Infusion in die Hand

Krebstherapien

Moderne chirurgische und diagnostische Verfahren erleichtern die Behandlung von Krebserkrankungen. Die BKK Mobil Oil unterstützt die Diagnostik per Biomarker und strahlentherapeutische Verfahren ohne Skalpell. Voraussetzung ist immer, dass das Verfahren für die individuelle Erkrankung geeignet ist. Darüber entscheidet der behandelnde Arzt.

Radiochirurgie: Moderne Tumorbehandlung

So funktioniert die Technologie

Für Patienten, die an Tumoren oder anderen Erkrankungen wie Gefäßmalformationen oder funktionellen Störungen leiden, bietet die Betriebskrankenkasse Mobil Oil mit der sogenannten Radiochirurgie eine neue Behandlungsmethode an, die eine herkömmliche Operation mit Narkose und Skalpell ersetzt. Radiochirurgie kann man übersetzen mit „Schneiden ohne Messer“.

Im Rahmen von Versorgungsverträgen mit dem CyberKnife Zentrum München-Großhadern, dem CyberKnife Zentrum Norddeutschland in Güstrow, dem Strahlenzentrum Hamburg und dem Gamma Knife Center Hannover bietet die Betriebskrankenkasse Mobil Oil die neue Technologie für alle betroffenen Versicherten bundesweit an.

Enorme Vorteile für Patienten

Nicht nur der Eingriff selbst erfolgt durch den Verzicht von Narkose und Schnitt schmerzfrei und risikoarm, auch der Genesungsprozess verläuft völlig anders: Die Patienten können bereits am Folgetag ihren gewohnten Lebensgewohnheiten (Arbeiten, Sport treiben etc.) nachgehen. Bei der konventionellen Bestrahlung muss der Patient in der Regel fünf Wochen täglich in ein hierfür geeignetes Strahlenzentrum fahren.

Schmerzfrei, risikoärmer, schneller

Die neue Technologie bietet enorme Vorteile für die Patienten. Aber: Nicht jeder Tumor ist für die Behandlung durch Radiochirurgie geeignet. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ausführlich beraten.

Die Methoden

GAMMA KNIFE

Mit der Gamma Knife-Methode können Hirntumore, Gefäßmalformationen und funktionelle Störungen (Trigeminusneuralgie) behandelt werden. Das Gamma Knife ist ein Gerät zur Hochpräzisionsbestrahlung. In ihm sind 201 kleine Kobaltstrahler über eine Halbkugel verteilt angeordnet. Ihre Strahlen vereinen sich in einem einzigen Punkt. Hier wird das zu behandelnde Gewebe mit Hilfe eines sogenannten Stereotaxiesystems positioniert. Dadurch kann das Gewebe extrem genau bestrahlt werden. Dazu wird ein Rahmen am Kopf des Patienten befestigt. Auf der Basis von Bildern aus Computer- oder Kernspintomographie legt der Neurochirurg dann den Bestrahlungspunkt und die Dosis fest.

CYBERKNIFE

Die CyberKnife-Technologie nutzt als Strahlenquelle einen Sechs-Megavolt-Linearbeschleuniger. Der Linearbeschleuniger ist auf einen Sechs-Achsen-Industrieroboterarm befestigt. Sind sich bewegende Organe von Tumoren betroffen, wird die Behandlung zur Herausforderung. Hierbei wird das zu bestrahlende Zielgewebe von einem Roboter berechnet, wodurch das CyberKnife-System die Position des Tumors durchgängig nachvollziehen kann. Ein weiterer Vorteil ist die Fähigkeit des Systems, durch individuelle Computersteuerung während der Behandlung atmungsbedingte Körperbewegungen auszugleichen. So können neben Hirntumoren, Rückenmarkstumoren und anderen Gefäßen auch sich durch Atmung bewegende Organe wie Lunge und Leber bestrahlt werden.

Zusatz-
leistung

Radiochirurgie nutzen

  • Eignung vom Arzt klären lassen
  • Überweisung an Neurochirurgen und Radiologien geben lassen
  • Abrechnungsbogen unterzeichnen lassen
  • Abrechnungsbogen unterschreiben

Diagnostik bei Brustkrebs: Biomarker

NEUES DIAGNOSEVERFAHREN BEI BRUSTKREBS: DER BIOMARKER-TEST

Untersuchungen zufolge ist der Biomarker-Test geeignet, rund 40 % aller Patientinnen eine überflüssige, körperlich als auch seelisch belastende Chemotherapie zu ersparen.

Der Biomarker-Test hilft abzuklären, ob nach einer chirurgischen Entfernung des Tumors eine Chemotherapie zur Verringerung des Rückfallrisikos tatsächlich notwendig ist.

Rund 60.000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs. In den meisten Fällen wird im Anschluss an die erfolgreiche Entfernung des Tumors eine Chemotherapie durchgeführt, um so das Risiko einer lebensbedrohlichen Metastasenbildung zu minimieren. Bislang war die Notwendigkeit einer Chemotherapie anhand der gängigen Informationen aus der pathologischen Tumoruntersuchung nur bedingt vorherzusehen. Mehr diagnostische Sicherheit liefert das innovative Biomarker-Verfahren.

Der Test wird zur Therapieentscheidung bei neu erkrankten Brustkrebspatientinnen empfohlen. Der Tumor darf sich nicht in die Lymphknoten ausgebreitet und eine gewisse Größe überschritten haben.

SO FUNKTIONIERT DER TEST

Biomarker sind charakteristisch biologische Merkmale (z. B. Eiweiße) von Organismen, die als Indikatoren für Krankheiten herangezogen werden. Das Eiweiß Urokinase-Typ Plasminogen Aktivator (uPA) und dessen Gegenspieler PAI-1 zählen zu den prognostischen Markern.

Bei der Metastasenbildung spielen Proteine des Tumorgewebes eine zentrale Rolle. Sie sorgen dafür, dass sich einzelne Krebszellen aus dem Tumor lösen und in benachbarte Gewebe eindringen können. Wird nach Entfernung des Tumors nun eine Gewebeprobe aus dem Tumormaterial entnommen, lassen sich anhand der Proteine in der Probe Rückschlüsse auf die potenzielle Metastasierungstendenz des Tumors ziehen. Eine niedrige Konzentration der Stoffe spricht dafür, dass die Gefahr einer Metastasierung gering ist und auf eine Chemotherapie verzichtet werden kann. Bei hoher Konzentration ist eine Chemotherapie dagegen dringend erforderlich.

Diese Faktoren beeinflussen die Fähigkeit eines Tumors, zu wachsen und Metastasen zu bilden. Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, bei denen keine Lymphknoten befallen sind, haben besonders gute Heilungschancen, wenn im Tumorgewebe der Anteil an uPA/PAI-1 niedrig ist.

Neben der Bestimmung eines Rückfallrisikos kann mit dem Test auch der Nutzen einer Chemotherapie abgeschätzt werden. Patientinnen, bei denen der uPA- und/oder PAI-1-Wert über einem gewissen Schwellenwert liegt, profitieren signifikant von einer Chemotherapie.

Studien zeigen: Patienten profitieren auch, wenn der Biomarker die Notwendigkeit einer Chemotherapie aufzeigt. Wer weiß, dass die Therapie sinnvoll ist, leidet subjektiv weniger unter den Nebenwirkungen.

EINFACHER LABORTEST

Der operierende Chirurg entnimmt während der Entfernung des Tumors eine Gewebeprobe. Das Tumorgewebe wird anschließend durch einen Pathologen untersucht. Nach Durchführung des Tests werden etwa eine Woche später die Ergebnisse dem behandelnden Arzt mitgeteilt. Zusammen mit weiteren Untersuchungsergebnissen erstellt Ihr Arzt dann einen individuellen Behandlungsplan.

Den Test bieten wir federführend mit der Medizinischen Hochschule Hannover und weiteren Kliniken in Niedersachsen und Flensburg sowie niedergelassenen Gynäkologen in Niedersachsen an. Sprechen Sie bitte Ihren behandelnden Gynäkologen an. Dieser wird Sie über das weitere Vorgehen informieren.

Aktuell können wir den Test nur in Niedersachsen und Flensburg anbieten. Sie möchten den Biomarker-Test nutzen, aber leben in einem anderen Bundesland? Sprechen Sie uns an.

Innovative Diagnostik, mehr Sicherheit

  • Empfohlen bei Neuerkrankungen bei geeigneter Indikation
  • Höhere Diagnosesicherheit bei Chemotherapien
  • Details erfahren Sie bei Ihrem behandelnden Arzt