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Ausgabe 01/2016
Ernährung 01/2016
Zucker und alternative Suessmittel
© AlexPro9500 / Thinkstock

Zuckeralternativen: Stevia & Co. unter der Lupe

Süße Leckereien haben zu Ostern Hochsaison. Bei der Zubereitung greifen Gesundheitsbewusste immer häufiger zu Zuckeralternativen wie Stevia & Co. Doch was steckt wirklich in den beliebtesten Alternativen zu Zucker?

Beim Anblick von Schokoeiern, Kuchen und Desserts standhaft zu bleiben, ist jedes Jahr zu Ostern für Naschkatzen eine echte Herausforderung. Denn jeder weiß: Der in den süßen Sachen enthaltene Zucker ist alles andere als gesund. Er führt zu Karies und ist ein zentraler Mitspieler, wenn es um Übergewicht und Folgeerkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck geht. Wer trotzdem nicht aufs Naschen verzichten möchte, hat heute viele Möglichkeiten, alternativ zu süßen. Aber was genau verbirgt sich hinter den Alternativen zu industriell hergestelltem Zucker? In ihrem Ratgeber „Echt süß!“ nimmt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Andrea Flemmer die Zuckeralternativen unter die Lupe.

Dicksäfte

Dicksäfte sind konzentrierte Fruchtsäfte, die schonend erhitzt und eingedickt werden. Hierzulande nutzt man dafür vor allem Äpfel und Birnen. Beide Varianten sind weniger süß als Haushaltszucker, haben aber fast ebenso viele Kalorien. Ihr Aroma ist fruchtig. Großer Beliebtheit erfreut sich inzwischen auch der Agavendicksaft. Er hat seine Wurzeln in Mexiko und wird aus den Blüten einer Kakteenart gewonnen. Agavendicksaft hat kaum Eigengeschmack, eine etwas höhere Süßkraft und zugleich weniger Kalorien als Haushaltszucker. Allen Dicksäften ist gemein, dass sie relativ viel Fruktose, aber keine bedeutenden gesunden Inhaltsstoffe beinhalten. Man nutzt sie zum Beispiel, um Desserts, Müsli oder Tee zu süßen.

Honig

Honig besteht zu je 40 % aus Trauben- und Fruchtzucker und zu 20 % aus Wasser. Als reines Naturprodukt enthält er wertvolle Enzyme, Antioxidantien und Nährstoffe – zumindest, wenn man ihn nicht erhitzt. Beim Abnehmen hilft diese Alternative zu Zucker allerdings nicht, denn sie hat fast ebenso viele Kalorien. Honig eignet sich gut zum Backen und Süßen von Joghurt oder Tee. Allergiker sollten aufpassen, da viele Honigsorten Blütenpollen enthalten.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker ist eine Art Palmzucker. Im Handel findet man ihn meist in teurer Bio-Qualität. Vorsicht bei auffallend günstigen Varianten: Sie sind manchmal mit gewöhnlichem Palm- oder Rohrzucker gestreckt. Diese Zuckeralternative kann 1:1 als Ersatz für Haushaltszucker dienen. Sie enthält ähnlich viele Kalorien, aber deutlich mehr Antioxidantien. Der karamellige Geschmack von Kokosblütenzucker passt besonders gut zu Desserts, Currys und Soßen.

Sirups

Zuckerrübensirup entsteht, wenn Zuckerrüben gehäckselt, gekocht, gedämpft und anschließend gepresst werden. Man kann ihn zum Würzen von Dressings und Suppen sowie zum Backen verwenden. Ahornsirup ist der eingedickte Saft des Zuckerahornbaums. Beide haben weniger Kalorien als Haushaltszucker, aber auch weniger Süßkraft und einen recht kräftigen Eigengeschmack. Ahornsirup ist insbesondere in den USA und Kanada sehr beliebt. Typischerweise wird er zum Süßen von Pancakes benutzt.

Stevia

Stevia gilt als regelrechter Wundersüßstoff: Es ist kalorienfrei, verursacht keine Karies, wirkt positiv auf den Blutzuckerspiegel und enthält obendrein viele Antioxidantien. Seit 2011 ist der natürliche Süßstoff Steviosid, der aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen wird, in Deutschland für Lebensmittel zugelassen. Steviosid ist etwa 300-mal süßer als gewöhnlicher Haushaltszucker – schon mit einer winzigen Menge lässt sich eine enorme Süße in Joghurts, Müslis, Getränken oder Schokolade erzielen. Stören kann der leicht bittere Eigengeschmack.

Auch Zuckeralternativen nur in Maßen genießen

Alternativen zu Zucker führen mit Ausnahme von Stevia langfristig zu denselben gesundheitlichen Problemen wie Haushaltszucker, wenn man zu viel davon isst. Die Zuckeralternativen sind meist ebenso kalorienreich und wegen ihrer klebrigen Konsistenz oft sogar zahnschädigender als normaler Zucker. Immerhin: Wegen ihres Eigengeschmacks verwendet man meist geringere Mengen davon und süßt somit weniger.

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