnupfen leidet, reagiert häufig auch auf bestimmte Nahrungsmittel überempfindlich. Der Grund sind Nahrungsmittelbestandteile, die den Pollenallergenen ähneln. So haben Birkenallergiker beispielsweise häufig mit Sojaprodukten Probleme. Und wer empfindlich auf Gräser reagiert, verträgt oft kein Weizenmehl. Man spricht in diesen Fällen von einer Kreuzallergie.

Was tun gegen Heuschnupfen-Symptome?

Leiden Pollenallergiker unter leichten bis mittelschweren Symptomen, genügt ihnen oft eine Linderung mit Augentropfen und Nasensprays. Letztere sollten allerdings nur kurzzeitig eingesetzt werden, da sie die Schleimhäute schädigen können. Bei starken, akuten Beschwerden empfehlen sich Antihistaminika – das sind Arzneistoffe gegen den körpereigenen Botenstoff Histamin, der die allergischen Symptome auslöst. Es gibt sie als Tabletten, Augentropfen oder Nasenspray rezeptfrei in der Apotheke. Substanzen wie Cromoglicinsäure oder Nedocromil verhindern, dass Histamin überhaupt freigesetzt wird. Diese brauchen jedoch einige Tage, um zu wirken. Helfen diese Mittel nicht ausreichend, kann man sich vom Arzt ein kortisonhaltiges Nasenspray verschreiben lassen. Aber auch Vorbeugung ist möglich, zum Beispiel mit Mitteln auf homöopathischer Basis wie etwa indisches Lungenkraut in Form von Globuli, Tabletten oder Tropfen. Auch Kalziumtabletten haben sich in vielen Fällen bewährt.

Keine Chance der Schnupfennase

Auch jenseits von Medikamenten gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, die Allergikern in der Heuschnupfenzeit helfen.

Rund um den Körper
Waschen Sie sich während der Pollenflugzeit mehrmals täglich das Gesicht und abends vor dem Zubettgehen die Haare. Meiden Sie Haarsprays und Deos, da sie die allergiegeplagten Atemwege zusätzlich reizen. Trinken Sie viel, um die Mund- und Nasenschleimhäute feucht zu halten. Außerdem können Sie Ihre Nase täglich mit einer Nasendusche reinigen.

Zu Hause
Ziehen Sie Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers aus und waschen Sie regelmäßig Ihre Bettwäsche. Lassen Sie Wäsche in der Pollenflugzeit aber nicht draußen trocknen. Mit Schutzgittern können Sie verhindern, dass Pollen durchs Fenster eindringen. Tauschen Sie zudem Teppiche gegen Laminat oder Parkett. Häufiges Staubsaugen und Wischen verringert die Gefahr, dass lose Pollen aufgewirbelt werden. Außerdem kann es helfen, nasse Handtücher in der Wohnung aufzuhängen – sie fangen Pollen ab.

Im Freien
Meiden Sie stark befahrene Straßen – durch Abgas verunreinigte Pollen wirken noch aggressiver. Halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und lassen Sie Pollenfilter in die Lüftungsanlage des Autos einbauen. Bei der Urlaubsplanung sollten Sie den Pollenflugkalender im Blick behalten und nach Möglichkeit Ziele am Meer oder im Gebirge aussuchen.

info image

Tipp

Der Pollenflug-Gefahrenindex informiert Sie tagesaktuell darüber, welche Pollen in Ihrer Region unterwegs sind.

Frau lernt Klettern fuer Anfaenger
Vorheriger artikel
Hoch hinaus: Klettern für Anfänger
Jugendliche Frau am Praktikumsplatz
Nächster artikel
Praktikum: Worauf man achten sollte

Newsletter bestellen und informiert bleiben

Aktiv-Prämie, erweiterte Früherkennungs- und Vorsorgeangebote, Fitnessstudio-Rabatte oder Ernährungskurse: In vollem Umfang von unseren zahlreichen Zusatzleistungen und Angeboten profitieren kann nur, wer informiert bleibt. Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Newsletter und lassen Sie sich bis zu 4 x jährlich über Leistungs- und Serviceangebote sowie rund um die Themen Sport, Familie oder Gesundheit im Job informieren.

Mitglieder werben Mitglieder

Sie sind zufrieden mit der BKK Mobil Oil? Dann empfehlen Sie uns doch einfach weiter. Als Dankeschön erhalten Sie für jedes geworbene Mitglied von uns 20,00 Euro.