Frau trainiert mit Traniner und Latexband

Rehabilitation: Maßnahmen und Möglichkeiten

Rehamaßnahmen werden vom Arzt verschrieben, wenn andere Maßnahmen durch den Haus- oder Facharzt nicht ausreichen. Sie werden in den meisten Fällen zunächst ambulant durchgeführt. Ist das medizinisch nicht sinnvoll, ist auch eine stationäre Rehabilitation möglich.

Leistungsrechtliche Voraus­setzungen

Eine ärztliche Verordnung ist Voraussetzung für Rehabilitationsmaßnahmen
Eine ärztliche Verordnung ist Voraussetzung für Rehabilitationsmaßnahmen.

Rehabilitationsmaßnahmen müssen ärztlich verordnet und vorab genehmigt werden. Wenn die gängige ambulante Behandlung durch Ihren Arzt oder Facharzt nicht mehr ausreicht, übernehmen wir die Kosten für ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahmen, um

  • eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern oder auszugleichen oder
  • eine bestehende Behinderung oder Pflegebedürftigkeit zu verhüten oder abzumildern.

Der Begriff Behinderung meint hier eine vorübergehende Einschränkung der körperlichen Funktionen, der geistigen Fähigkeiten oder der seelischen Gesundheit, die Alltagstätigkeiten relevant beeinträchtigt.

Wenn Ihre Erkrankung Ihre berufliche Leistungsfähigkeit gefährdet, ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) für die Durchführung der Rehabilitation vorrangig zuständig. In diesem Fall muss der Antrag an die Deutsche Rentenversicherung gestellt werden. Wenn Sie aktuell im Krankenhaus sind und eine sogenannte Anschlussrehabilitation geplant ist, stellt das Krankenhaus beziehungsweise der Sozialdienst den Antrag direkt dort.

Kosten und Zuzahlung

Wenn die Rehabilitationsmaßnahme genehmigt wurde, übernehmen wir die Kosten Ihres Aufenthaltes in einer vertraglichen oder zertifizierten Rehabilitationseinrichtung. Auch die Reisekosten erstatten wir, wenn diese den gesetzlichen Kriterien der Wirtschaftlichkeit entsprechen. Üblicherweise wird hier der Preis für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der 2. Klasse zugrunde gelegt.

Die gesetzlich vorgegebene Zuzahlung für eine Rehabilitationsmaßnahme beträgt für alle Erwachsenen ab 18 Jahren 10,00 Euro je Kalendertag.

Rehabilitation: Zunächst am Wohnort

Nur wenn eine ambulante Behandlung nicht möglich ist, sind stationäre Maßnahmen vorgesehen.

Wenn die medizinische Notwendigkeit ärztlich festgestellt, verordnet und genehmigt wurde, ist zunächst eine ambulante Behandlung in einem Rehabilitationszentrum am Wohnort vorgesehen.

Hier erhalten Sie an zunächst 15 Behandlungstagen unter ärztlicher und therapeutischer Kontrolle eine auf Ihr Krankheitsbild abgestimmte, vier- bis sechsstündige Behandlungseinheit. Wenn dieser ambulante Behandlungsansatz aus medizinischen oder anderen Gründen nicht möglich ist, ist die stationäre Behandlung in auf die jeweilige Erkrankung spezialisierten Einrichtungen ein nächster denkbarer Schritt.

Auch für diese stationäre Rehabilitation muss vor Antritt der Behandlung ein entsprechender Vordruck („Verordnung von medizinischer Rehabilitation“) vom Arzt ausgestellt werden.

Ihr Arzt wird für Sie geeignete Rehabilitationsmaßnahmen mit Ihnen besprechen. Auch wir beraten Sie hierzu gerne.

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