Main Content

Amblyopievorsorge für Kinder

Amblyopievorsorge für Kinder

In Mitteleuropa leidet rund eines von 15 Kindern zum Zeitpunkt der Einschulung an einer Fehlsichtigkeit (Amblyopie). Wird diese nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt, bleibt sie lebenslang bestehen. Die persönlichen Folgen einer solchen Fehlsichtigkeit können zu eingeschränkter Berufswahl, höherer Unfallträchtigkeit bis hin zu Schwerbehinderung und psychischen Schäden führen. Früh erkannt, kann diese Beeinträchtigung jedoch gut behandelt und behoben werden.

 

Im Gegensatz zu den kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen gehört die Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung kindlicher Sehstörungen wie der Amblyopie durch Augenärzte nicht zu den gesetzlichen Vorsorgeleistungen. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. setzt sich daher seit langem für die Aufnahme eines zusätzlichen Amblyopiescreenings in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ein. Der Sachverständigenrat für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen hat sich ebenfalls für eine solche Vorsorge ausgesprochen. Viele Augenärzte bieten die Amblyopievorsorge bereits als individuelle Gesundheitsleistung an.

Warum ist diese Untersuchung so wichtig?

Oft wird die im frühen Kindesalter entstehende Amblyopie nicht rechtzeitig festgestellt. Eine Störung des Sehens führt dazu, dass die Augen keine optimale Sehfähigkeit mehr erlernen können. Die verminderte Sehkraft ist oftmals nur einseitig und damit nicht offensichtlich, die Sehminderung fällt dann weder dem Kind noch den Eltern auf. Dieser Verlust kann in späteren Lebensjahren gar nicht mehr oder wenn, dann nur eingeschränkt korrigiert werden. Je früher jedoch eine solche Sehminderung erkannt wird, desto besser sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Umso wichtiger ist es eine mögliche Fehlsichtigkeit bei Kindern rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

 

Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil hat als erste Kasse in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. einen Facharztvertrag zur Amblyopievorsorge für Kinder entwickelt und bietet Ihnen bundesweit augenärztliche Untersuchungen an, die eine Fehlsichtigkeit rechtzeitig diagnostizieren können.

Wann besteht Anspruch?

An dem Screening auf Amblyopie können alle Kinder im Alter von 31 bis 42 Monaten teilnehmen. Versicherte Kinder, die zu einer Risikogruppe gehören (z.B. Schielen oder deutliche Weitsichtigkeit bei Eltern oder Geschwistern), können auf Wunsch das Screening zusätzlich bereits erstmalig im Alter von 6 bis 12 Monaten erhalten.

 

Unsere Amblyopievorsorge für Kinder schließt damit die Lücke zwischen den Vorsorgeuntersuchungen U7 und U8 und ermöglicht die langfristige Beeinträchtigung oder gar den Verlust des Augenlichts bzw. der Sehfähigkeit zu verhindern.

Was müssen Sie tun?

Vereinbaren Sie für Ihr Kind / Ihre Kinder einfach einen Termin mit dem Augenarzt Ihres Vertrauens. Dieser rechnet nach Durchführung der Behandlung direkt mit uns ab. Sollte Ihr Augenarzt unser Angebot noch nicht kennen, sprechen Sie ihn einfach darauf an. Selbstverständlich informieren wir Sie auch gern über bereits am Screening teilnehmende Augenärzte in Ihrer Umgebung.

Sie können über unsere Arztsuche die teilnehmenden Ärzte in Ihrer Nähe mit Hilfe Ihrer Postleitzahl suchen.