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Gesundheit 02/2017
junger Geschäftsmann mit Fahrrad vor Bürogebäude

Mobil zur Arbeit - Dienstfahrrad statt Dienstwagen

So fördern und motivieren Sie Ihre Arbeitnehmer, sich mehr zu bewegen.

Schaffen Sie Rahmenbedingungen

Unternehmen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter nachhaltig fördern möchten, müssen entsprechende Rahmenbedingungen dafür schaffen – z.B. mit Programmen für mehr Fitness. Oftmals ist das gar nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Bestes Beispiel hierfür ist das Dienstfahrrad. Dieses hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr als attraktives Angebot etabliert – und zwar gleichermaßen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Dienstwagenprivileg auch für Fahrräder

junger mann und Frau auf den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad

Bereits vor einigen Jahren, im November 2012, haben die Finanzminister der Länder entschieden, dass das so genannte Dienstwagenprivileg ab sofort auch für Fahrräder, Pedelecs und E-Bikes gilt. Unternehmen haben seitdem die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern statt eines Dienstwagens ein Dienstfahrrad zur Verfügung zu stellen.

Für den Arbeitnehmer bedeutet das: Der geldwerte Vorteil, der bei der Bereitstellung des Dienstrades durch den Arbeitgeber entsteht, muss mit einem Prozent des Brutto-Listenpreises monatlich versteuert werden. Zugrunde gelegt wird hierbei die auf volle 100,00 Euro abgerundete unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers oder Händlers zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads einschließlich der Umsatzsteuer. Aber: Anders als beim Dienstwagen ist bei der Gehaltsabrechnung der Anfahrtsweg zur Arbeit nicht versteuern.

Kostet ein hochwertiges Fahrrad beispielsweise rund 3.000,00 Euro, ergibt sich hieraus ein steuer- und sozialversicherungspflichtiger geldwerter Vorteil von monatlich 30,00 Euro. Gleichzeitig kann der Radfahrer – genau wie ein PKW-Fahrer – für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte eine Entfernungspauschale in seiner Steuererklärung geltend machen. Diese beträgt einheitlich 0,30 Cent für jeden vollen Entfernungskilometer.

Leasing und Gehaltsumwandlung

Möchte der Arbeitgeber nicht die gesamten Kosten tragen, kann er mit seinem Mitarbeiter eine Gehaltsumwandlung vereinbaren.

Natürlich muss das Unternehmen keinen Dienstrad-Fuhrpark unterhalten, sondern kann z.B. einen Leasing-Rahmenvertrag mit einem hierauf spezialisierten Unternehmen abschließen. Bei einem Vertragshändler wählt der Mitarbeiter dann ein Rad aus, das er – falls gewünscht – nach der Leasingzeit privat übernehmen kann. Monatlich fallen eine Leasingrate und ein Betrag für die Versicherung an. Beides zahlt der Arbeitgeber, kann diesen Aufwand jedoch als Betriebsausgabe absetzen.

Möchte der Arbeitgeber nicht die gesamten Kosten tragen, kann er mit seinem Mitarbeiter eine Gehaltsumwandlung vereinbaren. Der Beschäftigte erhält dann – für den Zeitraum der Überlassung des Dienstfahrrrads – einen Teil seines vertraglichen Arbeitsentgelts nicht in bar, sondern als Sachbezug. Da dieser Sachbezug steuerlich nicht mit der kompletten Leasingrate, sondern pauschal nach der oben beschriebenen 1 %-Regel bewertet wird, entsteht ein Steuervorteil, der die Umwandlung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer attraktiv macht.

Mann vor einem großen Gebäude schaut auf die Uhr
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