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Gesundheit 01/2017
Arzt untersucht Hueftgelenk auf Arthrose
© Jan-Otto / Getty Images

Arthrose: Das hilft gegen Gelenkverschleiß

Arthrose gilt weltweit als die häufigste Gelenkerkrankung erwachsener Menschen – und sie tritt nicht erst im hohen Alter auf. Der Orthopäde Dr. Thomas Pfeifer veranschaulicht, wie Arthrose entsteht und was man aktiv dagegen tun kann.

Permanente Schmerzen in den Knie-, Hüft- und Schultergelenken, aber auch in den Finger- und Wirbelgelenken sind oft ein Zeichen von Arthrose. Repräsentativen Umfragen zufolge wurde bei jedem fünften Deutschen zwischen 18 und 79 Jahren schon mal eine Arthrose ärztlich festgestellt. Frauen sind dabei mit 22,3 % häufiger betroffen als Männer mit 18,1 %.¹ Warum Gelenkerkrankungen so weitverbreitet sind, welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt und wie man den Beschwerden vorbeugen kann, veranschaulicht der erfahrene Orthopäde Dr. Thomas Pfeifer in seinem Buch „Treffen sich zwei Knochen“. Wir haben ihn zum Thema Arthrose interviewt.

Mobil-e: Herr Dr. Pfeifer, was ist Arthrose eigentlich genau?

Dr. Thomas Pfeifer: Arthrose ist ein Gelenkverschleiß. Um das zu verstehen, muss man wissen, dass die Enden unserer Knochen mit einer schützenden dünnen Knorpelschicht überzogen sind. Sie sorgt dafür, dass unsere Gelenke sich reibungslos bewegen können. Obwohl der Knorpel sehr robust ist, kann er geschädigt werden. Zunächst ist der Schaden begrenzt und oberflächlich, doch im Spätstadium der Arthrose ist der Gelenkknorpel im erkrankten Bereich vollständig abgerieben und verschwunden. Hierdurch reibt der jetzt freiliegende Knochen direkt auf dem Knochen der Gegenseite. Die Folge sind Schmerzen und Funktionseinschränkungen. Zusätzlich zur direkten Gelenkschädigung können die abgeriebenen Knorpelteilchen eine Entzündung hervorrufen. In diesem Fall spricht man von einer „aktivierten Arthrose“.

Mobil-e: Wie kommt es dazu, dass der Knorpel geschädigt wird und Arthrose entsteht?

Dr. Thomas Pfeifer: Zwar sind noch nicht alle Ursachen bekannt, doch wir wissen, dass einige Faktoren die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen. Neben Aspekten, die sich nicht beeinflussen lassen, also zum Beispiel Alter und Geschlecht, zählen Verletzungen, Überbeanspruchung und altersbedingte Abnutzung dazu. Ebenso erhöht einseitige Belastung die Gefahr, an Arthrose zu erkranken. Das gilt zum Beispiel für Berufstätige, die den ganzen Tag lang sitzen: Ihr Knie ist die meiste Zeit gebeugt und die Kniescheibe wird eng an das Kniegelenk gepresst. Dieser permanente Druck führt zu einer Mangelversorgung der Gelenkflächen. Ein ganz wichtiger und oft vernachlässigter Risikofaktor ist Übergewicht: Zum einen bedeutet jedes Kilo mehr auf der Waage eine zusätzliche Belastung für die Gelenke. Zum anderen haben Studien aber auch gezeigt, dass Fettgewebe Entzündungsfaktoren produziert, die dazu beitragen, dass der Knorpel weicher und weniger widerstandsfähig wird.

Mobil-e: Wie erkennt man als Betroffener, dass man an Arthrose leidet?

Dr. Thomas Pfeifer: Der Patient selbst merkt in der Regel lange nichts davon, da der Knorpel keine Nerven besitzt und somit trotz Abnutzung nicht wehtut. Schmerzen treten erst recht spät auf, nämlich wenn umliegendes Gewebe betroffen ist – und dann gibt es leider keine Möglichkeit mehr, bereits entstandene Schäden rückgängig zu machen. Immerhin gibt es Berichte, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat, Kollagen und Hyaluron die Symptome bei Betroffenen positiv beeinflussen und so das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können. Dennoch ist und bleibt bei Arthrose die Vorbeugung das wichtigste Element.

Mobil-e: Und was kann man zur Vorbeugung tun?

Dr. Thomas Pfeifer: Wer berufsbedingt viel sitzt, sollte in seiner Freizeit einen Ausgleich schaffen und sich gelenkschonend bewegen. Ideal sind Sportarten wie Radfahren und Schwimmen, aber auch Pilates und Aquafitness. Ebenso sind eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie – im Falle von Übergewicht – eine Gewichtsreduktion wichtige Präventionsmaßnahmen.

Mobil-e: Was können Arthrosepatienten gegen Schmerzen tun?

Dr. Thomas Pfeifer: Mit Kälte- und Wärmeanwendungen lassen sich sehr gute Erfolge bei der Schmerzlinderung erzielen. So kann bei akuten Schmerzen, die durch eine Entzündung verursacht werden, Kälte helfen. Wärme wiederum hilft eher bei chronischen Schmerzen, denn sie wirkt muskelentspannend. Nicht umsonst kehren viele Rentner Deutschland im Winter den Rücken zu: Das warme und trockene Klima im Süden tut den Gelenken gut, während die Feuchtigkeit und Kälte hierzulande die Symptome der Arthrose oft verstärken. Aber auch Medikamente gehören – immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt – zu einer sinnvollen Schmerztherapie.

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