Gleitzone

Gleitzone und Minijobs

Bis zum 30.06.2019 lag eine Beschäftigung in der Gleitzone (Midi-Job) vor, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro liegt.

Am 01.07.2019 wurde die „Gleitzone“ durch den neuen „Übergangsbereich“ ersetzt. Die Obergrenze hat sich nun auf 1.300,00 Euro erhöht.

Für Arbeitnehmer, die regelmäßig gegen ein monatliches Arbeitsentgelt innerhalb dieses Übergangsbereichs beschäftigt sind, besteht die Versicherungspflicht zur Sozialversicherung.

Bei den "Midi-Jobs" zahlen Arbeitnehmer geringere Beiträge. Der Arbeitgeberanteil bleibt hingegen unverändert. Für Beschäftigte im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses (z. B. Auszubildende und Praktikanten) gelten diese besonderen Regelungen nicht. Die Beiträge werden hier aus dem tatsächlichen Arbeitsentgelt berechnet.

Ab einem Entgelt von 1.300,00 Euro ist der Arbeitnehmeranteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag genauso hoch wie der des Arbeitgebers. Die Gleitzonenregelung findet nur dann Anwendung, wenn die Summe der Entgelte 1.300,00 Euro nicht übersteigt.

Werden mehrere Beschäftigungsverhältnisse ausgeübt, sind die hieraus erzielten Entgelte zusammenzurechnen.

Meldungen bei Midijobs

Entgeltmeldungen für Zeiträume im Jahr 2019 (z. B. Jahresmeldung 2019), die über den 30.6.2019 hinausgehen und Beschäftigungszeiten in der Gleitzone bzw. im Übergangsbereich umfassen, sind wie folgt zu kennzeichnen:

1 = monatliches Arbeitsentgelt durchgehend vor dem 1.7.2019 in der Gleitzone bzw. nach dem 30.6.2019 im Übergangsbereich

2 = monatliches Arbeitsentgelt vor dem 1.7.2019 sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gleitzone bzw. nach dem 30.6.2019 sowohl innerhalb als auch außerhalb des Übergangsbereichs

In den Meldungen ist zusätzlich zur Angabe der reduzierten beitragspflichtigen Einnahme das tatsächliche Arbeitsentgelt, das ohne Anwendung der Regelungen des Übergangsbereichs zu berücksichtigen wäre, zu erfassen.