Impfspritze am Arm

Die FSME-Impfung: Geschützt nach Zeckenbissen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruskrankheit, die hauptsächlich von Zeckenbissen verursacht wird. Die Impfung wird allen Personen in sogenannten FSME-Impfungen empfohlen. Wir übernehmen die Impfkosten in Risikogebieten vollständig, wer nicht in einem Risikogebiet wohnt aber Vorsorgen will, kann sich die Kosten anteilig erstatten lassen.

Kostenübernahme für die FSME-Impfung

Überischt alle Impfungen

In den Risikogebieten kann eine FSME-Impfung über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet werden, Kosten fallen für Sie nicht an. Für alle Versicherten, die sich gegen FSME schützen möchten und nicht in einem Gefahrengebiet wohnen, übernehmen wir anteilig die Kosten für die FSME-Impfung.

Die Kosten für den Impfstoff werden in Höhe von 80 % erstattet und für die ärztliche Leistung der Betrag, der bei der vertragsärztlichen Leistung entstanden wäre.

Bitte reichen Sie für die Erstattung die Originalrechnungen unter Angabe Ihrer Bankverbindung bei uns ein. Für zwei Impfungen fallen Kosten in Höhe von rund 110,00 Euro an (Impfstoff und ärztliche Behandlung). Für Sie verbleibt somit ein Eigenanteil in Höhe von etwa 30,00 Euro. Es handelt sich hierbei nur um die voraussichtlichen Kosten. Ihr Eigenanteil kann ggf. abweichen. Sprechen Sie einfach Ihren Arzt direkt an.

Die FSME-Impfung

Ein frühzeitiges Entfernen der Zecke schützt nicht vor FSME, da die Viren schon unmittelbar beim Stich übertragen werden können.

Der sicherste Schutz vor einer Erkrankung mit FSME ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Menschen, die sich in FSME-Risikogebieten häufig in der freien Natur aufhalten.

Zecken werden ab einer Temperatur von acht Grad aktiv, also in der Regel mindestens von April bis Oktober. Um den Schutz ab Beginn der Zeckensaison zu gewährleisten, ist es sinnvoll mit der Impfserie in den Wintermonaten zu starten. Die Impfung ist ab dem ersten Lebensjahr möglich. Für den Aufbau des Impfschutzes sind drei Impfungen erforderlich. Bis zu drei Monate nach der ersten Impfdosis, wird die zweite Impfdosis verabreicht. Die dritte Impfung erfolgt dann nach weiteren fünf bis zwölf Monaten.

FSME-Risikogebiete

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht in jedem Frühjahr auf seiner Internetseite eine Übersicht über die aktuellen FSME-Risikogebiete in Deutschland

In Deutschland kommt die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, im südlichen Hessen (Odenwald), im südlichen Thüringen, im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz und im Saar-Pfalz-Kreis im Saarland vor.

Außerhalb von Deutschland nennt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) außerdem folgende Risikogebiete: Österreich, Nord-Schweiz, Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Russland, Weißrussland, Südschweden, Dänemark, Finnland, Norditalien, Slowenien, Kroatien, Rumänien und Albanien. Nahe Verwandte der FSME-Viren sind außerdem von Nord-Ost-Europa über Sibirien und China bis hin nach Japan verbreitet.

Grund zur Panik besteht nach einem Zeckenstich aber nicht: Laut dem RKI sind selbst in den Risikogebieten in Deutschland nur wenige Zecken überhaupt mit dem FSME-Virus infiziert (0,1 bis 3,4 %).

Was ist FSME?

Nicht jeder Zeckenstich muss zu einem Ausbrechen der Krankheit führen. Etwa jeder Dritte, der von einer FSME infizierten Zecke gestochen wird, ist betroffen.

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) verläuft eine FSME-Infektion bei 70 % der Fälle unbemerkt und harmlos. Nur bei etwa 30 % treten auch Krankheitserscheinungen auf. Dies geschieht nach etwa 7 bis 14 Tagen. Meist verläuft die Erkrankung dann in zwei Stadien:

FSME-Infektion Stadium 1:

In dieser Krankheitsphase treten Symptome auf, die einer Grippe oder Erkältung ähneln können, wie:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Schwindel

Die Beschwerden bilden sich nach wenigen Tagen zurück.

FSME-Infektion Stadium 2:

Nach einer fieberfreien Phase von etwa einer Woche entwickelt sich bei etwa fünf bis zehn % der Infizierten eine Hirnhaut- und Hirnentzündung (Meningoenzephalitis) mit neurologischen Ausfällen wie Lähmungen, Sprachstörungen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma. Selbst nach sehr schweren Verläufen ist aber meist eine völlige Heilung möglich. Im Erwachsenenalter können in seltenen Fällen neurologische Störungen zurückbleiben.

Eine spezielle Therapie gibt es bei FSME nicht. Die Behandlung beschränkt sich lediglich darauf, die Symptome zu lindern.

Zeckenstiche an sich sind harmlos. Gefährlich sind jedoch die Viren und Bakterien, die dabei übertragen werden können. Sie rufen teilweise schwere Infektionskrankheiten wie FSME und die Borreliose hervor. Ein frühzeitiges Entfernen der Zecke schützt davor nicht.

Weitere Erkrankungen durch Zeckenstiche

Zusatz-
Leistung

Mehr Sicherheit: Gut geschützt gegen FSME

  • Prüfen Sie, ob Sie in einer Risikogegend wohnen.
  • Lassen Sie sich Impfen.
  • Wenn Sie nicht zur Risikogruppe gehören, reichen Sie Ihre Originalrechnung postalisch für die anteilige Kostenerstattung ein.

Mehr Angebote für Ihre Gesundheit

Aerztin unterhaelt sich mit einem Maedchen in der Praxis

Vorsorge für Kinder und Jugendliche