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Ausgabe 01/2017
Sozialversicherung 01/2017
Bewerber sitzen vor einem Büro und warten auf das Vorstellungsgespräch

Neue Mitarbeiter eingestellt? Mit uns behalten Sie den Überblick

Ihr Unternehmen wächst und Sie möchten erstmalig Mitarbeiter einstellen? Dies bringt – leider – einige Formalitäten und sozialversicherungsrechtliche Aufgaben mit sich. Doch keine Sorge: Mit uns behalten Sie den Überblick.

Betriebsnummer

Arbeitgeber benötigen für die Meldung zur Sozialversicherung der bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmer eine Betriebsnummer. Spätestens mit der Einstellung des ersten Beschäftigten (geringfügig oder sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) ist eine solche Betriebsnummer erforderlich. Die Vergabe erfolgt durch den so genannten Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit. Sie können Ihre Betriebsnummer ganz einfach online beantragen.

Unfallversicherungsnummer

Wer ein Unternehmen eröffnet, muss dieses binnen einer Woche beim zuständigen Unfallversicherungsträger anmelden. Nach der Anmeldung wird eine Unfallversicherungsnummer vergeben. Detaillierte Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Anmeldung zur Sozialversicherung

Den Beginn der Beschäftigung Ihres Mitarbeiters melden Sie mit der ersten Entgeltabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen, elektronisch an die zuständige Einzugsstelle. Dies ist in der Regel die Krankenkasse, die Ihr Mitarbeiter gewählt hat. Um welche Krankenkasse es sich hierbei handelt, erfahren Sie durch die Mitgliedsbescheinigung, die Ihnen Ihr Mitarbeiter vorlegt.

Sofortmeldungen in bestimmten Branchen

In bestimmten Branchen (z.B. Baugewerbe, Gaststätten- oder Beherbergungsgewerbe, Personenbeförderungsgewerbe, Speditions- und Transportgewerbe, Gebäudereinigungsgewerbe) ist ein neuer Mitarbeiter spätestens bei Beschäftigungsaufnahme elektronisch – per Sofortmeldung – der Datenstellte der Träger der Rentenversicherung zu melden. Zudem ist zu beachten, dass Mitarbeiter in den betroffenen Branchen immer ihren Personalausweis, Pass, Passersatz oder Ausweisersatz mitführen und den Behörden zur Kontrolle von Schwarzarbeit (z. B. der Zollverwaltung) auf Verlangen vorlegen können müssen.

Sozialversicherungsbeiträge

Als Arbeitgeber haben Sie aus den monatlichen Arbeitsentgelten Ihrer Mitarbeiter Beiträge zur Sozialversicherung zu berechnen. Die Höhe der zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge wird im sogenannten Beitragsnachweis zusammengefasst. Dieser muss der zuständigen Einzugsstelle spätestens zu Beginn des fünftletzten Bankarbeitstags des jeweiligen Monats vorliegen. Darüber hinaus müssen die im Beitragsnachweis nachgewiesenen Beiträge bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Abrechnungsmonats bei der Einzugsstelle eingegangen sein.

Ggf. bietet es sich – möglicherweise auch nur in der Startphase – an, einen Dienstleister mit der Entgeltabrechnung für Ihre Mitarbeiter und den damit verbundenen Aufgaben in der Sozialversicherung zu beauftragen. Es gibt zahlreiche Steuerberater, Lohnbuchhaltungsbüros und Rechenzentren, die diese Aufgaben übernehmen. Hierbei können Sie individuell festlegen, in welchem Umfang der Dienstleister für Sie tätig wird. Der Dienstleister handelt dann in Ihrem Auftrag – aber: Gegenüber der Sozialversicherung bleiben Sie als Arbeitgeber weiterhin verantwortlich.

Haben Sie noch Fragen?

Die BKK Mobil Oil steht Ihnen bei Ihren ersten Schritten als Arbeitgeber gern mit Rat und Tat zur Seite. In unserem Onlineportal finden Sie z. B. zahlreiche weiterführende Serviceangebote und Fachbroschüren. Und falls noch Fragen offen sind: Rufen Sie uns einfach an (Service-Hotline: 0800 255 0800) oder schicken Sie uns eine Nachricht.

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