Schwimmerin

Schwimmen mit Paddles und Pullbuoys

Insbesondere Paddles und Pullbuoys zählen zu den wohl beliebtesten Trainingsutensilien bei Schwimmern und Triathleten. Worauf ihr achten solltet, um diese Hilfsmittel wirksam einzusetzen, und welche Fehler es zu vermeiden gilt, erfahrt ihr in unseren Tipps.

Schwimmen mit Pullbuoy

 

Beim Schwimmen mit Pullbuoy oder Pullkick klemmt man sich diesen zwischen die Beine und erhält so einen verstärkten Auftrieb. Ziel dieser Hilfsmittel ist es, seine Wasserlage zu verbessern und darüber hinaus den Fokus auf die Armarbeit zu legen, beispielsweise beim Schwimmen mit Paddles. Bei vielen Schwimmern ist beim Einsatz des Pullbuoys allerdings zu beobachten, dass sie zusätzlich zur Auftriebshilfe auch noch einen vortriebswirksamen Beinschlag durchführen.

 

Das eigentliche Ziel, nämlich die Verbesserung der Wasserlage, wird so allerdings verfehlt, da der Schwimmer nicht aktiv etwas dafür tun muss, sondern, ähnlich wie beim Schwimmen mit Neoprenanzug, eine weitere Auftriebshilfe erhält. Der Pullbuoy dient in diesem Fall nicht als Hilfsmittel zur Verbesserung der Wasserlage, sondern lediglich als Hilfe für die Wasserlage. Darüber hinaus erfolgt durch den zusätzlichen Beinschlag auch keine Fokussierung auf die Armarbeit.

 

Um einen Pullbuoy wirksam einzusetzen, sollte deshalb darauf geachtet werden, dass kein zusätzlicher vortriebswirksamer Beinschlag erfolgt. Eine Möglichkeit dies sicherzustellen, kann der Einsatz einer zusätzlichen „Fußfessel“ sein (zum Beispiel ein abgeschnittener Fahrradschlauch), welche ihr um die Fußgelenke bindet. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, den Körper waagerecht im Wasser zu halten, kann zunächst ein zweiter Pullbuoy zur Hilfe genommen werden. Des Weiteren können geübte Schwimmer auch versuchen, den Pullbuoy zwischen die Waden oder Fußgelenke anstatt zwischen die Oberschenkel zu klemmen, um so die Beinarbeit auszuschließen.

Schwimmen mit Paddles

Das Schwimmen mit Paddles wird vor allem zur Verbesserung der Kraftkomponente eingesetzt. Dies geschieht durch die vergrößerte Antriebsfläche und den damit verbundenen erhöhten Widerstand. Durch die erhöhte Kraftbelastung steigt allerdings auch das Risiko von Verletzungen und Überlastungsschäden. Schwimmer mit Schulterproblemen sollten daher von vornherein auf das Schwimmen mit Paddles verzichten. Darüber hinaus verlangsamt sich beim Schwimmen mit Paddles aufgrund des größeren Handwiderstandes die Zuggeschwindigkeit unter Wasser.

 

Gewöhnt man sich aber diese Zuggeschwindigkeit aufgrund übermäßigen Schwimmens mit Paddles erst einmal an, kann dies auch zu einer Verlangsamung der Zuggeschwindigkeit beim Schwimmen ohne Hilfsmittel und somit zu einer Verringerung der Schwimmgeschwindigkeit führen. Das Training mit Paddles sollte daher höchstens 20 % des Gesamtumfangs des Schwimmtrainings ausmachen und stets den Kraftvoraussetzungen entsprechend groß (lieber etwas kleiner) gewählt werden.

Da euch im Wettkampf auch keine Hilfsmittel zur Verfügung stehen (sieht man einmal vom Neoprenanzug ab), solltet ihr euch nicht zu sehr an das Schwimmen mit diesen gewöhnen. Wichtig ist der systematische und dosierte Einsatz von Hilfsmittel, zum Beispiel für ein gezieltes Kraftausdauertraining. Es ist wenig hilfreich, wenn ihr beispielsweise die 500 Meter mit Paddles und Pullbuoy in einer schnellen Zeit absolvieren könnt, beim Ablegen der Hilfsmittel aber kaum die gesamte Strecke schafft.

Trainingsvideoreihe

Weitere Tipps rund um euer Triathlontraining gibt´s in unserer Videoreihe "Projekt Triathlon"

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