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Arbeiter mit Helm auf einem Schiff

Arbeitsunfall: Was tun, wenn in Ihrem Unternehmen etwas passiert

Arbeitsunfälle geschehen immer unverhofft – und leider auch häufiger als man denkt. Die Statistiken der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) verdeutlichen dies: In den letzten Jahren haben sich in Deutschland durchschnittlich 872.000 Arbeitsunfälle ereignet. Hier erfahren Sie, was Sie tun können und welche Regelungen dafür vorgesehen sind.

Was ist ein Arbeitsunfall

Besprechung zur Arbeitssicherheit an einem Schreibtisch

Von einem Arbeitsunfall spricht man, wenn ein Unfall unmittelbar am Arbeitsplatz passiert oder der Unfall im Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit steht. Dazu gehören auch Unfälle, die sich auf dem täglichen Weg von zu Hause zur Arbeitsstätte oder zurück ereignen. Ebenfalls als Arbeitsunfälle gelten zum Beispiel Unfälle, die bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder bei Betriebsausflügen und -feiern passieren, sofern die Veranstaltung von Ihnen als Arbeitgeber durchgeführt wurde.

 

Wer kommt für die Kosten eines Arbeitsunfalls auf?

Die Behandlungskosten bei Arbeitsunfällen übernimmt die Berufsgenossenschaft. Hierbei gilt das sonst bestehende Recht auf freie Arztwahl nur eingeschränkt. Das heißt: Spätestens nach einer akuten medizinischen Erstversorgung durch den Hausarzt ist ein sogenannter Durchgangsarzt aufzusuchen. Dieser ist auf die Behandlung von Arbeitsunfällen spezialisiert und eigens dafür zugelassen.

Wie findet man den nächstgelegenen Durchgangsarzt?

Bundesweit gibt es über 3.800 Durchgangsärzte. Über den nächstgelegenen Durchgangsarzt können Sie sich bei Ihrem Unfallversicherungsträger erkundigen. Zudem steht auf der Homepage der gesetzlichen Unfallversicherung unter www.dguv.de eine Übersicht zur Verfügung.

Finanzielle Absicherung

Ist Ihr Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsunfalls arbeitsunfähig, erhält er von Ihnen – wie auch sonst bei einer Arbeitsunfähigkeit – seine bisherige Vergütung für bis zu sechs Wochen fortgezahlt. Danach springt die Berufsgenossenschaft mit Verletztengeld ein. Ausgezahlt wird das Verletztengeld – im Auftrag des Unfallversicherungsträgers – von der Krankenkasse des Arbeitnehmers. Darüber hinaus sind – im Bedarfsfall – auch Rehabilitationsmaßnahmen, Eingliederungsmaßnahmen und Unfallrenten durch die Berufsgenossenschaft möglich. 

Wann und wie müssen Arbeitsunfälle gemeldet werden?

Der Berufsgenossenschaft ist ein Arbeitsunfall zu melden, wenn dieser eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 3 Kalendertagen oder den Tod des Beschäftigten zur Folge hat. Zu erstatten ist die Unfallanzeige innerhalb von 3 Tagen, nachdem der Arbeitgeber von dem Unfall Kenntnis erhalten hat. Entsprechende Meldeformulare sind beim zuständigen Unfallversicherungsträger erhältlich. 

Wie lassen sich Arbeitsunfälle vermeiden?

Feuerlöscher

Ein wesentliches Instrument, um Arbeitsunfällen wirksam vorzubeugen, sind Unterweisungen zum Thema „Arbeitssicherheit“. Die konkreten Inhalte dieser Unterweisungen sollten an der jeweiligen Tätigkeit sowie den betrieblichen Gegebenheiten und Besonderheiten ausgerichtet sein - z. B.:

  • Informationen über vorhandene Betriebs- und Arbeitsanweisungen sowie gesetzliche Vorschriften,
  • Informationen über den Umgang mit betrieblichen Maschinen, Anlagen, Arbeitsmitteln,
  • Informationen über Gefahrstoffe,
  • Informationen zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch körperliche und psychische Belastungen,
  • Informationen zum Lärmschutz und Hautschutz,
  • Hinweise zum Tragen von persönlichen Schutzausrüstungen,
  • Hinweise zum Verhalten bei Unfällen, in Brandfällen und zu vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen,
  • Erläuterungen zur Ersten Hilfe (Hinweise zu Einrichtungen und der Organisation),
  • Hinweise zum Thema Suchtmittel am Arbeitsplatz.

Wichtig

Die Unterweisungen sollten regelmäßig erfolgen und mindestens einmal jährlich aufgefrischt werden. Darüber hinaus sollten potentielle Gefahrenquellen (z.B. rutschige Böden, Stolperfallen oder wackelige Treppen) beseitigt und Verstöße gegen Arbeitsschutzvorgaben sofort verfolgt werden.

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