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Gesundheit 02/2018
Ein Kind läuft im Büro auf Ihre Mutter zu.
© gettyimages

Arbeitszeiten

Zu welchen Zeiten wir arbeiten, ist sehr entscheidend für unser psychisches Wohlbefinden – der eine benötigt eine gewisse Regelmäßigkeit, der andere ist eher flexibel. Unabhängig von den persönlichen Präferenzen steht jedoch eines fest: Schichtarbeit oder übermäßig geforderte Flexibilität verursachen Stress – und dieser zieht oftmals schwerwiegende Beschwerden nach sich.

Zuviel macht krank

Der Mensch ist sehr belastbar und kann lange arbeiten, ohne dass seine Gesundheit unmittelbar gefährdet ist. Problematisch wird es erst, wenn häufig und regelmäßig zu lange gearbeitet wird, permanente Erreichbarkeit verlangt wird oder sich der Körper ständig umstellen muss (z.B. bei Schicht- und Nachtarbeit). Experten haben herausgefunden, dass diejenigen, die ständig zu lange arbeiten, nachweislich die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und des Magen-Darm-Traktes gefährden. Auch leiden sie häufiger an der Volkskrankheit Diabetes. Hinzu kommen noch psychische Erkrankungen, Erschöpfungszustände und der gefürchtete Burnout – ganz abgesehen von mangelndem Ausgleich durch soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten.

Dass die immer mehr geforderte Flexibilität im Berufsleben zunehmend zu Problemen führt, zeigt der BKK Gesundheitsreport. Beispielsweise sind die AU-Tage aufgrund psychischer Störungen in nur zwei Jahren (2015 bis 2016) um 22 Prozent gestiegen. Bei den Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems kam es zu einem Anstieg um 19 Prozent.

Arbeitszeitgesetz

Weil zu viel Arbeit nicht gut ist, macht das Arbeitszeitgesetz einige klare Vorgaben: So sollte zum Beispiel die werktägliche Arbeitszeit im Regelfall nicht mehr als acht Stunden betragen. Sie darf zwar auf zehn Stunden ausgedehnt werden, allerdings nur, wenn pro Halbjahr im Tagesdurchschnitt acht Stunden und im Wochendurchschnitt 48 Stunden nicht überschritten werden.

Kundenberater mit Headset lächelt in die Kamera
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Psychische Gesundheit für den Unternehmenserfolg
Gesundheit 02/2018
Gesprach zur Burnout-Prävention

Coaching - Aktive Burnout-Prävention

Viele Termine, hohe Ansprüche, Leistungsdruck und keine Möglichkeit, Aufgaben zu delegieren – gerade junge Selbstständige laufen Gefahr, einem Burnout zu erliegen. Das große Problem dabei: Wird ein Burnout bemerkt, ist es meist zu spät. Die gute Nachricht: Regelmäßiges Coaching durch einen erfahrenen Trainer hilft dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Gesundheit 02/2018
Eine Frau stützt ihren Kopf und wirkt erschöpft

Gefährdungsbeurteilung

Ein Schlüssel, psychische Belastungen im Arbeitsleben zu minimieren, liegt in der so genannten Gefährdungsbeurteilung. Mit ihrer Hilfe können die Belastungsfaktoren der Tätigkeiten im Unternehmen identifiziert und aktiv angegangen werden, um den Weg für ein psychisch belastungsarmes Arbeitsumfeld zu ebnen.