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Ernährung 01/2016
Veganer Burger
© VeselovaElena / Thinkstock

Vegane Ernährung: Was ist dran am Trend?

Immer mehr Deutsche verzichten auf tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier und setzen stattdessen auf vegane Lebensmittel. Ist vegane Ernährung nur ein neuer Hype oder steckt mehr dahinter? Wir machen den Faktencheck.

In Deutschland leben rund 900.000 Menschen vegan – das schätzt der VEBU, die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Und die Tendenz ist weiter steigend. Diese Entwicklung hat mit dem Wunsch nach gesunder Ernährung zu tun, vor allem aber mit einer grundsätzlichen Lebenseinstellung: Im Unterschied zu Vegetariern meiden Veganer nicht nur Fleisch und Fisch, sie verzichten komplett auf Tierisches – bei der Ernährung, aber auch bei Kleidung und Kosmetika.

Warum vegane Ernährung?

Meistens hat die Entscheidung für eine vegane Lebensweise ethische Gründe. Veganer wollen nicht mitverantwortlich sein, wenn Tiere leiden oder getötet werden. Aber auch Umweltprobleme wie Überdüngung und die Emission von Treibhausgasen in der Landwirtschaft spielen eine Rolle. Verschiedenen Studien zufolge haben Vegetarier und Veganer ein geringeres Risiko für chronische Erkrankungen – vor allem bei Übergewicht, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsarten stehen sie besser da.1 Insofern ist die Entscheidung für eine vegane Ernährung oft auch der Prävention gesundheitlicher Risikofaktoren zuträglich.

Können vegane Lebensmittel Fleisch ersetzen?

Wer sich für vegane Ernährung entscheidet, muss seine Lebensmittel sorgfältig zusammenstellen.

Viele Fleischesser schreckt ab, dass der Einkauf der Lebensmittel für eine gesunde vegane Ernährung mehr Zeit braucht. Und ohne Kochen geht es kaum – zumal in ländlichen Gebieten nur selten vegane Restaurants zu finden sind. Fakt ist: Wer sich für vegane Ernährung entscheidet, muss seine Lebensmittel sorgfältig zusammenstellen – sonst drohen Mangelerscheinungen. Für Fleisch sprechen die darin enthaltenen Nährstoffe: Es besteht zu rund 20 % aus Eiweiß, hinzu kommen Mineralstoffe wie Eisen und einige wichtige Vitamine aus der A- und B-Gruppe. Sie alle liegen im Fleisch größtenteils in für den menschlichen Organismus besser verfügbarer Form vor als in Pflanzen. Die pflanzlichen Proteine sind allerdings auch leichter verdaulich als tierisches Eiweiß. Enthalten sind sie zum Beispiel in Sojaprodukten wie Tofu, aber auch in Getreide und Hülsenfrüchten. Letztere bringen zudem viel Eisen mit. Nüsse beinhalten neben Eisen auch jede Menge Zink und Kalzium. Mit ein wenig Planung können Veganer also fast alle wichtigen Nährstoffe aus pflanzlichen Quellen decken. Einzig Vitamin B12 sollten sie über ein Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen.

Wegweisende Lebensweise oder Hype?

Vollständig auf tierische Produkte zu verzichten ist sicherlich nicht die passende Lösung für jedermann. Komplette Entsagung ist aus gesundheitlicher Sicht aber auch gar nicht nötig. Denn auch, wer nur hin und wieder tierische durch vegane Lebensmittel ersetzt, tut seiner Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes.

Vegane Alternativen

Viele Gerichte können ganz einfach vegan zubereitet werden – man muss nur wissen, wodurch man die eine oder andere Zutat ersetzen kann. Hier einige Beispiele:

  • Fleisch:
    Tofu, Tempeh
  • Ei in Süßspeisen:
    Eiersatzmittel (aus Maisstärke und Süßlupinenmehl), Banane, Apfelmus
  • Ei in herzhaften Speisen:
    gemahlener Leinsamen, Kichererbsen
  • Butter:
    hochwertige Margarine, pflanzliches Öl
  • Kuhmilch:
    Soja-, Getreide-, Kokos-, Mandelmilch
  • Honig:
    Agavendicksaft, Zuckerrübensirup


Viele Tipps und Rezepte rund um die vegane Ernährung finden Sie auf der Website des VEBU.

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Tipp

Worauf es bei einer gesunden Ernährung mit Genuss ankommt, haben wir in einem Special auf unserer Website für Sie zusammengestellt.

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