FSME Impfung Frau mit Kind im Wald

Die FSME-Impfung

FSME steht als Abkürzung für „Frühsommer-Meningoenzephalitis“ – eine durch Zecken übertragene Virusinfektion, die eine Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks zur Folge hat. Vorsorgen können Sie mit einer FSME-Impfung, die als einzige einen nahezu vollständigen Schutz vor dieser Krankheit darstellt. Empfohlen wird die FSME-Impfung vor allem Menschen in FSME-Risikogebieten. Entweder der Hausarzt oder auch ein Reisemediziner kann Ihnen die Impfung verabreichen.

Was ist die FSME-Impfung?

Übersicht alle Impfungen

Die FSME-Impfung (umgangssprachlich auch Zeckenimpfung genannt) ist eine Schutzimpfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis, die hauptsächlich durch Zeckenbisse verursacht wird. In Deutschland gibt es verschiedene Risikogebiete für FSME. Das sind Regionen, in denen Zecken vermehrt mit dem Virus infiziert sind. Der sicherste Schutz vor einer Erkrankung ist die FSME-Impfung. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt sie prinzipiell allen Menschen. Für Personen, die in den Risikogebieten leben,  übernehmen wir die Impfkosten vollständig. Hier wird die FSME-Impfung direkt über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet. Wer nicht in einer gefährdeten Gegend wohnt, aber dennoch vorsorgen will, kann sich die Kosten anteilig erstatten lassen.

Wer muss sich gegen FSME impfen lassen?

Die FSME-Impfung schützt die gesamte Familie.

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt eine FSME-Impfung für verschiedene Personengruppen als Vorsorge:

FSME-Impfungen für Menschen in Risikogebieten

Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung allen Menschen, die sich in den Risikogebieten häufig in der freien Natur aufhalten und hier möglicherweise mit Zecken in Kontakt kommen. Grund zur Panik besteht nach einem Zeckenbiss aber nicht: Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) sind selbst in den Risikogebieten in Deutschland nur wenige Zecken überhaupt mit dem FSME-Virus infiziert (0,1 bis 3,4 %). Eine Altersbeschränkung gibt es für FSME-Impfungen nicht, sie kann in jedem Lebensalter vorgenommen werden. Wenn Sie unsicher sind, besprechen Sie die Notwendigkeit eines Impfschutzes am besten mit Ihrem Arzt.

FSME-Impfungen aufgrund beruflicher Gefährdung

Menschen, die aufgrund ihres Berufs durch FSME gefährdet sind, empfiehlt die STIKO eine FSME-Impfung. Dazu zählen etwa exponiertes Laborpersonal und auch Forstbeschäftigte sowie Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind. Wenn Sie in einem dieser Bereiche arbeiten, sprechen Sie Ihren Arbeitgeber vor der Impfung an. Möglicherweise ist er verpflichtet, die Kosten für Ihre FSME-Impfung zu übernehmen.

FSME-Impfungen bei Kindern

Es gibt spezielle FSME-Impfstoffe für Kinder, die für die Zeit zwischen dem 1. und dem 12. bzw. 17. Geburtstag (das Alter variiert je nach Hersteller) geeignet sind. Diese Impfstoffe sind für Kinder gut verträglich, da sie nur die Hälfte der Dosis des FSME-Impfstoffes für Erwachsene enthalten. Die FSME-Impfung ist ab dem ersten Geburtstag möglich. Bei Kindern unter drei Jahren sollte eine FSME-Impfung allerdings überlegt sein. Denn bei so kleinen Kindern kann es laut des Robert Koch-Instituts (RKI) in bis zu 15 Prozent der Fälle zu Impfreaktionen mit Fieberreaktionen kommen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, wie hoch das Ansteckungsrisiko für Ihr Kind tatsächlich ist und wägen Sie ab. Für Babys ist die Impfung nicht verfügbar.

FSME-Impfungen in der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist eine FSME-Impfung auch in der Schwangerschaft und während der Stillzeit möglich, falls keine anderen Gründe dagegen sprechen. Das RKI weist zudem darauf hin, dass eine kürzlich erfolgte FSME-Impfung kein Grund ist, eine geplante Schwangerschaft nach hinten zu verschieben. Generell gilt, dass im ersten Drittel der Schwangerschaft besser nur dringend notwendige Impfungen durchgeführt werden sollten. Eine FSME-Impfung kann aber auch für werdende Mütter sinnvoll sein, etwa wenn Sie mit Ihrem Baby Spaziergänge in der Natur in einem Risikogebiet unternehmen wollen. Fragen Sie einfach bei Ihrem Arzt nach, ob ein Impfschutz für Sie hilfreich sein kann.

Übrigens: Umgangssprachlich wird meist von „Zeckenbiss“ gesprochen. Wissenschaftlich korrekt heißt es allerdings „Zeckenstich“.

FSME-IMPFUNGEN ALS REISEVORBEREITUNG

Sorgen Sie vor, wenn Sie Ihre nächste Reise planen. Außerhalb von Deutschland nennt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) folgende Risikogebiete: Österreich, Nord-Schweiz, Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Russland, Weißrussland, Südschweden, Dänemark, Finnland, Norditalien, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Albanien. Nahe Verwandte der FSME-Viren sind außerdem von Nord-Ost-Europa über Sibirien und China bis hin nach Japan verbreitet. Schützen Sie sich also auch mit einer Impfung vor FSME, wenn Sie auf Reisen sind.

Nicht jeder Zeckenbiss muss zu einem Ausbrechen der Krankheit führen. Etwa jede dritte Person, die von einer FSME-infizierten Zecke gestochen wird, ist betroffen. Und auch in den Risikogebieten sind nur 0,1 bis 3,4 % der Zecken überhaupt mit FSME infiziert.

Wo liegen die Risikogebiete für FSME?

In Deutschland kommt die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, im südlichen Hessen (Odenwald), im südlichen Thüringen, im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz und im Saar-Pfalz-Kreis im Saarland vor.

Wie läuft die FSME-Impfung ab?

Vorsorgen bei Zeckenbiss: die BKK FSME Impfung.

Der Impfstoff gegen FSME ist ein sogenannter Totimpfstoff. Das bedeutet, dass er aus inaktivierten FSME-Viren besteht, die keine Erkrankung mehr auslösen können. Dennoch aktivieren sie das Immunsystem, sodass es nach einem Zeckenbiss bestens gewappnet ist: Das Immunsystem kann die FSME-Viren dank der entwickelten Antikörper eliminieren, bevor die Erkranung ausbricht.

Grundimmunisierung: Wie oft muss eine FSME-Impfung durchgeführt werden?

Für den Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen erforderlich. Ein bis drei Monate nach der ersten Impfung wird die zweite Impfdosis verabreicht. Die dritte Impfung erfolgt dann nach weiteren fünf bis zwölf Monaten. Wann der Impfschutz eintritt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Der verwendete Impfstoff, das Lebensalter der Geimpften, aber auch das Impfschema beeinflussen die Impfwirkung. Das Impfschema gibt an, wie viele Impfungen in welchen zeitlichen Abständen zur Grundimmunisierung durchgeführt werden müssen. Das RKI hält fest: Nach der zweiten FSME-Impfung sprechen bis zu 98 Prozent der Geimpften auf den Wirkstoff an, nach der dritten FSME-Impfung sind es 99 Prozent.

FSME-Impfung – wann sollte man sich impfen lassen?

Zecken sind ab einer Temperatur von acht Grad aktiv, also in der Regel mindestens von April bis Oktober. Um den Impfschutz ab Beginn der Zeckensaison zu gewährleisten, ist es daher sinnvoll, mit der Impfserie in den Wintermonaten zu starten.

Ein frühzeitiges Entfernen der Zecke schützt nicht vor FSME, da die Viren schon unmittelbar beim Stich übertragen werden können.

Auffrischung: Wann muss die FSME-Impfung aufgefrischt werden?

Bitte denken Sie daran, Ihre FSME-Impfung nach drei bis fünf Jahren aufzufrischen, um den Impfschutz zu erhalten Wann genau Sie Ihre FSME-Impfung auffrischen müssen, variiert je nach verwendetem Impfstoff und Ihrem Lebensalter. Ihr behandelnder Arzt gibt Ihnen dazu  gern genaue Informationen.

Was kostet eine FSME-Impfung?

In den Risikogebieten kann eine FSME-Impfung über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet werden. Kosten fallen für Sie nicht an. Sie gehen also einfach zu Ihrem Arzt, legen dort Ihre elektronische Gesundheitskarte vor und die Kosten werden darüber abgerechnet. Sie müssen nichts verauslagen.

Alle Versicherten, die sich gegen FSME schützen möchten und nicht in einem Gefahrengebiet wohnen, tragen die Kosten des Impfstoffs und der ärztlichen Leistung zunächst selbst. Wir erstatten anteilig die Kosten für den Impfstoff in Höhe von 80 Prozent und für die ärztliche Leistung den Betrag, der bei der vertragsärztlichen Leistung entstanden wäre. Beachten Sie bitte: Privatärztliche Leistungen sind teurer als die Vertragssätze, die über die eGK abgerechnet werden. Da wir die Ihnen entstandenen Kosten aber nur bis zur Höhe der Vertragssätze erstatten können, kann es dazu kommen, dass ein kleiner Restbetrag der Kosten bei Ihnen verbleibt.

Über die genaue Höhe der Kosten Ihrer FSME-Impfung informiert Sie gern Ihr Arzt. Sprechen Sie ihn einfach an. Bitte reichen Sie für die Erstattung die Rechnungen unter Angabe Ihrer Bankverbindung bei uns ein. Das können Sie nach jeder erfolgten Impfung oder auch gesammelt nach abgeschlossener Impfserie tun.

Unsere Postadresse:

Betriebskrankenkasse Mobil Oil
20091 Hamburg

Hat die FSME-Impfung Nebenwirkungen?

Die möglichen Nebenwirkungen der FSME-Impfung sind nach Informationen des Robert Koch-Instituts in der Regel harmlos und verschwinden nach einigen Tagen von selbst. Meist handelt es sich dabei um lokale Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle. Weitere mögliche Nebenwirkungen finden Sie auf der Webseite vom Robert Koch-Institut. Bei persönlichen Fragen und der Abklärung von Risiken und Nebenwirkungen, wenden Sie sich bitte immer direkt an einen Arzt.

Was ist FSME überhaupt?

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch Zeckenbisse verursacht wird. Laut dem Robert Koch-Institut verläuft eine FSME-Infektion in 70 Prozent der Fälle unbemerkt und harmlos. Nur bei etwa 30 Prozent der Infizierten treten auch Krankheitserscheinungen auf. Dies geschieht nach etwa 7 bis 14 Tagen. Meist verläuft FSME dann in zwei Stadien:

Zusatz-
Leistung

Mehr Sicherheit: Gut geschützt gegen FSME

  • Prüfen Sie, ob Sie in einer Risikogegend wohnen.
  • Lassen Sie sich von einen Arzt beraten.
  • Wenn Sie nicht zur Risikogruppe gehören, reichen Sie Ihre Originalrechnung postalisch für die anteilige Kostenerstattung ein.

Was tun gegen Zecken?

Zeckenbisse an sich sind harmlos. Gefährlich sind jedoch die Viren und Bakterien, die dabei übertragen werden können. Sie rufen teilweise schwere Infektionskrankheiten wie FSME, Borreliose und Ehrlichiose hervor. Ein frühzeitiges Entfernen der Zecke schützt davor leider nicht. Das Robert Koch-Institut empfiehlt aber: Eine Zecke sollte so schnell wie möglich herausgezogen werden. Entfernen Sie die Zecke beispielsweise mit einer Pinzette und reinigen Sie die Einstichstelle. Falls Sie die Zecke nicht alleine entfernen können oder eine Infektion vermuten, gehen Sie bitte zum Arzt. Am besten ist aber, Sie werden gar nicht erst gebissen.

Gut zu wissen:  Die FSME-Impfung beugt nur einer Infektion mit FSME-Viren vor. Sie bietet keinen Schutz vor anderen von Zecken übertragenen Krankheitserregern (wie Borreliose-Bakterien).

Sorgen Sie vor und lassen Sie sich von einen Facharzt beraten!

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