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Familie 01/2017
Vater und Kind mit Fahrradhelm
© pixdeluxe / Getty Images

Radeln, aber sicher: Fahrradhelme für die ganze Familie

Wer einen Fahrradhelm trägt, ist bei einem Unfall vor lebensgefährlichen Verletzungen besser geschützt – das gilt für Erwachsene wie Kinder. Doch wie lässt sich der Nachwuchs vom Tragen eines Helms überzeugen und worauf muss man beim Kauf achten?

Ein Fahrradhelm kann Leben retten: US-Forscher fanden heraus, dass im Falle eines Unfalls bei Radfahrern mit Helm das Risiko für schwere Hirntraumata und eine tödliche Verletzung um etwa 60 % geringer ist als bei helmlosen Radfahrern.¹ Dennoch tragen in Deutschland über alle Altersgruppen hinweg nur 17 % der Radfahrer einen Helm.² Während zwei Drittel der Kinder unter 10 Jahren einen Helm tragen, sinkt der Wert zwischen 11 und 16 Jahren auf ein Drittel. Im Alter zwischen 17 und 30 erreicht er seinen Tiefstand im einstelligen Prozentbereich und steigt danach auf rund 20 %. Das ist wenig, wenn man bedenkt, dass Erwachsene eine Vorbildfunktion haben – ganz gleich, ob sie eigene Kinder haben oder ihnen nur auf der Straße begegnen.

Kinder vom Fahrradhelm überzeugen

Erklären Sie dem Kind, warum der Helm wichtig ist.

Wie kann man seinem Nachwuchs den Fahrradhelm „schmackhaft“ machen? Zunächst sollten Sie dem Kind erklären, warum der Helm wichtig ist. Kinder befolgen Regeln eher, wenn sie ihren Sinn verstehen. Eltern sollten klarstellen, dass das Helmtragen ebenso wie das Anschnallen im Auto eine normale Sicherheitsmaßnahme ist – und es dann vorleben. Am besten gewöhnt man das Kind schon auf dem Laufrad an den Helm, so gibt es später weniger Diskussionen. Ist das Kind alt genug, kann man es beim Kauf des Fahrradhelms mitentscheiden lassen. Denn: Mögen die Kinder den Helm nicht, wird er auch nicht aufgesetzt.

Der richtige Fahrradhelm für jedes Alter

Für ganz kleine Kinder, die im Fahrradkindersitz mitfahren, gibt es sogenannte Mitfahrerhelme. Ihre Form umschließt den Kinderkopf, sie reichen also sehr weit in die Stirn, über die Schläfe und den Hinterkopf. Außerdem haben sie kleinere Lüftungsschlitze, weil die Kinder nicht selbst fahren und somit kaum schwitzen. Allerdings schränken die Mitfahrerhelme das Sichtfeld etwas ein. Deshalb brauchen Kinder, sobald sie selbst Radfahren lernen, einen regulären Fahrradhelm mit ausreichend großen Lüftungsschlitzen und freier Sicht. Darüber hinaus haben diese Helme eine vorstehende Krempe zum Schutz gegen Frontalunfälle. Achten sollten Eltern auf Reflektoren vorn, hinten und an den Seiten des Fahrradhelms, damit die Kleinen jederzeit gut sichtbar sind.

Sitzt, passt und schützt: Tipps für den Helmkauf

Wie muss ein Fahrradhelm richtig sitzen? Für Kinder und Erwachsene gilt gleichermaßen: Seine Schutzwirkung erfüllt ein Fahrradhelm nur, wenn er richtig passt. Auch bei längeren Touren sollte er den Komfort des Trägers nicht einschränken. Legen Sie beim Kauf aber nicht nur auf Optik und Passform wert, sondern auch auf Riemen und Anpassungsfähigkeit. Der beste Helm ist der, den Sie nicht spüren. In jedem Fall muss der Helm anprobiert und individuell eingestellt werden. Idealerweise lässt man sich im Fachhandel beraten. Wir verraten, worauf beim Kauf zu achten ist:

  • Der Fahrradhelm muss in seiner Größe und Form zum Kopf passen. Setzen Sie ihn beim Anprobieren gerade auf den Kopf, die Stirn muss bedeckt sein. Der Helm sollte nun nicht drücken, aber auch nicht wackeln oder sich verdrehen lassen. Für Kinder sollte auf keinen Fall ein Modell gewählt werden, in das sie erst „hineinwachsen“. Anpassungssysteme und Wechselpolster dienen lediglich der Feineinstellung.
  • Der Helm sollte von der Seite betrachtet waagerecht auf dem Kopf sitzen. Fahrradhelme, die im Nacken hängen, können bei einem Sturz schwere Verletzungen zur Folge haben. Und zu weit in die Stirn gezogen beeinträchtigen sie möglicherweise das Sichtfeld.
  • Die Riemen des Fahrradhelms sollten möglichst weich und breit sein und sich dabei gut verstellen lassen. Der Kinnriemen teilt sich direkt unterhalb der Ohren und führt vorn und hinten an ihnen vorbei. Um die Ohren bildet sich so ein Dreieck, das am Kopf anliegt. Zwischen Kinnriemen und Kinn muss noch ein Finger passen. Der Verschluss sollte nicht die Haut am Kinn einklemmen und sich im Notfall mit einer Hand öffnen lassen.
  • Ein geringes Gewicht und eine gute Belüftung erhöhen den Tragekomfort. Praktisch sind Polster, die sich zum Waschen herausnehmen lassen.
  • Mit dem Prüfzeichen DIN EN 1078 (CE) ist sichergestellt, dass der Fahrradhelm standardisierte Schlag- und Abstreiftests übersteht.

Jeder Fahrradhelm schützt nur einmal

Nach einem Sturz sollte der Fahrradhelm ausgetauscht werden, selbst wenn er keine sichtbaren Schäden aufweist. Aber auch durch die UV-Strahlung verliert der Helm mit der Zeit seine Schutzwirkung. Deshalb sollte man trotz Prüfzeichen nie einen gebrauchten Fahrradhelm kaufen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, tauscht seinen Helm nach fünf Jahren gegen einen neuen aus.

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