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AG-News 04/2018
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Arbeitgeber-News

Aktuelle Nachrichten für Arbeitgeber zu Gesetzen und Neuregelungen aus dem Bereich der Sozialversicherung, Steuern und Personal.

Entgeltumwandlung: Ab Januar sind 15 Prozent Zuschuss fällig

Die pauschale Höhe von 15 % entspricht ungefähr der Beitragsersparnis des Arbeitgebers infolge der Entgeltumwandlung.

Ab Januar 2019 müssen Arbeitgeber bei einer Entgeltumwandlung zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) einen Zuschuss in Höhe der ersparten Beiträge entrichten. Pauschal sind dafür 15 % vorgesehen. Hintergrund ist eine Änderung aus dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, die dann greift.

Vereinbarungen zur bAV sehen in der Regel vor, dass ein bestimmter Entgeltbetrag umgewandelt wird und in diese Vorsorgeform fließt. Über die Umwandlung sparen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel Steuern und Beiträge zur Sozialversicherung. Wird nun ab dem 1. Januar 2019 ein neuer Vertrag zur bAV geschlossen, bei dem Entgelt umgewandelt wird, muss der Arbeitgeber einen zusätzlichen Zuschuss entrichten. Dieser beträgt pauschal 15 % und ist steuer- und beitragsfrei. Wichtig: Der Zuschuss muss zusätzlich entrichtet werden. Gewähren Arbeitgeber also bereits heutzutage Zuschüsse zur bAV, so wird der neue Zuschuss nicht darauf angerechnet.

Die pauschale Höhe von 15 % entspricht ungefähr der Beitragsersparnis des Arbeitgebers infolge der Entgeltumwandlung. Reduziert wird der Zuschuss dann, wenn tatsächlich weniger Beiträge als die pauschalen 15 % hätte zahlen müssen. Spart der Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer zum Beispiel nur die Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung ein, weil dieser privat krankenversichert ist, wird der Zuschuss entsprechend reduziert.

Die neue Zuschussregelung greift nur, wenn es sich um einen neuen Vertrag handelt. Denn das Gesetz sieht erst ab dem Jahr 2022 vor, dass der Zuschuss auch auf Altverträge eingezahlt werden muss. Im Übrigen ist das Recht auf Entgeltumwandlung dem so genannten Tarifvorrang untergeordnet ist. Das heißt, letztlich greifen die 15 %immer dann, wenn im Tarifvertrag nichts anders vereinbart ist.

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Rentenversicherung: Reformpaket passiert Bundesrat

Ebenfalls zum 01.01.2019 treten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten in Kraft.

Am 23.11.2018 hat das RV-Leistungsverbesserungs- und -Stabilisierungsgesetz den Bundesrat passiert. Die Deutsche Rentenversicherung hat die Neuregelungen in einer Pressemitteilung ausgeführt.

Sicherung von Beitragssatz und Rentenniveau bis 2025

Bis 2025 werden mit dem neuen Gesetz Haltelinien für den Beitragssatz und das Rentenniveau eingeführt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Rentenniveau bis dahin nicht unter 48 Prozent sinkt und der Beitragssatz gleichzeitig nicht über 20 Prozent steigt. Für 2019 wird der Beitragssatz per Gesetz auf 18,6 Prozent festgelegt, von 2020 bis 2025 darf er nicht unter 18,6 Prozent liegen.

Ausweitung der Mütterrente führt zu einer spürbaren Rentenerhöhung

Am 01.01.2019 treten Verbesserungen bei der Mütterrente in Kraft. Bisher werden für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, zwei Jahre Kindererziehungszeit bei der Rente berücksichtigt. Nach der Neuregelung wird jetzt ein halbes Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Das führt zu einer Erhöhung der Rente pro Kind um bis zu 16,02 Euro im Westen und um bis zu 15,35 Euro im Osten.

Auszahlung der Mütterrente bis Mitte nächsten Jahres

Wer ab 01.01.2019 neu in Rente geht, erhält die Mütterrente von der ersten Rentenzahlung an. Bei den rund 9,7 Millionen Müttern und Vätern, deren Rente bereits vor Januar 2019 begonnen hat, erfolgt die zusätzliche Zahlung automatisch bis Mitte nächsten Jahres. Für die Zeit ab 01.01.2019 erhalten die Betroffenen eine Nachzahlung. Die Rentenversicherung stellt damit sicher, dass jeder die Leistung erhält, die ihm nach der Neuregelung zusteht. Die Auszahlung der neuen Leistung erfolgt damit wie bei der Einführung der Mütterrente im Jahr 2014.

Bessere Absicherung bei den Erwerbsminderungsrenten

Ebenfalls zum 01.01.2019 treten Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten in Kraft. Versicherte, deren Erwerbsminderungsrente erstmals ab 01.01.2019 beginnt, werden ab diesem Zeitpunkt besser abgesichert. Für sie wird die sogenannte Zurechnungszeit 2019 auf 65 Jahre und acht Monate angehoben. Ab dem 01.01.2020 steigt die Zurechnungszeit dann bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre. Durch die Zurechnungszeit werden erwerbsgeminderte Menschen so gestellt, als hätten sie in dieser Zeit mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet und Beiträge gezahlt. Dadurch erhalten sie eine höhere Rente.

Präsentation: Neuigkeiten zum Jahreswechsel

Neuigkeiten zum Jahreswechsel 2018/2019

Die BKK Mobil Oil präsentiert traditionell ab Mitte Dezember die Neuerungen zum Jahreswechsel aus dem Bereich der Sozialversicherung online direkt an Ihren Bildschirm.

So auch zum Jahreswechsel 2018/2019. Alles, was Sie für 2019 wissen müssen, haben wir für Sie in unserer umfangreichen Präsentation zusammengefasst.

 

Ein Gesetzessymbol lehnt an einer Wand.
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