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Unternehmen 03/2018
Neue gesetzliche Regelung belastet Arbeitgeber.
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Kostenverteilung auf Kosten der Arbeitgeber

Im Zusammenhang mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (kurz: GKV-VEG) kommen ab dem 01.01.2019 Mehrkosten auf die Arbeitgeber zu. So wird ab diesem Zeitpunkt auch der Zusatzbeitrag zu gleichen Teilen auf Arbeitgeber und Beschäftigte aufgeteilt. Bislang wird dieser allein vom Mitglied getragen.

Halbe-Halbe auch beim Zusatzbeitrag

Die neue Beitragsverteilung funktioniert folgendermaßen: Die BKK Mobil Oil gibt die Höhe ihres Zusatzbeitrags vor. Dieser wird zum gesetzlich vorgegebenen Beitragssatz zur Krankenversicherung addiert und der sich hieraus ergebende Gesamtbeitrag zu gleichen Teilen vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Zurück in die Vergangenheit

Zwei Manager werten  Statistiken am Computer aus.

Früher galt in der Sozialversicherung der Grundsatz, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beiträge jeweils zur Hälfte tragen. Zum 1. Juli 2005 wurde dies für den Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung geändert. Damals wurde ein zusätzlicher Beitrag zur Krankenversicherung in Höhe von 0,9 Prozent per Gesetz festgeschrieben. Dieser war als Solidarbeitrag gedacht, mit dem sich die Mitglieder stärker als die Arbeitgeber an den gestiegenen Leistungsausgaben beteiligen sollten. Entsprechend mussten die Arbeitnehmer die maßgeblichen Beiträge allein tragen – die Arbeitgeber waren daran nicht beteiligt. Im Gegenzug wurden die Krankenkassen verpflichtet, ihre Beitragssätze um 0,9 Prozentpunkte abzusenken.

Für die Arbeitgeber bedeutete diese Reform also eine Ersparnis von 0,45 Prozentpunkten. Eine Abweichung von der Parität kannte man bis dahin nur in Sonderversicherungszweigen oder in der Pflegeversicherung: Seit der zweiten Stufe der Pflegeversicherung im Jahr 1996 mussten hier die Arbeitnehmer in Sachsen einen höheren Beitragsanteil als die Arbeitgeber tragen – dort hatte man seinerzeit darauf verzichtet, den Buß- und Bettag als arbeitsfreien gesetzlichen Feiertag zu streichen.

Rund 4,9 Milliarden Euro zulasten der Wirtschaft

Während sich rund 55 Millionen Beitragszahler über eine Entlastung von sieben Milliarden Euro oder pro Kopf etwas mehr als 120 Euro im Jahr freuen werden, sieht es bei den Arbeitgebern ganz anders aus. Für sie geht im Zusammenhang mit der Wiederherstellung der vollständigen paritätischen Finanzierung in der Krankenversicherung ab 2019 eine Mehrbelastung von rund 4,9 Milliarden Euro jährlich einher.

Kosten niedrig halten

Letztlich wird es im Zusammenhang mit der neuen Beitragsverteilung für Arbeitgeber auch aus Kostensicht wieder interessanter, bei welcher Krankenkasse ihre Arbeitnehmer versichert sind. So stellt die Krankenkassenzugehörigkeit der Mitarbeiter für den Arbeitgeber ein Gesamtpaket aus Beiträgen und Umlagen dar. Und letztlich lässt sich hier viel Geld sparen – je nachdem bei welcher Krankenkasse ein Arbeitnehmer versichert ist. Beispiele zum möglichen Einsparpotenzial für Unternehmen finden Sie hier.

Mehr Service und mehr Leistungen – für Arbeitgeber und Versicherte

Aber nicht nur die Kostenseite ist von Bedeutung. Wenn man als Arbeitgeber durch die neue Beitragsverteilung künftig mehr als bisher bezahlen muss, ist es umso wichtiger, dafür beste Leistungen zu bekommen. Und hier kann die BKK Mobil Oil auch in Zukunft komplett überzeugen.

Ob Versicherung, Beiträge oder Leistungen – unser Firmenkundenservice steht Arbeitgebern mit Beratungskompetenz in allen Fragen der Sozialversicherung zur Seite. Hinzu kommen unsere Angebote zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Davon kann Ihr Betrieb profitieren. Denn zufriedene und gesunde Arbeitnehmer sind ein Garant für hohe Produktivität.

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