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Familie 01/2017
Glueckliches Liebespaar mit Kind
© PeopleImages / Getty Images

Eltern werden – Liebespaar bleiben

Kommt das erste Kind zur Welt, wartet neben aller Freude auch manche Herausforderung auf die Eltern – vor allem als Paar. Wie gelingt es, die Liebe zwischen Windeln, Spielzeug und Job zu erhalten? Wir haben den Paarberater Michael Mary gefragt.

Dass ein Baby das Leben der Eltern komplett verändert, ist den meisten Paaren schon vor der Geburt klar. Oftmals denken sie dabei jedoch vor allem an die Versorgung des Kindes. Dass das neue Familienmitglied auch die Zweierbeziehung der Eltern auf den Kopf stellt, merken viele allerdings erst, wenn sich nach einiger Zeit mit dem Kind das Gefühl einstellt: Wir funktionieren nur noch und leben nebeneinander her. Manche Beziehung geht sogar in die Brüche, wenn sich plötzlich alles um das Baby dreht. Wir haben den Paartherapeuten Michael Mary gefragt, wo Herausforderungen und Probleme liegen und wie man ihnen begegnet, um die Liebe lebendig zu halten.

Paarbeziehung im Blick behalten

Auch mit Baby ist es machbar, bewusst Zeit zu zweit einzuplanen.

„Die größte Gefahr für die Partnerschaft droht von den Frustrationen und Enttäuschungen, die damit verbunden sind, dass sich der Schwerpunkt einer Beziehung vom emotional-leidenschaftlichen auf den partnerschaftlichen Aspekt verschiebt“, erklärt der Experte. „Pflichten nehmen zu, die Zeit füreinander nimmt ab. Dabei können sich die Partner leicht aus den Augen verlieren: Sie kommunizieren weniger intim und tauschen sich weniger über ihre eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten aus.“ Die besondere Herausforderung für Paare mit Kindern besteht laut Mary darin, nicht nur Eltern und ein gutes Team, sondern weiterhin auch Freunde und Liebespartner füreinander zu sein – natürlich nicht in dem Ausmaß wie vorher, aber dennoch genügend intensiv. Auch mit Baby ist es machbar, bewusst Zeit zu zweit einzuplanen und zum Beispiel gemeinsam zum Sport zu gehen oder sich zu Hause etwas Schönes zu kochen, während die Großeltern oder ein Babysitter auf das Kind aufpassen. Generell ist es wichtig, dass jeder seine Freundschaften und Interessen weiterpflegt – so gibt es auch jenseits der alltäglichen Verpflichtungen genügend Gesprächsstoff, der nicht zu kurz kommen sollte.

Gemeinsam Regelungen finden

Hinzu kommt, dass sich die Rollenverteilung innerhalb der Beziehung unvermeidlich ändert. Waren vor der Geburt des Kindes beide Elternteile voll berufstätig, gilt es zu entscheiden, wer wie lange zu Hause bleibt und sich um den Nachwuchs kümmert. Mary weiß: „Wer im Haus bleibt, dem fällt eher die Decke auf den Kopf, während derjenige, der berufstätig ist, sich leichter entziehen kann.“ Umso wichtiger ist es, frühzeitig gemeinsam Regelungen zu finden, wie Arbeit, Haushalt und Kinderbetreuung, aber auch Zeit für Freundschaften, Hobbys und nicht zuletzt das Schlafen auf beide verteilt werden. Frauen fehlt als „Vollzeitmutter“ oft die Anerkennung ihrer Leistung, die sie vorher im Beruf bekommen haben. Dass auch Väter Elternzeit nehmen, kann zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Aber auch sonst sollte der Mann Interesse am Alltag zu Hause zeigen und immer wieder Unterstützung anbieten. Dennoch sind Reibereien und Streitigkeiten laut Mary in dieser Zeit unvermeidlich, weil sie dabei helfen, Entwicklungen innerhalb der Beziehung zu korrigieren. Er warnt jedoch: „Keinesfalls sollten Paare die Konflikte aussitzen oder lange schwelen lassen. Es ist besser, eine Auseinandersetzung mehr zu haben, als dass sich die Fronten aufgrund unausgesprochener Vorwürfe oder Verletzungen verhärten.“

Immer im Gespräch bleiben

Auf dem Weg zum glücklichen und entspannten Familienleben ist neben Offenheit und Verständnis für die Bedürfnisse des jeweils anderen vor allem Geduld gefragt, denn ein eingespielter Alltag mit fester Rollenverteilung lässt sich nicht von heute auf morgen verändern. Und was ist, wenn bereits erste Risse in der Partnerschaft entstanden sind? Mary hat die Erfahrung gemacht, dass sich auch diese wieder kitten lassen: „Es kommt allerdings auf die Tiefe der Enttäuschungen und damit verbundenen Verletzungen an. Auch in diesem Fall gilt: Je eher sich die Eltern den wunden Punkten ihrer Beziehung zuwenden, desto besser sind die Chancen, beieinander zu bleiben und ein neues Gleichgewicht innerhalb der Partnerschaft mit Kind zu finden.“ Vor allem sollten Paare, die sich für Nachwuchs entscheiden, optimistisch und möglichst gelassen mit der neuen Situation umgehen – dann stehen die Chancen gut, dass sie auch Herausforderungen und Probleme gut meistern werden.

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Tipp

Wenn die Familienkonstellation sich ändert, gehört auch der Versicherungsschutz auf den Prüfstand. Sie haben geheiratet oder ein Kind bekommen? Mit der Familienversicherung bietet die BKK Mobil Oil Versicherten und ihren Angehörigen nicht nur eine verlässliche Gesundheitsbetreuung, sondern auch viele Zusatzleistungen. Erfahren Sie mehr auf unserer Website unter www.bkk-mobil-oil.de/familienversicherung.

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