Frau sitzt am offenen Fenster

KOSTENÜBERNAHME BEI EINER HYPOSENSIBILISIERUNG

Eine Hyposensibilisierung ist bisher die einzige ursächliche Allergie Behandlung. Bei ihr wird dem Allergiker das für ihn relevante Allergen zugeführt, um den Körper so daran zu gewöhnen.

 

Die Hyposensibilisierung wird unter anderem angewendet bei Pollenallergien, Hausstaubmilbenallergien, Hunde- und Katzenhaarallergien und vor allem bei Heuschnupfen.

Kostenerstattung

Die BKK MOBIL OIL übernimmt die Kosten für eine Hyposensibilisierungstherapie und beteiligt sich darüber hinaus auch an den Kosten der notwendigen apothekenpflichtigen Antiallergika während Ihrer Hyposensibilisierung mit bis zu 50,00 Euro pro Kalenderjahr.

Weitere Informationen

Was ist eine Hyposensibilisierung?

Hyposensibilisierung wird auch Desensibilisierung, Allergie Impfung oder spezifische Immuntherapie genannt.

Die Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung, Allergieimpfung oder spezifische Immuntherapie genannt, ist eine Methode zur Allergie Behandlung, die dem Körper die Überreaktion auf das Allergen abgewöhnen soll. Dazu wird er mit steigenden Konzentrationen des Allergens konfrontiert. Ein- bis zweimal wöchentlich wird das Allergen unter die Haut gespritzt. Je nach Verträglichkeit steigert man die Dosis von Mal zu Mal.

Für wen lohnt sich eine Hyposensibilisierung?

Eine Hyposensibilisierung empfiehlt sich ganz besonders bei starken allergischen Beschwerden, die pro Jahr länger als drei bis vier Wochen anhalten. Außerdem lohnt sich die Hyposensibilisierung bei Allergenen, denen man nicht wirklich nicht aus dem Weg gehen kann. Also z.B. bei Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilzen oder Katzenhaaren. Wenn eine Allergie möglicherweise lebensbedrohliche Folgen haben kann, wie z.B. die Insektengiftallergie, ist eine Hyposensibilisierung die einzige Methode, diese Gefahr verlässlich zu beseitigen.

Voraussetzung für die Kostenerstattung

Um die Kosten der Begleitmedikation Ihrer Hyposensibilisierung in Form von apothekenpflichtigen Antiallergika als Monopräparate erstattet zu bekommen, benötigen Sie ein Privatrezept (grünes Rezept) Ihres Arztes und müssen die Arzneimittel über eine Apotheke beziehen. Reichen Sie uns einfach das Rezept, einen Nachweis über Ihre Hyposensibilisierung und die Apothekenquittung ein. Wir erstatten Ihnen dann die Kosten bis maximal 50,00 Euro pro Kalenderjahr.

Wie läuft eine Hyposensibilisierung ab?

  1. Allergietest
  2. Anfangsbehandlung
  3. Erhaltungstherapie

Dauer gesamt ca.
3 Jahre

Nach einem Allergietest bei Ihrem Arzt, in der Regel mittels Test auf der Haut, wissen Sie, auf welche Stoffe Sie allergisch reagieren. Wenn das Ergebnis auf eine Hausstaubmilbenallergie, Hundehaarallergie, Katzenallergie, Pollenallergie, Schimmelpilzallergie, Insektengiftallergie oder Heuschnupfen hinweist, kann eine Desensibilisierung zur Allergie Behandlung Linderung verschaffen.

Vor allem, wenn man im Alltag diesen Auslösern nur schwer ausweichen kann, lohnt sich eine Hyposensibilisierung. Diese besteht aus zwei Phasen:

Anfangsbehandlung

In dieser Phase spritzt der Arzt wöchentlich den Allergenextrakt unter die Haut. Dabei steigt Woche für Woche die Dosis. Wird dies von Ihnen gut vertragen, geht es in die nächste Phase der Hyposensibilisierung.

Erhaltungstherapie

Ziel dieser Phase ist die Stabilisierung des Immunsystems durch eine Gewöhnung an das Allergen, quasi die Desensibilisierung des Immunsystems. Dazu spritzt der Arzt nun einmal im Monat die zum Ende der Anfangsbehandlung erreichte Dosis.

Der Gesamtzeitraum einer Hyposensibilisierung erstreckt sich über etwa drei Jahre. Eine Besserung können Sie anhand von ausbleibenden Beschwerden ihrer Pollenallergie oder Ihres Heuschnupfens oder einem geringeren Medikamentenbedarf feststellen.

Nachweise einfach online einreichen

Scannen oder fotografieren Sie einfach Ihre Nachweise (den Nachweis über die Hyposensibilisierung sowie die Apothekenquittung) und senden Sie uns die Unterlagen bequem und sicher über unser

Kontaktformular

Tipps bei laufender Hyposensibilisierung

  • Informieren Sie den Arzt bei allergischen Beschwerden, zwischenzeitlichen Erkrankungen, Impfungen und veränderter Medikamenteneinnahme.
  • Vermeiden Sie am Tag der Injektion oder der Einnahme der Tropfen/Tabletten Sport, körperliche Anstrengungen und Hitzebelastungen wie Sauna oder heiße Bäder.
  • Während der Hyposensibilisierung können antiallergische bzw. antiasthmatische Medikamente eingenommen werden, da die verwendeten Präparate (z.B. Antihistaminika, Glukokortikoide) den Behandlungserfolg nicht beeinflussen. In der ersten Phase der Therapie kann die zusätzliche Einnahme dieser Medikamente notwendig sein, da die Hyposensibilisierung nicht sofort ihre Wirksamkeit zeigt. Die BKK MOBIL OIL unterstützt diese Medikamente mit bis zu 50 € pro Kalenderjahr.
  • Die Einnahme von Tropfen / Tabletten sollte nicht unmittelbar nach dem Zähneputzen erfolgen, da durch mechanisch gereizte Regionen der Mundschleimhaut unter Umständen stärkere Nebenwirkungen wie Juckreiz auftreten können.