Mutter und Tochter in der Kueche

Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen

Sogenannte Mutter-/Vater-Kind-Kuren (eigentlich: Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Maßnahmen) setzen eine ärztliche Verordnung voraus. Im Vordergrund steht dabei die psychologische, psychosoziale und gesundheitsfördernde Hilfestellung für Eltern

Hilfe für belastete Mütter oder Väter

Mutter- oder Vater-Kind-Maßnahmen sind stationäre Therapieformen, bei denen die medizinische Behandlung des jeweiligen Elternteils im Fokus steht.

Für häufig Mutter-Kind-Kuren genannte Mutter-Kind- beziehungsweise Vater-Kind-Maßnahmen übernehmen wir die Kosten, wenn eine medizinische Notwendigkeit ärztlich bescheinigt, also verordnet, wird. Leistungsrechtliche Voraussetzung ist somit, dass ein Erkrankungsrisiko beziehungsweise eine Erkrankung besteht, die durch diese Maßnahme vermieden, geheilt oder gelindert wird. Um eine Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme zu begründen, müssen Erkrankung oder Erkrankungsrisiko ihre Ursache natürlich im familiären Kontext haben. Um das medizinische Ziel zu erreichen, werden in spezialisierten Einrichtungen ganzheitliche Therapieansätze angeboten, die eine psychologische, psychosoziale und gesundheitsfördernde Hilfestellung ermöglichen sollen.

Wenn die Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme als medizinisch notwendig anerkannt wurde, übernehmen wir die Kosten und rechnen direkt mit der Einrichtung ab. Sie zahlen lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10,00 Euro je Kalendertag an die Einrichtung.

Möglichkeiten und Grenzen

Ziel der Maßnahmen ist es, akut zu entlasten und dauerhafte Lösungsansätze mit an die Hand zu geben. Deshalb können diese nur dann erfolgreich sein, wenn Zielsetzung, Möglichkeiten und die Grenzen von Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen bekannt und die Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung gewährleistet ist.

Weil die Praxis zeigt, dass es häufig unklare oder falsche Erwartungshaltungen gibt, die im Antragsprozess oder bei der Durchführung der Maßnahme zu Missverständnissen und Enttäuschungen führen können, informieren wir Sie ausführlich.

Das können Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen leisten

Das können Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen nicht leisten

  • Medizinische Behandlung von Erkrankungen von Eltern, bei Bedarf auch Kindern
  • Hilfe bei finanziellen Sorgen
  • Auf die besondere Situation der Mutter (des Vaters) abgestimmte psychologische und pädagogische Hilfestellungen, sowie physiotherapeutische Anwendungen
  • Lösen von Problemen in der Partnerschaft etc.
  • Sport und Freizeitangebote
  • Beseitigen von Ängsten im Zusammenhang mit dem Verlust des Arbeitsplatzes
  • Ganz- oder Halbtagsbetreuung des Kindes
  • Behandlung fortgeschrittener oder chronischer Krankheiten

 

Lassen Sie sich von uns beraten

Schwere und manifeste Erkrankungen wie Depressionen, regelmäßige Angstzustände oder Burn-out-Erkrankungen können im Rahmen einer Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme nicht ausreichend behandelt werden. Kontaktieren Sie unsere Fachberatung, damit wir gemeinsam Maßnahmen besprechen können, die in diesen Fällen einen nachhaltigeren Behandlungserfolg unterstützen.

Was Sie noch wissen sollten

Die Behandlungskonzepte von Mutter-Kind-Einrichtungen zielen insbesondere auf die Behandlung von mütter-/väterspezifischen Gesundheitsstörungen ab, die sich durch die Erziehungsverantwortung ergeben oder durch diese negativ beeinflusst werden (z. B. Erschöpfung, stressbedingte Erkrankungen, Antriebslosigkeit etc.). Zu den Behandlungszielen gehört auch, Schwierigkeiten in der Eltern-Kind-Beziehung durch das Erarbeiten von Lösungsansätzen zu verbessern und die dadurch erlernten Strategien im Sinne einer Nachhaltigkeit langfristig in den Alltag zu übertragen.

1. Gut zu überlegen: mit allen Kindern - oder besser nicht?

Damit sich Mutter oder Vater voll und ganz auf die eigenen Bedürfnisse konzentrieren können, ist im Einzelfall die Herausnahme aus dem familiären Umfeld notwendig. Dieser Aspekt sollte bei der Entscheidung, ob die Kinder mitreisen sollen, berücksichtigt werden.

Besonders Säuglingen kann es schwerfallen, sich mit den Betreuungspersonen und mit der neuen Umgebung anzufreunden. Das kann im Einzelfall dazu führen, dass die Mütter nur schlecht zur Ruhe und Entlastung finden.

Bei einer Anreise mit mehreren Kleinkindern sollten Sie deshalb den Wunsch nach zusätzlichen Betreuungsmöglichkeiten, zum Beispiel für die Abendstunden, im Vorwege mit der Einrichtung klären.

Aber auch bei älteren Kindern können sich Schwierigkeiten im Ablauf ergeben, wenn zum Beispiel das Kind nicht ganztägig in der Betreuung untergebracht sein soll.

Hier sollten Sie im Vorfeld absprechen, wer das Kind betreut, wenn Sie Ihre Therapietermine wahrnehmen.

2. Essen: Gesundheit steht im Vordergrund

Eine gesunde, qualitativ hochwertige und abwechslungsreiche Ernährung können Sie in allen Kooperationseinrichtungen erwarten. Bei Bedarf werden auch kalorienreduzierte Kost oder Speisen für Allergiker angeboten. In einzelnen Einrichtungen essen die Eltern getrennt von ihren Kindern. Aber: Es handelt sich um medizinische Einrichtungen, nicht um gehobene Gastronomie.

3. Lautstärke und Kinderkrankheiten

Ein erhöhter Lärmpegel durch Kinder verschiedener Altersgruppen lässt sich im Alltag von Mutter-Kind-Einrichtungen nicht vermeiden.

Wie in Kitas und Kindergärten: Wo viele Kinder zusammenkommen, können auch akute (Kinder-)Krankheiten auftreten. In diesem Fall wird die ärztliche Leitung der Einrichtung alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um eine Ausbreitung der Krankheit auf andere Kinder und Eltern zu vermeiden.

Natürlich können dadurch der Ablauf Ihrer Maßnahme und Ihre Bewegungsfreiheit beeinträchtigt werden. Fast immer verlaufen Akutfälle problemlos. Nur in besonders schwerwiegenden Fällen sollten Sie den Abbruch des Aufenthalts erwägen.

Spielsachen: Gern eigene mitbringen

Teddy vor einem Koffer

Es kommt immer wieder vor, dass Spielsachen, die zum Bestand der Einrichtungen gehören, die „Heimreise“ zusammen mit dem Kind antreten. Ein immer kleiner werdendes Repertoire ist für später anreisende Kinder nicht schön.

Bitte erlauben Sie ihrem Kind deshalb, eigenes Spielzeug, Kinderbücher oder CDs mitzunehmen und schauen Sie vor der Heimreise, ob es im Gepäck der Kleinen zu Verwechslungen gekommen ist.

Mutter- / Vater-Kind-Maßnahme beantragen

Sind die medizinischen Voraussetzungen gegeben, ist eine entsprechende Verordnung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes erforderlich. Die Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes können Ihnen bei der Antragstellung helfen. Für die Beurteilung Ihrer individuellen Situation können Sie uns neben der ärztlichen Verordnung auch ergänzende Angaben zukommen lassen.

Sobald uns alle Informationen vorliegen, prüfen wir diese üblicherweise in Zusammenarbeit mit den Experten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung. Diese begutachten die Unterlagen und zeigen möglicherweise auch alternative Behandlungs- und/oder Beratungsangebote für Sie oder Ihr Kind beziehungsweise Ihre Kinder auf. Auf Basis des Gutachtens informieren wir Sie über die Entscheidung zur Kostenübernahme.

Abrechnung und Kosten­übernahme

Wenn die Mutter-/Vater-Kind-Maßnahme als medizinisch notwendig anerkannt wurde, übernehmen wir die Kosten und rechnen direkt mit der Einrichtung ab. Dies gilt uneingeschränkt auch für Kinder, wenn diese bei der BKK Mobil Oil versichert sind. Sie zahlen lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10,00 Euro je Kalendertag an die Einrichtung.

Wir übernehmen selbstverständlich auch die Reisekosten, unabhängig davon, ob Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen PKW anreisen. Die Höhe der Erstattung richtet sich auch danach, welches Transportmittel aus medizinischen Gründen notwendig ist. Bahnreisenden bieten wir zudem günstige Sondertickets. 

Die gesetzliche Zuzahlung zu den Reisekosten beträgt 10 % der Kosten, mindestens 5,00 Euro und maximal 10,00 Euro je Fahrt. Für Fahrten zu stationären Rehabilitationsmaßnahmen erheben wir keine Zuzahlung.

Kostenlose Sonderfahrkarten für Sie

Die BKK Mobil Oil bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Husumer Reisebüro Sonderfahrkarten der Deutschen Bahn. Bequem und kostenlos erhalten Sie die Fahrkarten für sich und ggf. Mitreisende rechtzeitig vor Reiseantritt. Egal für welche Maßnahme - die Sonderfahrkarten gelten sowohl für Mutter-Kind-Maßnahmen als auch für indikationsspezifische Maßnahmen (z. B. orthopädische Rehabilitationsmaßnahmen).

Einfache Abwicklung – direkt und schnell

Mit unserem Genehmigungsschreiben erhalten Sie automatisch auch eine Einverständniserklärung zur Datenweitergabe. Senden Sie die ausgefüllte Erklärung einfach an uns zurück, wir leiten diese an unseren Kooperationspartner weiter.

Wichtig für Sie zu wissen: Es werden ausschließlich Daten von Ihnen weitergegeben, die für die Fahrkartenausstellung und den Versand per Post erforderlich sind.

Das Reisebüro nimmt danach direkt Kontakt mit Ihnen auf und klärt weitere Einzelheiten zur Reise, wie z. B. den Abfahrtsbahnhof, die Umstiege, etc. Sie erhalten die Fahrkarten rechtzeitig vor Reisebeginn.

 

Und so geht´s:

  1. Fahrkartenbestellung und Einwilligungserklärung unterschreiben und per E-Mail oder Fax unter: 0800 255 3002 - 888  an die BKK Mobil Oil senden

  2. Kontaktaufnahme vom Reisebüro per E-Mail oder Telefon für Einzelheiten

  3. Fahrkarte kommt spätestens 2 Wochen vor Reiseantritt per Post

Die richtige Einrichtung finden

Alle Kooperationspartner auf einen Blick

Hier stellen wir Ihnen die Einrichtungen unserer Kooperationspartner vor.

Bei der Auswahl der Einrichtungen berücksichtigen wir Ihre Wünsche. Der Gesetzgeber verpflichtet uns jedoch auch zu einer kostengünstigen Versorgung. Damit die Qualität dieser Versorgung trotzdem nicht zu kurz kommt, arbeiten wir mit Kooperationseinrichtungen zusammen. 

Grundsätzlich haben Sie jedoch die Wahl zwischen allen Mutter-/Vater-Kind-Vertragseinrichtungen.

Unser Kooperationspartner

Die Gesundheitsservice Management GSM GmbH (GSM) mit Sitz in Leverkusen verfügt seit Jahren über weitreichende Erfahrungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung, insbesondere im Bereich Vorsorge- und Rehabilitation. 

GSM befasst sich mit der qualitätsorientierten Auswahl geeigneter Einrichtungen, dem Angebot und der Beratung der Versicherten zu Mutter-(Vater-)Kind-Maßnahmen und indikationsspezifischen Rehabilitationsmaßnahmen. Oberstes Ziel ist die Patientenzufriedenheit und die Qualität der Leistungen. Dafür kooperiert GSM im Bereich der Mutter-(Vater-)Kind-Maßnahmen mit 25 Einrichtungen deutschlandweit. Durch regelmäßige Besuche der Einrichtungen fördert GSM nicht nur den persönlichen Kontakt, sondern es können auch die besonderen mütter-/väterspezifischen Belange und kindgerechten Therapiekonzepte vor Ort geprüft und ggf. in Zusammenarbeit mit der Klinikleitung an die Bedarfe angepasst werden.

Einfache Abwicklung – Ihre Vorteile

Mit unserem Genehmigungsschreiben erhalten Sie eine Einverständniserklärung zur Datenweitergabe an GSM. Bitte schicken Sie uns diese unterschrieben schnellstmöglich zurück. GSM wird sich dann innerhalb weniger Tage direkt mit Ihnen (schriftlich) in Verbindung setzen, um die Einzelheiten Ihrer Maßnahme mit Ihnen abzustimmen. Neben der Beratung und Beantwortung Ihrer Fragen gehört auch die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Maßnahme und Auswahl der Einrichtung zum Service von GSM. GSM nennt Ihnen auch den möglichen Aufnahmetermin. Sind alle Fragen geklärt und die Auswahl der Einrichtung getroffen, erhält diese von uns eine schriftliche Genehmigung.

WICHTIG: Erhalten wir die unterschriebene Erklärung nicht, müssen Sie sich selbst um eine geeignete Einrichtung und den Aufnahmetermin kümmern!

Und so geht´s:

  1. Einverständniserklärung unterschreiben und per E-Mail oder Fax unter: 0800 255 3002-888 an die BKK Mobil Oil senden

  2. GSM nimmt mit Ihnen schriftlichen Kontakt auf

  3. Die Auswahl der Einrichtung und die Abstimmung des Aufnahmetermins nimmt GSM zusammen mit Ihnen vor

Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen im Überblick

  1. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
  2. Der Arzt stellt Ihnen eine Verordnung aus.
  3. Schicken Sie uns die ärztliche Veordnung einfach zu: Betriebskrankenkasse Mobil Oil, 20091 Hamburg oder per E-Mail.
  4. Warten Sie unsere Entscheidung zu Ihrem Antrag ab.
Yoga und Pilatesuebungen in der Gruppe

Bewegung & Entspannung

Kundenservice BKK Mobil Oil

Gesundheitsvorsorge mit unseren Gesundheitskursen im Bereich Stress, Bewegung, Ernährung und Suchtmittelkonsum

Gesundheitskurse