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Sozialversicherung 01/2017
Geschäftsführer in einer wachsenden Gärtnerei

Richtig krankenversichert: Was Unternehmer wissen müssen

Unternehmer haben zu Beginn ihrer Selbstständigkeit zahlreiche wichtige Entscheidungen zu treffen. Neben geschäftlichen Themen gilt dies insbesondere auch für die eigene Krankenversicherung. Denn auf einen umfassenden Versicherungsschutz kann heute niemand mehr verzichten.

Als Unternehmer haben Sie im Regelfall zwei Möglichkeiten. Sie können sich gesetzlich oder privat versichern – vollständig auf eine Krankenversicherung zu verzichten, ist keine wirkliche Option. Ebenfalls wichtig zu wissen: Die Versicherungsprämien der privaten Krankenversicherung richten sich allein nach dem finanziellen Risiko, dass durch den Abschluss des Versicherungsvertrags übernommen wird. Soziale Aspekte oder Ihre wirtschaftliche Situation finden hier keine Berücksichtigung. Hinzu kommt: Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung kann oftmals nicht rückgängig gemacht und sollte daher gut überlegt werden.

Voraussetzungen für eine Versicherung bei der BKK Mobil Oil

Bevor sich jemand für den Schritt in die Selbstständigkeit entscheidet, hat in der Regel aufgrund einer Beschäftigung, eines Leistungsbezugs von der Arbeitsagentur oder einer Familienversicherung eine gesetzliche Krankenversicherung (z. B. bei der BKK Mobil Oil) bestanden. Damit sind die wesentlichen Voraussetzungen für eine Versicherung als Selbstständiger bei der BKK Mobil Oil erfüllt.

Aber: Diese Versicherung greift nicht automatisch. Setzen Sie sich deshalb noch in der Gründungsphase mit uns in Verbindung. Dann erledigen wir alle Formalitäten für Sie.

Berechnung Ihrer Beiträge

Verdienen Sie hingegen weniger als 4.350,00 Euro monatlich, richten sich die Beiträge nach Ihrer individuellen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Herangezogen werden die Einnahmen, die Sie aus Ihrer Selbstständigkeit erzielen. Grundlage hierfür ist jedoch nicht der Bruttobetrag der Einnahmen, sondern Ihr steuerrechtlicher Gewinn. Ebenso werden alle weiteren Einkünfte berücksichtigt. Dies sind z. B. Zinsen aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder Renten. Der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur wird ebenfalls herangezogen; allerdings abzüglich einer Pauschale zur Sozialversicherung.

Der Gesetzgeber hat für Selbstständige zudem eine so genannte „Mindestbemessungsgrundlage" vorgesehen; in 2017 liegt sie bei 2.231,25 Euro monatlich. Unabhängig davon, ob Ihre Einnahmen tatsächlich niedriger sind: Die Beiträge sind mindestens aus dieser Bemessungsgrundlage zu erheben.

Gerade in der Gründungsphase sind die Einkünfte oftmals noch gering. Daher gilt: Erhalten Sie von der Arbeitsagentur einen Gründungszuschuss, wird die Mindestbemessungsgrundlage abgesenkt – in 2017 auf 1.487,50 Euro monatlich.

Grundsätzlich besteht in der freiwilligen Versicherung kein Anspruch auf Krankengeld. Bei der Berechnung Ihres Krankenversicherungsbeitrags wird daher der ermäßigte Beitragssatz in Höhe von 14,0 % zu Grunde gelegt. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag von 1,1 %.

Als hauptberuflich Selbstständiger haben Sie allerdings die Möglichkeit, sich mit Anspruch auf Krankengeld zu versichern. Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an.

Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung

Auch die Frage nach einer Absicherung des Risikos einer Pflegebedürftigkeit wird immer wichtiger. Entscheiden Sie sich für eine Krankenversicherung bei der BKK Mobil Oil, sind Sie „automatisch“ gleichzeitig pflegeversichert. Auch bei der Beitragsberechnung gelten dieselben Regelungen wie für die Krankenversicherung. Der gesetzlich festgelegte Beitragssatz liegt bei 2,55 % bzw. bei 2,8 % für Kinderlose. Ausgenommen von diesem Zuschlag in Höhe von 0,25 % sind alle Personen, die das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie alle Mitglieder, die vor dem 01.01.1940 geboren wurden.

GmbH-Geschäftsführer

Wenn Sie eine GmbH gründen und neben Ihrer Gesellschafterfunktion auch Geschäftsführer dieser GmbH sind, gibt es Besonderheiten in der Sozialversicherung. So werden Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH zunächst – wie „normale Angestellte“ – als sozialversicherungspflichtige Beschäftigte angemeldet. In einem sogenannten „Statusfeststellungsverfahren“ prüft die Deutsche Rentenversicherung dann, ob Kriterien vorliegen, die für eine Befreiung von der Sozialversicherungspflicht und das Vorliegen einer selbstständigen Tätigkeit sprechen. Wenn Sie als Geschäftsführer bei einer GmbH angestellt sind und keine Kapitalbeteiligung haben, gilt Ihre Tätigkeit in der Regel als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Bewerber sitzen vor einem Büro und warten auf das Vorstellungsgespräch
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