Altenpflegerin haelt die Hand einer Patentin

Pflegepersonen: Hilfe für Helfer

Wenn private Pflegepersonen Pflegebedürftige betreuen und dabei einem Familienmitglied oder Freund ermöglichen, in der eigenen Wohnung bleiben zu können, müssen sie zwangsläufig ganz oder zumindest teilweise auf eine Berufstätigkeit verzichten.

Soziale Absicherung für Pflegende

Um eine Altersvorsorge für Pflegepersonen sicherzustellen, zahlen wir die Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung.

Wer einen oder mehrere Pflegebedürftige mit wenigstens Pflegegrad 2 mindestens zehn Stunden wöchentlich verteilt auf regelmäßig  mindestens zwei Tage in der Woche in der häuslichen Umgebung pflegt, erhält Beiträge zur Rentenversicherung und neu seit dem 01. Januar 2017 auch zur Arbeitslosenversicherung. Es werden dabei neben der körperlichen Pflege auch Betreuungszeiten sowie Zeiten der Haushaltsführung angerechnet.

Beiträge zur Rentenversicherung erhalten Sie sogar, wenn Sie noch einer Beschäftigung mit bis zu 30 Wochenstunden nachgehen. Die Höhe der Beiträge richten sich nach der Pflegeleistung und dem zugeordneten Pflegegrad. Man erhält zum Beispiel einen höheren Beitrag, wenn man die Pflege allein ohne Hinzuziehung eines Pflegedienstes sicherstellt.

Seit dem 01.01.2017 können wir auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung übernehmen.

Seit dem 01.01.2017 sichert die BKK Pflegekasse Mobil Oil Pflegende auch in der Arbeitslosenversicherung ab, soweit sie unmittelbar vor der Pflegetätigkeit versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung waren bzw. eine Leistung wie Arbeitslosengeld I von der Arbeitsagentur für Arbeit erhalten haben.

Wenn Sie bereits vor dem 1. Januar 2017 Pflegeperson waren und Rentenversicherungsbeiträge aufgrund der Pflege eines Pflegebedürftigen erhalten haben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Es gilt der Bestandsschutz. Sie erhalten weiterhin Rentenversicherungsbeiträge durch die BKK Pflegekasse Mobil Oil.

 

Kostenlose Pflegekurse

Wenn Sie eine Angehörige oder einen Angehörigen pflegen oder sich ehrenamtlich um Pflegebedürftige kümmern möchten, können Sie kostenlos an einem Pflegekurs teilnehmen. Diese Kurse werden zum Teil in Zusammenarbeit mit Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, mit Volkshochschulen, der Nachbarschaftshilfe oder Bildungsvereinen angeboten. Die Kurse bieten praktische Anleitung und Informationen, aber auch Beratung und Unterstützung zu vielen verschiedenen Themen.

 

In unseren Pflegekursen finden pflegende Angehörige kompetente Beratung für den Pflegealltag. Zudem lassen sich Kontakte zu anderen Pflegenden knüpfen, um sich auszutauschen.

Beratungsportal

Um Angehörigen die kurzzeitige oder langfristige Pflege von Angehörigen zu erleichtern, gibt es verschiedene gesetzliche Regelungen wie Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeit oder eine langfristigere Reduzierung der Arbeitszeit. Das Portal des Bundesministeriums für Gesundheit informiert ausführlich und aktuell über alle Möglichkeiten.