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Selbstständige 03/2018
Selbständige können mit Entlastungen rechnen.
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Gute Nachricht für Selbstständige: finanzielle Entlastung ab 2019

Für Selbstständige schreibt der Gesetzgeber sogenannte Mindestbemessungsgrundlagen zur Berechnung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge vor. Die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage wird ab Januar 2019 reduziert. Für Selbstständige kann der Versicherungsschutz hierdurch deutlich günstiger werden.

Mindestbemessungsgrundlagen für Selbstständige

Die monatlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge von Selbstständigen werden bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze – BBG – (2018: 4.425,00 Euro monatlich) erhoben – dies gilt auch dann, wenn die tatsächlichen Einkünfte darüber liegen.

Niedrigere Beiträge sind dann möglich, wenn der Krankenkasse geringere Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit nachgewiesen werden. Hierbei gilt allerdings eine sogenannte Mindestbemessungsgrundlage. Diese entspricht dem 40. Teil der monatlichen Bezugsgröße der Sozialversicherung und liegt 2018 bei 2.283,75 Euro. Für bedürftige Selbstständige und für Existenzgründer gibt es eine weitere, noch niedrigere Mindestbemessungsgrundlage. Diese beträgt in 2018 1.522,50 Euro (60. Teil der monatlichen Bezugsgröße der Sozialversicherung).

Wichtig: Auch wenn die tatsächlichen Einkünfte des Selbstständigen die genannten 2.283,75 Euro bzw. 1.522,50 Euro unterschreiten, werden die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aus der Mindestbemessungsgrundlage berechnet. Insbesondere bei Kleinselbstständigen kann diese Regelung zu finanziellen Engpässen führen.

Neue Mindestbemessungsgrundlage ab dem 01.01.2019

Zum 01.01.2019 werden – im Zusammenhang mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz – die beiden oben beschriebenen Grenzwerte (40. bzw. 60. Teil der monatlichen Bezugsgröße der Sozialversicherung) durch eine neue Mindestbemessungsgrundlage ersetzt. Diese neue Untergrenze entspricht voraussichtlich dem 90. Teil der monatlichen Bezugsgröße der Sozialversicherung und ist damit weniger als halb so hoch wie die bisherige „normale“ Mindestbemessungsgrundlage.

Auf der Basis der voraussichtlichen Werte für 2019 würde die Mindestbemessungsgrenze dann 1.038,33 Euro betragen. Da dieser Betrag auch deutlich unterhalb der bisherigen besonderen Mindestbemessungsgrenze für Grundzuschussbezieher und weitere Selbstständige liegt, entfällt zukünftig die Unterteilung in zwei unterschiedliche Mindestbemessungsgrenzen. Damit entfällt auch das zum Teil aufwendige Antragsverfahren für die Beitragsentlastung (vgl. Haufe).

Was heißt das für Selbstständige konkret?

Kleinunternehmer können mit Entastungen rechnen.

Es gibt künftig nur noch eine einheitliche Untergrenze für die Berechnung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Alle Selbstständigen, bei denen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aktuell aus der Mindestbemessungsgrundlage berechnet werden, zahlen somit ab 2019 niedrigere Beiträge als bisher.

Beispiel:

Ein hauptberuflich Selbstständiger ist gesetzlich versichert und erzielt ein Arbeitseinkommen von 1.000,00 Euro pro Monat.

Regelung bis 31.12.2018:
Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden aus der Mindestbemessungsgrundlage von 2.283,75 Euro berechnet (40. Teil der monatlichen Bezugsgröße der Sozialversicherung).

Regelung ab 01.01.2019:
Die Beiträge werden voraussichtlich von 1.038,33 Euro berechnet (90. Teil der monatlichen Bezugsgröße der Sozialversicherung). Der Ausgangswert für die Beitragsberechnung ist damit künftig deutlich niedriger als bisher.

Keine Veränderungen bei der Art und Weise der Beitragsberechnung

Die Beitragsberechnung selber und auch die Höchstgrenze für die Beiträge bleiben unverändert. Das heißt: Wie bisher ergeben sich die monatlichen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus der Mindestbemessungsgrundlage bzw. den tatsächlichen beitragspflichtigen Einnahmen (bis zur BBG) multipliziert mit den entsprechenden Beitragssätzen zur Kranken- und Pflegeversicherung.

 

Tipp: Auf unserer Website finden Sie einen Beitragsrechner für hauptberuflich Selbstständige – bald auch unter Berücksichtigung der Neuregelung ab 01.01.2019.

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